Gletschergrube Gonzen


Publiziert von Sherpa , 17. August 2009 um 22:09.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:15 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG 
Aufstieg: 760 m
Strecke:Sargans - Follaplatten - Gletschergrube
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Sargans - Lauiwald - Follaplatten - Gletschergrube

Gletschergrube Gonzen

Unser Ziel war heute die Gletschergrube am Gonzen.  Für diesen Ausflug mussten wir uns noch einige  Informationen besorgen. Deshalb haben wir den Hikr nach Touren zur Gletschergrube durchsucht.

Also gesagt  - getan. Mit den Informationen machten wir uns auf zum Parkplatz im schönen, kühlen Wald bei P. 731. Ab hier marschierten wir im Zickzack-Kurs den Wanderweg hoch bis zum P. 1109. Immer schön dem gut markierten Wanderweg entlang.

Beim markanten Schild im "Cholplatz" führt der Weg etwas versteckt weiter in westlicher Richtung. Nachdem wir dann einige Meter durchs "Gestrüpp" gelaufen waren, wurde der Weg wieder erkenntlich.
Kurz vor den Follaplatten führt der Weg im "Zickzack" übers Geröll.

Bei der Überquerung der Follaplatten hatten wir Glück. Denn wir fanden schon fast einen "Weg" bis 2/3 hoch. Dann mussten wir mit Händen und Füssen weiter. Denn das Fixseil haben wir nicht gefunden.

Nachdem wir die Platte überquerten, kletterten wir zwischen den Buchen hoch. Dort kamen wir  beim Biwakplatz an. Hier fanden wir auch ein Seil ganz schön aufgwickelt. Ob das wohl das Fixseil war? Auf jeden Fall hat es an der Buche schon eine Reepschnur, die als Abseilstelle eingerichtet ist. Das haben wir uns für den Abstieg schon mal vorgemerkt.

Vom Biwakplatz führt der Weg der Wand entlang und östlich vorbei am breiten Turm. Hier kamen wir  in ziemlich viel Schotter. Vorsichtig arbeiteten wir uns hoch bis zum Klemmblock. Hoffentlich fällt das Steinchen nicht runter....

Unter dem Klemmblock hangelten wir uns an den Fixseilen hoch. Hier wussten wir nur, dass wir östlich etwas ausgesetzt queren mussten. Also gesagt, getan. Nach ein paar Höhenmeter bemerkten wir einen ganz kühlen Wind.
Das deutete auf den richtigen Ort. Es dauerte  nicht lange, bis wir den Einstieg fanden. Hier wars dann Zeit um die warmen Jacken anzuziehen. Auch Stirnlamen waren nützlich. 

Durchs Loch kletterten wir in die Höhle. Unten präsentierte sich eine gewaltige Kuppel. Beim etwas genaueren Betrachten fanden wir auch Borhaken. Wer hier drinn klettert , hats schön kühl. Denn es hat  noch Schnee und das mitte August!

Wir stiegen  im Grubengletscher ab, bis wir zur grossen Höhle kamen. Hier wurde anscheinend früher im grossen Stil Erz abgebaut. Sehr eindrücklich. Bei der Erkundung fanden wir noch das "Gipfel-" oder besser gesagt, das "Höhlenbuch".

Anschliessend machten wir uns wieder auf den Rückweg. Also Schneefeld  hinauf und raus aus dem Loch. Draussen warteten Temperaturen von fast 30 Grad, während im Innern so "Kühlschranktemperatur" war.

Wir stiegen im Geröll abwärts bis zum Biwakplatz. Dort nahmen wir die vorhandene Abseilpiste bis zum Borhaken. Ein Glück, dass wir diesen überhaupt gesehen haben. So konnten wir gleich noch eine Seillänge anhängen und hatten schon die Hälfte der Follaplatten überquert. Den restlichen Abstieg bewältigten wir über einen guten Pfad und kamen so ziemlich schnell zurück auf den Wanderweg.

Fazit:
Eine wirklich lohnenswerte Tour in die Gletschergrube. Der steile Aufstieg über die Follaplatten hat jedoch bei der Hitze schon einiges abverlangt. Wir benötigten für den Aufstieg ca. 2 Stunden bis zum Höhleneingang.

Tourengänger: Sherpa

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