Die Tour wurde hier kürzlich von Bombo und Schlumpf schon bestens beschrieben. Viel gibt es eigentlich nicht mehr beizufügen.
Frühmorgens, nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht in der vollbesetzten Hütte losmarschiert. Zuerst entlang dem mit Stangen und weissen Pfeilen markiertem Pfad hoch zum Hohbalmgletscher. Kurzer Halt zum Steigeisen montieren und weiter, anfänglich flach über den Gletscher, später dann doch steiler zum Windjoch. Jetzt wurde mir klar woher das Windjoch seinen Namen trägt. War bis jetzt keine Brise zu spüren, schlug von dort oben bis zum Gipfel der Wind brutal zu.
Der Gletscher war auf guter Spur problemlos zu begehen. Einige schmale Querspalten und wenige Blankeisstellen sind vorhanden.
Aufstieg vom Windjoch anfänglich dem Grat entlang, später in angenehmer Kraxelei im Fels der Nordostflanke zum Gipfel. Dort herrschte bereits ein rechtes Gedränge. Ein Typ mit einem Seil das fast bis zur Mischabelhütte gereicht hätte, wollt seine zwei Seilpartnerinnen irgendwie sinnlos, mit am Gipfelkreuz befestigtem Seil sichern. Auf alle Fälle war er total überfordert. Glücklicherweise hat dann ein Bergführer dem Dilemma ein Ende bereitet. Da mir beim anstehen langsam die Finger fast abfroren, bin ich dann vom endlich bestiegenen Gipfelkreuz gleich wieder abgestiegen um mich auf der windgeschützen Ostseite im schon angewärmten Fels aufzuwärmen.
Abstieg mehr oder weniger entlang der Aufstiegsroute zur Hütte, und dann dem nicht endend wollenden Weg zur Seilbahnstation Hannig.
Aufstieg Mischabelhütte - Nadelhorn 3h30
Abstieg zur Hütte 2h30
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