Hörnli: Klassische Westwand Variante


Publiziert von ossi , 13. Juli 2009 um 08:37.

Region: Welt » Schweiz » Zürich
Tour Datum: 7 Juli 2009
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Zürcher Oberland   CH-ZH 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 800 m
Abstieg: 800 m
Strecke:Steg-Hörnli-Bärtobel-Heiletsegg-Westwand Sporn-Hörnli-Steg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:S26 ab Winterthur
Kartennummer:1:25000 Hörnli

Die echte, vernünftige und gut begehbare Variante zum klassischen Westwand Aufstieg aufs Hörnli!

Unter dem Hörnligubelweg zieht ein Felsband quer durch die Hörnli Westwand. Schon längst wollte ich unterhalb der Felsen die Wand queren in der Hoffnung, den klassischen Westwand Sporn zu erreichen und endlich mal eine Tösstaltour zu begehen, die einigermassen Sinn macht und welche auch zur Begehung empfohlen werden kann.

Als warm up stieg ich von Steg auf dem Normalweg aufs Hörnli, um dann über die klassische Westwand Route ins Bärtobel abzusteigen. Im Nideltobel angekommen -gleich nach dem man aus dem Wald hinaustritt und die Zivilisation erblickt- bin ich auch gleich umgekehrt, um über einen bewaldeten Sporn die Heiletsegg zu ersteigen.

Klassische Westwand Variante: Von der Heiletsegg folgt man einem Strässchen ostwärts Richtung Hörnli Westwand. Der Weg verengt sich bald und führt als Singletrail immer näher an die Wand heran; schöne Ausblicke in die Gipfelwand sind garantiert. Ganz sachte wird der Wanderer an die Hörnliflühe herangeführt: Zuerst T1, dann langsam überführend in ein T3, windet sich die Pfadspur durch den Wald. Linkerhand tauchen die ersten Felsen und Sporne auf, bis man plötzlich den geheimnisvollen Ort erreicht, wo der Bärtobel Bach entspringt. Hier sind denn auch die schwierigsten Stellen -einige ganz kurze T4 Stellen- zu meistern. Die Querung führt weiter durch Wald, bis man die Trittspuren am Westwand Sporn erreicht, denen man bis zum Hörnligubelweg und darüber hinaus übers Gipfelbuch zum Komposthaufen unter der Beiz folgt.

Die hier beschriebene Variante ist einfach zu begehen, wegen ihrer Einsamkeit weht aber ein Hauch Ernsthaftigkeit mit. Diese landschaftlich sehr schöne Zustiegsroute zum Westwand Sporn lohnt sich vor allem dann, wenn man das Hörnli von Sternenberg oder Gfell aus besteigen und dabei diese urtümliche Landschaft erleben möchte.

Gipfelbuch: An dieser Stelle allen herzlichen Dank für ihre wohlwollenden Einträge. Beim Lesen wird die Freude offensichtlich, die diese Route bereitet. Die Route selbst ist dank der vielen Spuren nun wesentlich einfacher geworden, was der Schönheit dennoch keinen Abbruch tut. Interessant übrigens, dass nun Wegspuren am Gipfelbuch vorbei über einen kleinen Wurzelabsatz auf den Sporn zurückführen: Eine einleuchtende Variante, der Originalaufstieg führte einst aber rechts herum und früher schon auf den Sporn hinauf.

das ewig offene Projekt: Seit ich diese Wand kenne, suche ich nach einem direkten Durchschlupf gerade hoch bis knallhart unter die Mitte des Zauns, der Wanderer beim Hörnlirestaurant vor einem Sturz ins Leere bewahrt. Mit den Ausstiegen aus der "Gesuchte Wege" und der "Via Kohlrabi" kam ich der Sache bisher am Nächsten, aber so ganz direkt ist die Linie noch nicht. Vermutlich ist da auch nichts zu machen, jedenfalls nicht ohne Steigeisen und Sicherungspartner.....wohl une mission impossible...?

Tour im Alleingang

Tourengänger: ossi

Galerie


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