Monte Orsiera


Publiziert von akka , 18. Juli 2009 um 10:03.

Region: Welt » Italien » Piemont
Tour Datum: 6 Juli 2009
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Saret del Campo 2069m - Berg. a del Ciardonnet 2365m - Lago del Ciardonnet 2558 - Punta Orsiera Sud 287´8m - Rif. Selleries 2045m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Depot (Fenestrelle) - Forte Valli - Saret del Campo
Kartennummer:Parco Naturale Orsiera 1:25000

Südlich von Susa liegt der Parco Natural Orsiera. Höchster Gipfel dieser Gebirgsgruppe ist der Monte Orsiera.
Obwohl kein Dreitausender ist dieser Berg wegen seiner "zentralen Lage" ein absolutes Highlight als Aussichtsberg in den Cottischen Alpen. Im Sommer gibt es hier abendlich sehr häufig Gewitter mit beträchtlichen Regenmengen. Das Landschaftsbild präsentiert sich deshalb in ausserordentlich vielen Grüntönen.

Aus logistischenGründen starten wir in Saret del Campo auf 2069m. Dieser Punkt ist mit PW anfahrbar (Piste, auf der Karte ausgewiesene Parkmöglichkeit) und befindet sich ca. 1,5km westlich des Rif. Selleries.
Auf dem Weg "336"  wandern wir nach Nordosten zur Alm Ciardonnet auf 2365m und dann weiter nach Norden zum Lago del Ciardonnet auf 2558m. Am linken Seeufer führt eine blaumarkierte Route "27" zunächst über Geröll und Blöcke nach Westen zu einem steilen Couloir. Dieses ist mit feinem Schutt durchsetzt. Man begeht es am besten am rechten Ufer (T4). Zuoberst hatte es zentral noch eine sehr steile Schneewechte, der wir rechts gut durch einen kleinen felsigen Kamin ausweichen konnten. Auf 2840m ist dann die Scharte erreicht, die den Nord- und den Südgipfel trennt. Zum Nordgipfel sind Markierungen zu erkennen (T5).
Reizvoller dünkte der wilde Südgipfel, der acht Meter niedriger ist, aber über eine Felsstufe erklommen werden musste. Diese Kletterei ist technisch nicht schwierig (I), wenn man die Verschneidungen im zickzack nutzt, aber sehr ausgesetzt. Vor allem beim Absteigen ist Vorsicht geboten, da der ideale Durchschlupf von oben sehr unübersichtlich ist. Gedenktafeln mahnen zur Vorsicht. Im Nachhinein stellte sich heraus, das ein Umgehen dieser Felsstufe vom Pass aus gesehen rechts deutlich einfacher gewesen wäre.

Am Gipfel hatte es dann leider schon dichte Wolken, so das von der erhofften Aussicht nicht viel zu sehen war. Wir stiegen auf gleichem Weg zurück bis zum Lago del Ciardonnet und hielten uns dann Richtung Rifugio Selleries, wo wir übernachteten. Eine super geführte Hütte, mit ausserordentlich guter Küche. Das Viergangmenü zum Nachtessen eine Sensation. Unter der Woche hat es kaum Gäste, am Wochenende vermutlich ausgebucht.


 

Tourengänger: akka

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