Piz Lunghin (2780 m.ü.M.)


Publiziert von engadiner , 30. Juni 2009 um 20:08.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:19 Juli 2008
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 979 m
Abstieg: 1322 m
Strecke:Maloja (Cadlägh) - Lägh dal Lunghin - Pass Lunghin - Piz Lunghin - Pass Lunghin - Septimerpass - Val Maroz - Casaccia
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW. Gratis Parkplätze bei Maloja - Cadlägh direkt an der Hauptstrasse.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Postauto (Linie 4) fährt alle 2h ab Casaccia Richtung Maloja.
Kartennummer:1276 Val Bregaglia

Wir starten beim Parkplatz in Maloja - Cadlägh (1801 m.ü.M.), wo ein kleiner Pfad praktisch vom Seeufer direkt ins karge Wäldchen und Richtung Plan di Zoch hinaufführt. Die Waldgrenze ist schnell passiert und der gemütliche Weg zieht, teils in Serpentinen, teils geradeaus, mal steiler, mal flacher bis zum Lägh dal Lunghin (2484 m.ü.M.) hinauf. Schon kurz unterhalb des Sees bemerken wir eine Ziegenherde, die sich, wohl in der Meinung wir seien die Hirten, als wir durchkommen schön geordnet in Bewegung setzt und uns dann auf Schritt und Tritt in Einerkolonne zum See hinauf folgt. Als wir kurz rasten, stecken sie, angeführt von einem prächtigen Bock, ihre Nasen neugierig in unsere Rucksäcke... Wir fühlen uns wie in einem Heidi-Film!
Nach kurzer Zeit marschieren wir, teils über feste Schneefelder weiter Richtung Pass Lunghin (2645 m.ü.M.). Einige Ziegen folgen uns hartnäckig! Kurz vor der Passhöhe queren wir nach links auf den weiss-blau-weiss markierten Weg, der über Geröll zum Piz Lunghin (2780 m.ü.M.) hinaufführt. Unterwegs bieten sich am Gipfelgrat beeindruckende Tiefblicke ins Bergell hinunter. Für die Ziegen sind die zu überwindenden Felsblöcke bald zu hoch und endlich können wir sie "abschütteln".
Als wir oben am Gipfel ankommen erwartet uns ein phänomenaler Blick über die Oberengadiner Seenplatte! Einfach herrlich! Die Fahrzeuge auf dem Malojapass mit seinen markanten Kehren erscheinen wie Spielzeuge und gegen Südwesten sehen wir ins tief unten gelegene Bergell hinab. Der Albigna-Stausee und die Bergeller-Granit-Prominenz grüssen ebenso majestätisch wie die allgegenwärtige Bernina-Kette im Osten. Che bellezza!!
Nach einer guten "Marenda" auf dem Gipfel und einem kräftigen Schluck aus dem Flachmann machen wir uns an den Abstieg. Beim Pass Lunghin (2645 m.ü.M.) passieren wir den Hauptwasserscheidepunkt, welcher das Wasser über den Inn (via Donau) ins Schwarze Meer, über die Maira (via Po) ins Mittelmeer und über die Gelgia (via Rhein) in die Nordsee schickt. Beeindruckend!
Weiter geht's über relativ flaches Grasland dem Septimerpass (2300 m.ü.M.) entgegen. Den Hügel bei Pt. 2363 umgehen wir links. Bei der Passhöhe könnten wir in Richtung Norden nach Bivio im Oberhalbstein oder gegen Westen bis Juf im Avers wandern. Wir wenden uns nach Süden und folgen dem Passsträsschen, welches die Aua da Sett mehrmals (z.T. mit schönen, 'romantischen' Steinbrücken!) überkreuzt. Dass wir uns auf einem antiken Römerweg befinden, lassen gewisse Wegbefestigungen manchmal erahnen.
Der Pfad wird dann nochmals etwas steiler und zieht schliesslich in ein paar Kehren ins Val Maroz hinunter. Hier halten wir uns links und folgen den Wegweisern bis nach Casaccia (1458 m.ü.M.).
Das wohlverdiente Bier gibt's bei herrlichem Sonnenschein und reichlich Glücksgefühlen in einer idyllischen Bergeller-Innenhof-Terrasse. Viva!!

Tourengänger: engadiner

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