Piz Muragl (3157m)


Publiziert von Gansner , 12. Juli 2009 um 18:19. Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:11 Juli 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 1500 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Fahrt mit der Standseilbahn ab Punt Muragl.

Dieser Tag war perfekt bis auf eine ärgerliche Angelegenheit während des Abstiegs.
Aber zuerst einmal von Anfang an. Während meines Ferienaufenthaltes im Oberengadin wurde ich von meinen Wanderfreunden Cromer und Fips besucht, um einen 3000-er zu bezwingen. Bis zuletzt war unklar welcher es denn sein wird. Als temporärer Engadiner war ich mit der Bestimmung beauftragt. Meine Wahl fiel auf den Piz Muragl. Verzweifelt suchte ich nach Berichten, fand aber bloss eine kurze Beschreibung einer Sommerbegehung von Delta. Entweder hat sich wirklich noch niemand dahin verlaufen, oder dieser Berg konnte noch niemanden dazu bewegen einen Bericht darüber zu schreiben. Darum jetzt endlich ein paar Impressionen von meiner Seite über diesen attraktiven Berg. Als Startpunkt wählten wir Muottas Muragl, von wo wir zügig Richtung Laj Muragl schritten. Ein wunderschöner See in welchem wir manche Fische ausmachen konnten. Hobbyfischer Cromer ärgerte sich, dass er seine Rute nicht griffbereit hatte. Weiter führte der „Weg“ rechts am See vorbei Richtung Piz Clüx. Plötzlich tauchte ein Mann aus dem nichts auf und lief mit zwei Eimern Richtung See. Nach kurzer Zeit löste sich das Rätsel. Ein kaum sichtbares Steinhaus (leider kein Foto gemacht) steht mitten in dieser Einsamkeit auf 2750m.ü.M. Zwei Weinflaschen zeugten von einer angenehmen Nacht. Ein kurzer Schwatz mit dem zweiten Bewohner dieser Unterkunft brachte leider keine hilfreichen Informationen zur Besteigung. Trotzdem liessen wir uns nicht entmutigen und folgten den Schneefeldern linksseitig des Talkessels. Der obere Teil war recht steil, weshalb wir die Steigeisen montierten. Genüsslich aber mit erhöhter Atemfrequenz stiegen wir auf direktem Weg hoch zum Gletscher. Dieser ist in der Mitte mit einer grossen Spalte versehen, welche wir weiträumig rechts im unteren Teil des Gletschers umgangen haben. Die restlichen 150 Hm waren nochmals hart aber ohne Schwierigkeit zu bewältigen.
Der Gipfel hat leider nur ein kümmerliches Kreuz, was diesen Namen gar nicht verdient. Egal, die Aussicht ist herrlich auf den Festsaal der Ostalpen. Mit dem Fernglas sind mehrere Tourengruppen am Piz Palü zu erkennen. Auch der nahe liegende Piz Languard sieht von hier sehr beeindruckend und attraktiv aus. Das Wetter verschlechtert sich allmählich, weshalb wir uns für den Abstieg bereit machten. Ohne Eintrag in das nicht vorhandene Gipfelbuch, stiegen wir zuerst auf der gleichen Route ab, bevor wir auf ca. 3080m.ü.M. rechts durch ein Couloir Richtung Steinbockweg teilweise auf Schneefeldern und Geröll „abrutschten“. Der Abstieg ist durch viele Steinwildspuren gut erkennbar und gut zu begehen (T4). Am Weg angekommen folgten wir diesem bis zur Chamanna Segantini. Es ist ja gut, gut informiert zu sein. Die Beschilderungen über das was man darf, oder das was man besser unterlassen sollte, übersteigt bei dieser Hütte ein gesundes Mass. Dass ein Hund jede vorbeigehende Person unberechenbar anbellt, wird dann aber toleriert. Giovanni Segantini hätte keine Freude daran gehabt. Nicht desto trotz ist das ein herrlicher Ort mit einer fantastischen Aussicht und freundlicher Bedienung. Nach einer kurzen Verpflegung, steigen wir ab ins Val Muragl nach Margun und weiter über Tegia Muragl auf der rechten Talseite bis zum Punkt 1828, wo wir den Ova da Muragl überqueren. Punt Muragl ist nach ein paar letzten schmerzlichen Metern erreicht. Gezeichnet nach 6 ½ -stündiger Wanderung (inkl. Pausen) besteigen wir das Auto und machen uns auf an das Bündner-Glarner Schwingfest in Silvaplana und bestreiten unseren „Schlussgang“….. na dann Prost!
Oh, beinahe habe ich es vergessen! Die ärgerliche Angelegenheit nämlich passierte beim Abstieg im oberen Teil. Mein Garmin 60CSx ist mir aus meiner Halterung gefallen,
leider unbemerkt bis auf ca. 2800m.ü.M. Da noch ein langer Weg vor uns war und die Sucharbeit sehr langwierig werden könnte beschloss ich weiter zu gehen und nächste Woche die Route zu wiederholen um das Gerät zu suchen. Fals jemand das Gerät finden sollte in der Zwischenzeit, wäre ich dankbar für eine Meldung. Ein Finderlohn von 150Fr. ist gesichert.
Im Anhang ist der Bereich markiert wo das Gerät liegen könnte.
Nachtrag vom 14.07.2009:
Bin heute von der Alp Languard her die Route abgelaufen bis zum Fundort.
Auf 3000m.ü.M. habe ich den GPS tatsächlich wieder gefunden.
Sorry wegen dem Finderlohn, den bekomm jetzt halt ich! Grins
 

Tourengänger: Gansner

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