Pizzas d'Anarosa 3002 m


Published by StefanP , 13 August 2019, 21h37.

Region: World » Switzerland » Grisons » Hinterrhein
Date of the hike: 8 August 2019
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 9:00
Height gain: 1140 m 3739 ft.
Height loss: 1140 m 3739 ft.
Route:9 km
Access to start point:Zillis - Mathon - Dumagns - Tguma Parkplatz
Maps:1235 Andeer

Zelten am Lai Grand und 2 Bergtouren, das war unser Vorhaben vom 8. + 9. August. 2019. Zelten am Lai Grand wird vom Naturpark nicht gerne gesehen, aber geduldet. Der See liegt knapp ausserhalb der Beverin-Wildruhezone, jedoch innerhalb des Perimeter’s vom Naturpark Beverin. Ruhe und sauberes Hinterlassen ist Ehrensache. Ein geeigneter Zeltplatz zu finden im steinigen unwegsamen Gebiet ist gar nicht so einfach… Was sich in der Region besser eignet, ist die Übernachtung auf der vom See ca. 30 Minuten entfernt liegenden Alp Nurdagn, das stellten wir aber erst später fest. Dort gibt es saubere Sanitäranlagen mit WC (!) und 25 Schlafplätze. Wir buchten dort das 3-Gang Abendessen, was wirklich fein war. Weitere Infos auf www.alpnurdagn.ch
Wir starteten also um ca. 10.30 Uhr für die Anarosa-Tour. Eigentlich viel zu spät, da aber schönes, trockenes Wetter angesagt war, durfte es auch etwas später werden. Auf der Farcletta digl Lai Grand staunten wir nicht schlecht, als wir die schöne Box fanden mit der Steinwildliteratur und dem echten Steinwildhorn. Der Platz eignet sich auch um Beobachtungen zu machen. Ein selber mitgeführtes Fernglas ist dabei sicher hilfreich. Weiter unten Richtung Alperschällilücke gibt es einen speziellen Beobachtungspunkt, der sogar mit einem stationären Fernglas ausgerüstet ist.

Wir sahen von Auge nur einen einzigen Steinbock, am Fuss des Schwarzhornes. Das änderte sich schlagartig - im wahrsten Sinne des Wortes - als wir uns im Anarosa Normalroute – Aufstiegs-Couloir befanden. Im offenen Teil des Couloirs unterhalb des Felsenfenster’s hielt sich ein ganzes Rudel Steinböcke auf. Diese lösten auch ein paar gefährliche Steine aus, welche uns im Couloir um die Ohren flogen. Glücklicherweise ohne Treffer. Weiter oben waren wir erstaunt wie gemächlich sich die Tiere bewegten und wie unsere Anwesenheit sie offenbar nicht wirklich störte.  

Route:
Alp Curtginatsch – Farcletta digl Lai Grand T2 1 ½ Std.
Auf dem Wanderweg via Lai Grand zur Farcletta aufsteigend

Farcletta digl Lai Grand – Einstieg Geröllfeld T2 ½ Std.
Abstieg auf etwa 2450 m dem Wanderweg nach, nach der Gabelung Safiental oder Alperschällilücke Richtung Alperschällilücke bis ins grobe Geröll.

Ab Wanderweg – Ausstieg Couloir T5 1 ½ Std.
Das steile Geröllfeld hoch, teilweise sehr rutschig bis zum Einstieg der Rinne ca. ½ Std. durch die Rinne hoch. Ein Engnis überklettern II, breiter Teil de Couloirs bis zur zweiten Kletterstelle II, ein paar Meter hoch, dann rechts den seichten Graben hoch, links über das Band, das rechte Couloir zum Ausstieg auf das Geröllfeld.
Da sehr viel loses Gestein überall liegt kann teilweise nur 1 Person die Passagen begehen, da er sonst den Nachsteiger durch Steine gefährden würde, daher die lange Zeit für die kurze Strecke. Zudem führten wir unseren Gast am Seil, was zusätzlich noch Zeit in Anspruch nahm.

Ausstieg Couloir – Gipfel T4 ½ Std.
Über das zuerst feine, sanfte Geröllfeld zum vorgesetzten Gipfelsteinmann, dann über relativ grobes Geröll zum Gipfel. Der Tritt auf den grossen Stein wo sich der Gipfelsteinmann befindet ist die kurze Stelle ausgesetzt.

Rückweg zum Lai Grand auf dem gleichen Weg 3 Std.
Vom Gipfel bis zum Ende des Geröllfeldes brauchten wir auch 1 ½ Std. da wie im Aufstieg vielfach nur eine Person die Passagen durchsteigen kann.

Hinweis zu Wasserquellen:
Der Bach, welcher von der Farcletta digl Lai Grand runter fliesst ist die letzte Wasserquelle, auf der Alperschällilücke führt der Bach auch erst auf ca. 2500 m wieder sauberes Wasser.
Ab dem Geröllfeld findet sich auf dieser Normalroute kein Wasser mehr.

Fazit:
Immer wieder faszinierend die Wildheit und die zerklüfteten Felstürme der Pizzas d’Anarosa, die meine Speicherkarte der Fotokamera fast an den Anschlag bringt ;-)

Hike partners: StefanP


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