Toggenburger Hundstein (1903m) und Gir (2168m)


Publiziert von Alpin_Rise Pro , 24. Juli 2009 um 14:36.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:20 Juli 2009
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Alpstein 
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1600 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Lisighaus
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Unterwasser

Für diese Tour gilt das selbe wie am Montag zuvor: selten begangene, aber nicht minder lohnende Ziele im Alpstein.
Den Hundstein über dem Fählensee kennen viele, hinauf führen ein spannende Route von Norden und ein blau-weiss markierter Weg von Süden. Dass es im Alpstein einen zweiten Hundstein gibt, wissen die wenigsten. Auf Wildwechseln ist der Toggenburger Hundstein nicht schwierig zu besteigen, steht aber im Schatten des Säntis - und ist darum selten begangen. Genau so geht es dem Gir: der spektakuläre Schichtkopf ist für sich alleine ein eindrückliches Ziel,  in der Säntis Südwestflanke wirkt der Gipfel ein wenig verloren.


Zwei Trabanten des Säntis, an welchen Einsamkeit garantiert ist

Zur Abwechslung mal von Lisighaus über Dreihütten oberhalb der Thurwies passierend zur Alp Wis. Auf Wegspuren und durch kräftige Vegetation unter die Südwand des Toggenburger Hundstein. Am Wandfuss auf Wegspuren linkshaltend aufsteigen bis in den Sattel beim Vorgipfel P. 1784. Von dort am schönsten über den SE-Grat, eine wahre Freude für jeden Voralpengänger: ausgesetzt und fester Fels (T5, I). Die zweite Variante ist etwas leichter und führt auf einem breiten Band über die Südwand und durch die grasige Flanke zum Gipfel.

Aufstiege zum Gir hat Delta hier bestens beschrieben. Der Querausstieg dünkte mich ein Spürchen einfacher, Wildwechsel weisen den Weg (T5+). Die Route "übers Band" ist eindrücklich (T6-), die schwierigsten Stellen gerade beim Einstieg auf den Kamm.
Vom Querausstieg kann leicht auf den Kamm auf zum Säntis aufgestiegen werden. Ich verzichtete auf einen Versuch da a) der Neuschnee vom Wochenende ab 2200m liegen geblieben war und darum das Gelände nass und b) Kollege Ossi an einem Vorpreschen meinerseits gar keine Freude hätte. Die Verbindung zum Säntis ist also noch auszukundschaften und sieht machbar aus.
Abstieg über markierte Wanderwege in die Thurwies. Unabsichtlich durch eine Lamaweide bei Laui und weiter an den sehenswerten Thurfällen vorbei nach Unterwasser.


Tourengänger: Alpin_Rise

Galerie


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Kommentare (4)


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Bolivar hat gesagt: spannender Bericht !
Gesendet am 24. Juli 2009 um 17:02
Einmal mehr ein weiterer spannender Bericht von weniger besuchten Gipfeln im Alpstein. Gratuliere.
Übrigens auch in Österreich bei Zell am See (BL Salzburg) soll es noch ein weiterer Hundstein geben! ;-)
Auch Gir gibt's noch mehrere, heisst nicht ein Gipfel auf dem Lisengrat auch so, weisst Du das?

Grues Bolivar

Alpin_Rise Pro hat gesagt: RE:spannender Bericht !
Gesendet am 25. Juli 2009 um 01:39
Danke. Ja, im Alpstein gibts noch die eine oder andere unbekannte Perle, hikr-"Neuland" sind z.B. Hochhus und Hüser...
Wär mir nicht bekannt, dass ein Gipfel auf dem Lisengrat "Gir" heisst, mal auf der LK nicht... schon möglich, dass er von Einheimischen so genannt wird.
G, Rise

ossi hat gesagt: Der Rise, der weiss!
Gesendet am 24. Juli 2009 um 22:25
Hoi Rise. Habe jemanden gefunden, der den Ausstieg auf den Säntis kennt. Angeblich steigt man genau da aus, wo die Säntisgondel ins Gebäude einfährt: Man muss also warten, bis die Gondel unterwegs ist und kann dann über eine Leiter aussteigen.

Alpin_Rise Pro hat gesagt: ossinformiert
Gesendet am 25. Juli 2009 um 01:02
Den Ausstieg hab ich studiert beim letzten Säntisbesuch, wenn man bei der Bahn ins Gebäude kommt, kein Problem. Die letzte Stufe wird nordseitig bei den Versorgungsinfrastrutkuren überwunden ("Klettersteig" zur Wartung).
Eine Steilstufe unten konnte ich nicht einsehen, bei trockenen Verhältnissen sollte die Sache aber machbar sein. Vorschlag: Klettern am Silberplatten und dann Ausstieg über Gir zum Säntis?
G, Rise


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