Zinalrothorn, 4221m


Publiziert von Montanara , 14. August 2009 um 18:27.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:27 August 2008
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 2600 m
Abstieg: 2600 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Auto bis Täsch, danach mit Zug nach Zermatt
Unterkunftmöglichkeiten:Rothornhütte
Kartennummer:1327 Evolene, 1328 Randa

Was lange währt - wird endlich gut. So könnte man das in meinem Fall und dem Zinalrothorn sagen. 3x habe ich hier schon umdrehen müsse. 2x aufgrund schlechtem Wetter, 1x aufgrund von gesundheitlichen Problemen. Und jedes Mal an ein und derselben Stelle. Auf der Firnschulter, bevor es durch das Couloir zur Gabel hochgeht. Doch am heutigen Tag stimmte einfach alles - Wetter, Verhältnisse, Firness. Und es wurde meine bisher schönste Hochtour, die Aussage, dass das Zinalrothorn einen der schönsten Normalwege auf einen 4000er hat, kann ich nur bestätigen.

Der Entschluss, es nach 3 gescheiterten Versuchen nochmal mit dem Zinalrothorn zu versuchen, fiel nach der Tour auf das Obergabelhorn (siehe extra Tourenbericht). Vom Gipfel des Obergabelhorn sahen wir ein völlig überlaufenes Zinalrothorn. Also fragten wir erstmal auf der Rothornhütte nach, wieviel denn am Abend auf der Hütte übernachten. Es waren überraschend wenige und noch weniger, welche am nächsten Tag aufs Zinalrothorn wollten. Gutes Wetter, gute Verhältnisse und wenig los - da fiel die Entscheidung seeeehr leicht.

Am nächsten Morgen machten sich ca. 5 Seilschaften auf den Weg zum Zinalrothorn. Von der Hütte geht es auf einem Pfad zum Rothorngletscher. Über diesen in NO - Richtung bis zum sog. Wasserloch (Couloir). Durch diese hinauf auf ein Schuttfeld. Diese SW - wärts queren bis auf einen Geröllrücken hinauf (Steigspuren bzw. über Schneefelder). Über Blöcke auf diesen Rücken hinauf und nordwärts weiter (Steigspuren). Nun weiter bis zu einem weiteren Firnfeld, dazwischen befindet sich noch einmal eine Art Geröllgrat, über diesen wiederum auf Firn und hoch zum Firngrat welcher zum SO - Grat des Zinalrothorns führt. Man gelangt über den schmaler werdenden Firngrat zu einem Turm. Diesen kann man links (Südwestlich) umgehen. Um zum Couloir welches zur Gabel führt, zu gelangen quert man auf Wegspuren in die Südflanke. Über Schnee und Geröll gelangt man schliesslich zum Couloir. Da dieses, insbesondere bei viel Andrang, sehr steinschlaggefährdet ist, hält man sich sobald es geht an die linken Begrenzungsfelsen. Über diese hoch zur sog. Gabel. Von hier geht es über eine Stufe zur Binerplatte. Diese erklettert man schräg nach links oben (gute Absicherung mit Bohrhaken). Weiter geht es über plattigen, guten und festen Fels zu einem kleinen Schneegrat. Es finden sich einige Eisenstifte, die einem das Sichern (und beim Abstieg das Abseilen) erleichtern. Über den Schneegrat hinauf und zu einem Turm, der sog. Kanzel. Dieser wird sehr luftig, aber gutgriffig umgangen. Über einen weiteren großen Felsblock kommt man bald zu den Schlussfelsen über die man zum Gipfelkreuz emporklettert.

Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route.

Das Zinalrothorn ist ein prächtiger Kletterberg. Die Felsen am Grat sind sehr fest und man hat zudem ein tolles Panorama auf der ganzen Route. Bei guten Verhältnissen und bei gutem Wetter also Genuss pur!


Tourengänger: Montanara

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