Höhlentour auf der Schwäbischen Alb


Publiziert von AllgaeuEr , 31. August 2009 um 10:45.

Region: Welt » Deutschland » Alpenvorland
Tour Datum:22 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 4:00
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Anfahrt nach Bad Urach, dort die Hanner Steige hinauf und auf die Schwäbische Albstraße, Ausgangsort ist der Wanderparkplatz auf dem Bühl

Unterirdisch unterwegs mit dem DAV Biberach

Nachdem ich schon länger nicht mehr in Höhlen unterwegs war, nutzte ich die Gelegenheit beim DAV Biberach 'Amtshilfe' zu leisten und dort als Fahrer mit auf die Höhlentour zu gehen, die im Rahmen des Kinderferienprogrammes dort angeboten wurde.

Nachdem um 9 Uhr alle Kinds mit Stirnlampen versorgt und auf Bus und Auto verteilt waren, ging es die B465 bis nach Bad Urach und dort dann in steilen Serpentinen auf die Alb. Auf einem Wanderparkplatz wechselte man die Alltagsklamotten gegen das Höhlenoutfit. Mit meinem grell-orangen Overall kam ich mir wie eine Mischung aus Müllmann, amerikanischer Häftling und Bergmann vor.

Schon nach weniger als 10 Minuten Fußmarsch erreichte man die ersten beiden Höhlen, welche direkt nebeneinander lagen: Montscheinhöhle und Eppelzellfelsenhöhle.

Die Montscheinhöhle (je nach Karte und Führer auch Mondscheinhöhle genannt) ist mit einer Gittertür versehen, die in den Wintermonaten November bis April zum Schutz der Fledermäuse geschlossen ist. Der Eingangsbereich ist recht großzügig und man kann den größten Teil stehend begehen, es gibt aber auch Seitengänge bei denen man robben muß.

Die Eppenzillfelsenhöhle hat eine trichterförmige Eingangsöffnung, die sich sehr schnell verengt, so daß man nur noch robbend vorankommt. Auch empfiehlt es sich einen Helm hier abzunehmen und zusammen mit der befestigten Lampe vor sich herzuschieben. In der Höhle kann man schwerlich umdrehen, aber dafür kann man hindurchkriechen. Sie hat auf der anderen Felsenseite eine kleine Öffnung.

Die nächste besuchte Höhle konnten wir leider namentlich nicht zuordnen, der Eingang besteht aus einem großen Felsspalt, denn man aufrecht passieren kann, wenig später kommt eine kleine Öffnung durch die man in eine große Halle gelangt. hier gehen zwei Seitengänge ab. Der rechte Seitengang führt in einen hohen Turm, wo man wiederum zwei Seitengänge erkunden kann. In meinen Augen war dies die schönste Höhle, da sie nur wenige Kriechstellen und schöne große Hallen bot.

Nach einer kleinen Mittagsrast am Uracher Wasserfall, wo wir uns alle um eine alte Feuerstelle versammelten, machten wir uns auf die Suche nach der Ameisenbühlhöhle. Leider konnten wir den Eingang nicht auffinden und so ging es ohne Höhlenerfolg weiter zu Salamanderhöhle.

Diese Höhle, nur wenige Meter vom Wasserfall entfernt, besteht aus einer mittelgroßen Öffnung, die schnell in eine Kriechpassage übergeht. Auch hier bietet es sich wieder an Helm mit Stirnlampe vor sich herzuschieben, um nicht dauernd anzuecken. Nach einiger Zeit gelangt man in einen engen, aber höheren Gang, wo man sich wieder ein kurzes Stück aufrecht entfalten kann bevor es wieder bäuchlings den Gang weitergeht.

Am Ende des Ganges ist eine kleine Öffnung. Die Kinder hatten hier weniger Probleme diese zu passieren, wir größeren mußte uns hier eine speziellen Falt-Kriechtechnik bedienen. Die Anleitung der Führerin lautete: Linke Schulter nach unten drehen, linken Arm zum Loch hinaus, mit den Beinen vorschieben bis man den rechten Arm ebenfalls rausstrecken kann, anschließend mit beiden Armen nach draußen ziehen.

Nach 5 Minuten hatte ich dann diese Engstelle auch endlich passiert, wobei ich meinen "Gürtel" zuvor noch lösen mußte, da er an einem Stein/Wurzel verhing und mich somit am Weiterkommen behinderte. Ich war froh, als ich wieder das Tageslicht erblickte. So eine Engstelle in der Höhle selbst, hätte mich wohl schwer demotiviert.

Nachdem alle diese Höhle passiert hatten, ging es zurück den Autos wo wir noch ein Abschluß-Foto der verdreckten "Höhlenforscher" machten, bevor dann wieder jeder das Höhlenoutfit gehen die Alltagskleidung tauschte und man die Drecksachen in Müllsäcken für den Transport verstaute.

Mit nur 15 Minuten Verspätung erreichte man wieder Biberach und übergab die Kinder an die wartenden Eltern. Wir hatten doch glatt wieder alle heil zurückgebracht und niemand in den Höhlen vergessen. ;-)


Tourengänger: AllgaeuEr

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Geodaten
 1146.gpx Höhlentour auf der Alb

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Kommentare (1)


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Maheibu hat gesagt: Schöne Höhlentour!
Gesendet am 17. August 2014 um 20:06
Hallo AllgaeuER,
da hast du mit den Kids ja eine schöne Höhlentour zu den
wohl weniger bekannten Höhlen an der Schwäbischen Alb begangen. Ich selbst bin weniger der Höhlengänger, da hab ich zu große Ängste steckenzubleiben. Zur Benenn-mich-Höhle kann ich dir nur als Einheimischer sagen, dass sich in diesem Gebiet noch eine Mondmilchhöhle befindet.

Grüße aus dem Ermstal
Markus


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