Ein Berg namens Drunengalm (Drunegalm)


Publiziert von Steinadler , 6. Juli 2009 um 20:29.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Simmental
Tour Datum: 5 Juli 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Niesenkette   CH-BE 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1518 m
Abstieg: 1799 m
Strecke:Bächlen - Drunengalm - Oey
Zufahrt zum Ausgangspunkt:SBB: Oey-Diemtigen Station Auto: Autobahn Richtung Zweisimmen Wimmis
Kartennummer:1227 Niesen 1:25000

Durch das Fromberghorn vom Kiesen getrennt gehört der Drunengalm zu den herausragenden Mitgliedern der Niesenkette. Mit dem etwas seltsamen Namen dieses Berges hat es ein besonderes Bewandtnis. Drunen bedeutet Drachen. Zu früheren Zeiten glaubten die Menschen dass dieser Berg von Drachen bewohnt war und eben jene Geschöpfe für unzählige Naturkatastrophen verantwortlich seien.

Wir starten unsere Tour am Morgen von Bächle (890 M.ü.M) aus. Der Weg folgt kurz der Strasse entlang, bevor er dann links weg zieht und sich steil durch den Wald schlängelt. Der Weg ist teilweise mit Gras und anderen Pflanzen überwuchert, trotzdem ist die Wegführung klar ersichtlich. Immer wieder passieren wir kleine Alpställe die von alten und wortkargen Bauern betrieben werden. Beinahe auf der "Undere Drune" angelangt macht uns ein doch noch freundlicher Bauer auf den weiterverlauf des Weges direkt zur "obere Drune" aufmerksam. Einfachso oder auf der Karte ist dies nicht ersichtlich und mann kann mit dieser "Abkürzung" den Gang zur "undere Drune" umgehen.

Auf der "Obere Drune" angekommen passieren wir eine Kuhweide; die Kühe sind mir seit meiner begegnung mit einem Berner Oberländer Stier nicht mehr geheuer und so verschnellert sich unser Schritt. Der Weg verläuft nun wieder über Wiesen mit hohem Gras im Zick Zack richtung Grat. Teilweise lässt man sich von den Trampelpfaden der Kühe zum falsch gehen verleiten, der Weg ist jedoch stellenweise Markiert. Die letzte Stallung ist erreicht und der Weg zieht geradewegs steil nach oben zum Drunengalm. So hat man es zumindest das Gefühl, denn diese Erhebung, die man nach dem kurzen Blockfeld erreicht ist nicht der Gipfel auch wenn der Wegweiser diesen als solchen bezeichnet. Ein Blick auf die Karte bringt Gewissheit und so sind wir denn auch gewillt die letzten 200 Meter zum Gipfelsieg zu erklimmen.

Die Aussicht ist leider wie so oft in letzter Zeit durch zähe Nebelschwaden getrübt. Immerhin sieht man auf der Aufstiegsseite in wunderschönem Blau den Thunersee, es könnte also schlimmer sein. Nach einem kurzen Mittagessen in Gipfelnähe machen wir uns an den steilen und Knie zermürbenden Abstieg nach Oey.

Fazit:
  • schöne, einfache und wenig begangene Sonntagstour
  • bei gutem Wetter geniale Aussicht
  • bei nassem Gras ist gutes Schuhwerk empfehlenswert

Tourengänger: Domenic, Steinadler

Galerie


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