Widderstein 2533 m


Publiziert von alpstein Pro , 28. Juli 2009 um 19:14.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:27 Juli 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 4:15
Aufstieg: 860 m
Abstieg: 860 m
Strecke:Hochtannbergpass - Widdersteinhütte - Widderstein und retour
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bodensee - Au/Lustenau - Dornbirn - Bödele - Bregenzerwaldstraße - Hochtannberg
Unterkunftmöglichkeiten:z.B. Obere Widdersteinhütte, Schröcken und Warth

Kurz und knackig und ohne langen Anmarsch ist die Bergtour, die vom Hochtannbergpass (1676 m) auf den Widderstein (2533 m) führt. Der stolze Felsgipfel ist von weithin sichtbar. Kletterer können sich am Kleinen Widderstein (2238 m) beweisen. Der Bergtourengeher kann den Gipfel des Großen Widdersteins über die felsige Rinne von der Südseite aus erklimmen. 
 

Vom Parkplatz bei der Bushaltestelle geht man über die Straße zur Unteren Widdersteinhütte und dann stetig über Almweiden aufwärts. Das Panorama, dann sich uns bot, wurde mit jedem Schritt besser. Wie es auf dem Wegweiser stand, sind wir nach 45 Minuten bereits an der Oberen Widdersteinhütte (2009 m) angekommen. 
 

In westlicher Richtung ging es dann zuerst relativ flach weiter, bis wir  an den Abzweig zum weiss-blau-weiss markierten Steig kamen. „Nur für Geübte“ stand auf dem Schild. Dieser Hinweis hat auch durchaus seine Berechtigung, weil es fortan ca. 450 HM über Fels, mit zum Teil lose herumliegenden Steinen, aufwärts geht. Die Ausgesetztheit der Route ist zwar nicht das Problem, aber Trittsicherheit über die meist weglosen Felsstufen hinweg ist ein absolutes Muss. In meinem älteren Alpenvereinsführer wird von mehreren tödlichen Unfällen berichtet. Vor etlichen Jahren musste ich im Frühjahr, es lag noch viel Schnee in der Felsrinne, wegen fehlender Steigeisen und Pickel umkehren.

 Häufig unter Gebrauch der Hände, geht es ca. 1 Stunde in der Felsrinne aufwärts, bis man am Grat ankommt über den man in östlicher Richtung dann das Gipfelkreuz erreicht. Mit einem sympathischen Paar aus dem Allgäu, dass sich uns am Einstieg in die Rinne angeschlossen hatte, standen wir nach 2 Std. 5 Min. am Gipfel.
 

Das Gipfelpanorama war vom Feinsten, was wir bisher gesehen haben. Von der Zugspitze über die Wildspitze, die Silvretta und den Tödi reichte der Blick bis zu vergletscherten Gipfel in den Berner Hochalpen. Das unter www.udeuschle.de (Danke Gero für den Tipp) erzeugte Panorama bestätigte uns, dass sich das Finsteraarhorn und das Schreckhorn unter den Gipfeln befanden, die mit dem Fernglas am Horizont auszumachen waren. Im Norden schweifte der Blick über das Kleinwalsertal hinaus und im Westen über den Bodensee bis nach Konstanz . Solche Wetter- und Sichtverhältnisse wünscht man sich öfter. 
 

Der Abstieg ging dann über die Aufstiegsroute zurück. Dabei wunderten wir uns wie schon manchmal, dass es auch noch Tourengeher gibt, die in der Mittagshitze zum Gipfel aufbrechen. Unter einem großen Sonnenschirm an der Widdersteinhütte verweilten wir noch einige Zeit, bis wir dann die letzten 350 HM zur Passstraße abstiegen. Mit den beiden Touren auf den Biberkopf und den Widderstein wurden wir für das suboptimale Wetter bei den letzten Touren entschädigt.

 

 


Tourengänger: alpstein, Esther58

Galerie


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