Rigi-Hochflue 1699 m


Publiziert von alpstein Pro , 28. Juni 2009 um 18:27.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:28 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Rigigebiet   CH-SZ 
Zeitbedarf: 5:15
Aufstieg: 1260 m
Abstieg: 1260 m
Strecke:Brunnen - Tal - Alp Egg - Ameisenhöreligrat - Hochflue - Zilistock - Ochsenalp - Fönenbergen - Gersau
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bodensee - Winterthur - ZH-Westumfahrung - Affoltern a.A. - Brunnen; geparkt am Stadion Brunnen 6 SFR für 7 Std.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Gersau mit Schiff nach Brunnen
Kartennummer:map.wanderland.ch und SAC-Führer Zentralschweizer Voralpen

Eine spannende Tour auf die Rigi-Hochflue (1699 m) liegt hinter uns. Die Berichte anderer Hikr haben nicht zu viel versprochen. Die Nässe durch die letzten Regenfälle tat noch das ihrige dazu. Und wenn für den Gratweg bei Nässe besondere Vorsicht empfohlen wird, dann hat das seine Berechtigung.

 

Ausgangspunkt war die Talstation der Urmibergbahn (436 m).  Wir folgten dem Wegweiser Bärfallen. Meist im Wald ging es stetig aufwärts. Kurz vor Bärfallen nahmen wir dann den Weg durchs „Tal“. Ziemlich schmierig war es, aber mit Hilfe der Stöcke kamen wir gut vorwärts und standen nach 1 Std. 50 oben an der Alp Egg (1288 m).

 

Nun ging es auf dem weiss-blau-weiss markierten Weg weiter. Es folgte gleich mal eine kurze Kraxelei, wo Wurzeln hervorragende Griffmöglichkeiten boten. Jeweils auf der Nordseite war der Pfad noch nass und manche Passagen waren mit der Situation auf Altschneefeldern im Frühsommer zu vergleichen, aber mit der entsprechenden Vorsicht kamen wir ohne Probleme vorwärts. An manchen Stellen waren wir über die Drahtseile froh und im Kamin ganz oben auch über die Tritte. Ohne diese Hilfe wäre es bei dem nassen Fels ziemlich heikel geworden. Von der Ausgesetztheit bekommt man wegen der starken Vegetation kaum was mit. Vom Ausstieg des Kamins bis zum Gipfel der Hochflue befanden wir uns dann wieder auf normalem Gehgelände. Nach 3 Std. 10 Minuten standen wir am Gipfelkreuz. Leider hatten sich mittlerweile Quellwolken gebildet. Mit einer Gipfelschau wurde es daher nichts, aber runter auf den See und zur Rigi rüber reichte die Sicht.
 

Statt über die Leiter wählten wir auf Empfehlung eines Ortskundigen den Abstieg über die Alp Zilistock. Der weiss-blau-weiss markierte Weg führte zunächst über plattigen Fels, wo Drahtseile den Abstieg erleichterten. Ab der Alp Zilistock ging es weiss-rot-weiss erst mal durch eine Sumpfwiese und dann durch den Wald runter zur Ochsenalp und dann über Fönenbergen nach Gersau (435 m). Zwanzig Minuten später saßen wir auf dem Schiff, das uns nach Brunnen zurückbrachte.
 

Es war ein wirklich gelungener Tag. Die Tour war für unsere Verhältnisse recht anspruchsvoll, wozu die Nässe ihren Teil dazu beitrug. Da der Ameisenhöreligrat dem Grätli am Kleinen Mythen nach meinem Dafürhalten bei nassen Verhältnissen in nichts nachsteht, halte ich eine Bewertung mit T5 für gerechtfertigt. Erwähnen möchte ich noch, dass wir bis zum Gipfel nur einem Bergwanderer und insgesamt höchstens einem Dutzend begegnet sind.


Tourengänger: alpstein, Esther58

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