Castor, 4228m und Liskamm, 4527m Überscheitung West - Ost


Publiziert von Montanara , 10. August 2009 um 13:55.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:21 August 2006
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   I 
Zeitbedarf: 2 Tage
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zur Ayashütte via Zermatt - Klein Matterhorn, dann über Breithornpass und Verra - Gletscher weiter zur Hütte.
Unterkunftmöglichkeiten:Ayashütte (Rifugio Guide della Val d`Ayas), 3394m Sellahütte (Capanna Quintino Sella), 3585m Mantovahütte (Rifugio Citta di Mantova), 3440m
Kartennummer:1348 Zermatt, 294 Gressoney

Castor und Liskamm - 2 Berge die wir eigentlich an 2  verschiedenen Tagen überschreiten wollten. Da sich aber der Start wegen schlechtem Wetter um einen Tag verzögerte und wir trotzdem in unserem Monte - Rosa - Zeitplan bleiben wollten, blieb uns nur eins:  Ayashütte - Castor - Liskamm (W - E) - Mantovahütte. Es wurde eine geniale, unvergessliche, aber auch lange und anstrengende Tour bei guten Verhältnissen.

Am Tag zuvor sind wir vom Klein Matterhorn zur Ayashütte gelaufen.

4:45 Uhr ging es los Richtung Castor. Zunächst stapften wir den Verra - Gletscher Richtung Zwillingsjoch hoch. Danach ging es über die Westflanke hoch zum Gipfelgrat des Castor, welchen wir um 8:10 Uhr betraten. Schlagartig begrüsste uns da ein ziemlich heftiger Sturm, der uns in dieser Woche in der Monte Rosa ständig begleitete (mal mehr, mal weniger heftig, aber immer stürmisch). Wir beeilten uns etwas um wieder in windstillere Gefilde zu kommen.....   Kurz vor 9 Uhr waren wir schliesslich im Felikjoch. Hier war der Wind erträglich und wir gönnten uns eine Pause. Die anfängliche Skepsis, ob die Zeit und die Kraft für beide Berge reichen sollte, verflüchtigte sich etwas. Wir lagen gut in der Zeit und waren noch fit. Theoretisch (und natürlich auch praktisch) kann man von hier nun zur Sellahütte absteigen.

Vor uns lag aber nun der Liskamm, was für ein Berg! Weiter gings (wieder mit zunehmendem Wind) über den SW -Grat hoch auf den Westgipfel des Liskamms. Es war kurz nach 11 Uhr und so langsam merkte ich doch, dass ich noch nicht so ganz akklimatisiert war. Die Höhe von fast 4500m merkt man dann doch eben langsam....
In Anbetracht des starken Windes, kurze Diskussion, Überschreitung ja oder nein. Wir entschieden uns dafür, in der Hoffnung, dass der Wind nicht noch stärker wird. Wurde er nicht, und so standen wir 1,5h später am Ostgipfel des Liskamm. Der Verbindungsgrat war überraschend gut machbar, trotz relativ viel Schnee und Wind. Der Abstieg ins Lisjoch gestaltete sich da schon unangenehmer. Steil, schmal und haufenweise Schnee.... Nach 1,5h Zitterspiel, ob denn der jeweilige Tritt, den man da (manchmal in den knietiefen Schnee) setzt, auch hält (gaaaanz langsam belasten) kamen wir schliesslich am Lisjoch an. Pause, erstmal Pause. Hier im Lisjoch wars windstill und die Sonne strahlte von einem wolkenlosen Himmel.
Nach einer ausgiebigen Pause ging es weiter zur Mantovahütte. Dort gab es nur noch eins: Schuhe aus, Rucksack runter, Sonne, Terasse, Füsse hochlegen.....


Tourengänger: Montanara

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