Fleschensee: Im Reich der Heidelbeeren


Publiziert von Zaza , 18. August 2009 um 18:55.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Oberhasli
Tour Datum:16 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1100 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo gadmen, fuhren
Unterkunftmöglichkeiten:Windegghütte SAC. Hotel in Gadmen.
Kartennummer:1210

Zwei Stunden Wartezeit für die Seilbahn - dies ist das harte Verdikt für die vielen Triftbrücken-Besucher, die mit uns aus dem Bus aussteigen. Das kümmert uns wenig, denn wir wollen eh nicht in diese Richtung. Unser Ziel ist das Fleschenhorn; auch dies einer der wenigen Schweizer Gipfel, über welche der SAC-Führer nichts sagt.

Nun ist es so, dass die Schattseite des Gadmertals eine Vegetation aufweist, die sehr ans Tessin erinnert. Ob das wegen den Niederschlagsmengen oder der Bodenbeschaffenheit ist, bleibt ungewiss - vielleicht weiss da jemand Bescheid? Jedenfalls hat das seine Nachteile (Erlen), aber auch Vorteile (Heidelbeeren, viele Frösche). Zu den Nachteilen zählt auch, dass die meisten Pfade in bescheidenem Zustand sind. Das gilt auch für den Pfad, der via Inners Erggeli und Luegerli bis Fleschen führt. Insbesondere im unteren Teil (bis Luegerli) macht uns die unschöne Mischung aus Sumpf und Schafscheisse das Leben schwer. In Fleschen stösst man schliesslich auf die Ruine einer wunderschön gelegenen Alphütte - was im Tessin ein üblicher Anblick ist, ist im Berner Oberland äusserst selten.

Von Fleschen führt ein nicht sehr deutlicher Pfad (nur der Beginn ist auf der LK) über P. 1910 bis "Zum See", ein hübscher Fleck, der zum Bade einladen würde (leider ist es inzwischen wegen Quellwolken etwas kühler geworden). Für den Aufstieg haben wir viel mehr Zeit gebraucht als erwartet, so dass das Fleschenhorn auf ein ander Mal vertagt wird (vermutlich ist der Aufstieg besser von der Südseite zu machen, vielleicht nach einer Querung von der Windegghütte her): Auch dieser Gipfel ist kein Frosch und hüpft uns somit hoffentlich nicht davon. Also lungern wir einige Zeit am See herum und machen uns dann an den Abstieg, der durch enorme Heidelbeerfelder führt. Wer hier im August unterwegs ist, sollte unbedingt ein Gefäss mitnehmen.

Hinweise:

  • Im Gadmertal sind Restaurants eher Mangelware, in Schwendi und Nessental gibt's nichts (mehr).
  • Wer zur Triftbrücke oder zum Gelmersee möchte, dem sei dringend empfohlen, die Ferienzeit und Sommerwochenenden zu meiden!
     

Tourengänger: Zaza

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