Dollberg (695 m) - höchster Berg des Saarlands


Publiziert von ju_wi , 27. Juni 2009 um 09:40.

Region: Welt » Deutschland » Westliche Mittelgebirge » Hunsrück
Tour Datum:20 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 300 m
Abstieg: 300 m
Strecke:16,4 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto zum Parkplatz am Sportplatz von Züsch
Kartennummer:Naturparkkarte Saar-Hunsrück

Halbtageswanderung zum HÖCHSTEN BERG DES BUNDESLANDES SAARLAND, dem Dollberg (695 m) im Hunsrück. Vom Landeshöhepunkt ist das Saarland damit an 10. Stelle der 16 Deutschen Bundesländer. Der Dollberg ist ein bewaldeter Berg im Höhenzug der Dollberge, einem südöstlichen Rücken des Schwarzwälder Hochwaldes, der wiederum zum Hunsrück (Nein, nicht zum Schwarzwald - der grenzt nun wirklich nicht ans Saarland) gehört. Der Schwarzwälder Hochwald im südwestlichen Hunsrück ist übrigens auch dessen höchster Teil und umfasst den nur 12 km Luftlinie vom Dollberg entfernten Erbeskopf (813 m), den höchsten Berg des Hunsrücks und ganz Rheinland-Pfalz. Der Gipfel des Dollbergs liegt auf der Landesgrenze Saarland - Rheinland-Pfalz, die im westlichen Teil der Dollberge auf deren Grat verläuft. Der höchste Berg der Dollberge, ist übrigens nicht der Dollberg, sondern der 12 m höhere Friedrichskopf (707 m), den wir bei unserer Wandertour auch besucht haben, der jedoch komplett in Rheinland-Pfalz liegt. Häufig findet man übrigens - besonders in etwas älteren Dokumenten noch den - ebenfalls im Schwarzwälder Hochland und auf der Landesgrenze liegenden - Schimmelkopf (695 m) als höchste Erhebung des Saarlandes. Dieser ist jedoch mit 694,8 m genau 60 cm niedriger.

Wir sind zu einem Wochenend-Ausflug mit Übernachtung in das Saarland aufgebrochen. Am Samstag starten wir gegen Mittag in Züsch (Rheinland-Pfalz) zu einer Wanderung in die Dollberge. Wir stellen das Auto am Sportplatz am Altbach ab, gehen hoch zur Straße und biegen mit der alten E3-Führung in den Mühlenberg ein. Wir wandern ein kurzes Stück den Bach entlang, überqueren ihn und kommen nach einem Bogen an einem Endhaus der Nebenstraße auf einen gemähten Wiesenweg, der steiler aufwärts durch Wiese und am Waldrand entlang zur Dorfstraße von Neuhütten hinaufführt. Gut 100 m folgen wir der Straße aus dem Ort hinaus und biegen links (mit E3) in einen Forstweg, der weiter den Hang der Dollberge hinaufführt. Wir queren die Landesgrenze zum Saarland und kommen in einem Bogen an einem keltischen Ringwall vorbei. Der E3 quert diesen imposanten, 6-8 m hohen alten Steinwall (Hunnenring), der zu einer frühgeschichtlichen Wallburg gehört auf einer Steintreppe. Obwohl unser Weg nur vorbeiführt, steigen wir kurz auf den Wall und lassen die Geschichte auf uns wirken.

Vom Hunnenring an biegen wir nach O auf den Grat der Dollberge ab. Wir folgen nun dem 2007 neu errichteten Saar-Hunsrück-Steig, der uns auf dem Grat der Dollberge zurück zur Landesgrenze führt und nun an dieser entlang verläuft. Wir sind inzwischen auf ca. 640 m. Das folgende Teilstück ist von vielen Steinen durchsetzt. Es folgt eine Stufe, dann erreichen wir das steinige, ursprüngliche Plateau des Dollbergs (695 m) und damit den höchsten Punkt des Saarlandes auf dessen Landesgrenze. Erstaunlicherweise weist kein einziger Hinweis (Schild, Tafel oder auch Grenzstein) auf diese Tatsache hin...

Wir folgen weiter dem Grat, von dem die Landesgrenze schließlich nach S abbiegt, so dass wir uns nun wieder in Rheinland-Pfalz befinden. Relativ flach bleibt der Weg und führt durch einen schwach ausgeprägten Sattel und einen breiteren grasig-heidigen Gipfelbereich noch 5 km weiter östlich. Dann biegt der Saar-Hunsrück-Steig links vom Grat ab, während wir dessen Verlauf auf zunächst liegengelassenen und später zugewachsenem Waldweg noch folgen. Nach krautig-sumpfigem Wegstück stoßen wir wieder auf einen breiten Forstweg, der immer noch dem Grat folgend nun ansteigt zum Friedrichskopf (707 m), der höchsten Erhebung der Dollberge. Der Forstweg verläuft nicht ganz über den Gipfel. Daher biegen wir auf ungefährer Höhe des Kopfes rechts vom Forstweg ab und kraxeln weglos eine steile Waldböschung hinauf und über Buschwerk zum Plateau des Friedrichskopf. Dann geht's zurück zum Forstweg, dem wir nur noch kurz folgen, um dann links ab einen langen geraden Weg hinab ins Tal zu nehmen.

Von hier biegen wir erneut links ab und folgen kurz dem Saar-Hunsrück-Steig und später kleineren, lokalen Wanderwegen, die uns in schöner Führung durch ein Bruchwaldgebiet, ein paar Wiesen und Pferdekoppeln sowie ein Waldstück in einer guten Dreiviertelstunde nach Züsch zurückführen. Auf dem ersten Teil in Bachnähe entdecken wir eine bemerkenswerte Anzahl von schönen und großen Orchideenexemplaren, Geflecktem Knabenkraut und Weißer Waldhyazinthe.

In Züsch spazieren wir durch den Ort zum Auto zurück. Es ist noch früh, so dass wir auf dem Weg zu unserem Hotel noch einen Abstecher zum Bostalsee und zur saarländischen Kreisstadt St. Wendel unternehmen, wo wir einen Kaffee trinken. Nach Check-In im Hotel bei Bliesen gehen wir abends fantastisch essen in Nonnweiler im Landgasthof Paulus.


Tourengänger: ju_wi

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Geodaten
 823.gpx Dollberg - Dollberge

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