Muttler 3293m


Publiziert von bulbiferum Pro , 8. August 2009 um 20:49.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum:27 Juli 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Muttler Gruppe   CH-GR 
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Auto nach Samnaun, Parkplätze hat es am Anfang der Route
Unterkunftmöglichkeiten:Diverse Hotel in Samnaun

Den Muttler hatten Helene und  ich vor ca. 18 Jahren schon mal besucht. Damals im September, hatte es wegen eines Schlechtwettereinbruch im oberen Teil viel Schnee, die Rundumsicht auf dem Gipfel war auch nicht gerade das Gelbe vom Ei und wenn ich mich richtig erinnere wurden wir beim Abstieg auch noch von starkem Regen heimgesucht. So waren wir uns schnell einig, den Gipfel bei diesem schönen Wetter nochmals zu besuchen.
Es war zwar schon acht Uhr, als wir aufbrachen aber ausser ein paar wenigen verschlafen Spaziergängern, die ihre Vierbeiner Gassi führten war niemand zu sehen. Oben auf dem Parkplatz waren zwei Arbeiter damit beschäftigt einen kleinen Bagger auf die Ladebrücke eines Lieferwagens zu bugsieren. Als wir die provisorische Auffahrtrampe betrachteten beschleunigten wir unsere Schritte. Die Sache sah ziemlich haarig aus. Von weiter oben konnten wir dann feststellen, dass die Aktion gut verlaufen war.
Beim Punkt 2330 bogen wir links hinauf zum roten Seeli ab und erreichten via Rossbodenjoch den  schuttigen Nordgrat. Das Rote Seeli ist ein Unikum, welches sich durch seine seltenen Algen rot verfärbt. Am besten sieht man die rote Farbe von ca. Mitte Juli bis ca. Mitte September. Leider war aber von der roten Farbe noch nicht viel zu sehen. Ab dem Joch hat man immer noch rund 550 Hm zu bewältigen bis man auf dem Gipfel steht. Technische Schwierigkeiten gibt es keine und auch die Route ist rotweiss markiert. Nach genau 4 Std. standen wir auf dem Gipfel und genossen den herrlichen Rundumblick. In der Nähe des Gipfels steht unübersehbar eine grosse Fernmeldeinstallation die den einen oder andern stören mag. Aber diese Anlagen braucht es eben auch.
Für den Abstieg wählten im Gegensatz zu den anderen Besuchern die wieder über den Nordgrat abstiegen einen anderen Weg. Wir passierten die Fernmeldeanlage stiegen ein Stück auf dem Südwestgrat ab bis kurz vor dem Punkt 3145. Im oberen Teil hat es ein paar alte nicht vertrauenerweckende Drahtseile. Zur Not kann man sich aber durchaus daran festhalten. Sie sahen übrigens schon vor 18 Jahren so aus. Nun verliessen wir den Grat und rutschten das weiche Geröllfeld hinab, überquerten die Pfadspuren die zur Fuorcla Maisas führten und erreichten bald ein  Schneefeld das weit hinunter reichte. Auf diesem konnten wir bequem weitere ca. 300 Hm vernichten. Der Preis für diesen relativ bequemen Abstieg war dann die Querung über viele ins Geröll eingeschnittene ausgetrocknete Bachrinnen, um auf den Weg bei Punkt 2330 zu kommen. Der restliche Abstieg verlief auf der Aufstiegsroute.
In Samnaun war inzwischen Hochbetrieb. Die Samnauer unter den Lesern mögen es mir verzeihen, aber auf uns wirkte dieser Ort nicht sehr sympathisch. Die Geschäftemacherei an jeder Ecke stiess uns ab und wir verliessen den Ort fluchtartig.
Die ganze Aufstiegsroute war schneefrei und bot keine speziellen Schwierigkeiten. Meiner Meinung nach ist ein T3 gerechtfertigt.
 
Tour mit Helene

Tourengänger: bulbiferum

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