Mittlerer Ramolkogel (3518m)


Publiziert von Bergfrosch , 10. August 2009 um 10:30.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Ötztaler Alpen
Tour Datum: 6 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS-
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Zeitbedarf: 2:30
Aufstieg: 500 m
Abstieg: 500 m
Strecke:Ramolferner - Mittlerer Ramolkogel
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV nach Vent
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV nach Obergurgl
Unterkunftmöglichkeiten:Ramolhaus (DAV Hamburg)
Kartennummer:AV-Karte 30/1

Von Vent folgt man dem gut markierten Pfad zur verfallenen Ramolalm (Vorsicht vor aggressiven Mutterkühen; kein Witz, ich musste flüchten). Von dort ab wird es felsiger und es geht in gemächlicher Steigung dem Ramoljoch (3168m) entgegen. Rechts liegen der Spiegelgletscher und die 3 Spiegelkögel. Am Ramoljoch angekommen steigt man wieder ca. 100 hm. Der gekennzeichnete Weg knickt nun nach rechts ab und führt zum Ramolhaus (3006 m). Biegt man nach links ab, stößt man nach 5 min auf die Gletscherzunge des Ramolferners, wo ich auf ca. 3100 m meinen Biwakplatz eingerichtet habe (in der Wand auf der Nordseite des Ferners löst sich von selbst relativ viel Steinschlag; man muss also genügend Abstand halten).
Nach einer viel zu hellen Vollmondnacht versteckte ich um 5:30 Schlafsack etc. hinter den Felsen, schnallte die Steigeisen an und begann den Ramolferner hinauf zu steigen. Der Gletscher hat nur wenige Spalten, die sich gut umgehen lassen, indem man zunächst mittig hält und im oberen Teil des Ferners eine Rechtskurve läuft. Der Steilaufschwung zum Sattel zwischen Mittlerem und Nördlichem Ramolkogel ist spaltenfrei.
Am Sattel beginnt der NO-Grat des Mittleren Ramolkogels, eine einfache Blockkletterei im ersten Grad. Wenig ausgesetzt geht es schnell den Grat hinauf und man steht auf dem Mittleren Ramolkogel, 3518 m. Der Grat zieht sich nun weiter zum Großen Ramolkogel (3550 m), im Gratverlauf stößt man auf einen Gratturm, den es zu überklettern gilt. Als ich davor stand erschien es mir solo zu riskant und ich kehrte um. Beim Abstieg schaute ich mir den Turm im Profil nochmal an und er erschien weit weniger schwierig als auf den ersten Blick. Da ich aber am gleichen Tag auf den Schalfkogel wollte, lies ich es gut sein und stieg zum Biwakplatz und dann weiter zum Ramolhaus ab.

Bilder folgen in Kürze.

Tourengänger: Bergfrosch


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