Laugenspitze (Große: 2434m; Kleine: 2297m)


Publiziert von gero Pro , 15. Juni 2009 um 18:45.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:12 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1135 m
Abstieg: 1135 m
Strecke:Gampenjoch - Laugensee - Kleine Laugenspitze - Große Laugenspitze
Kartennummer:Freytag & Berndt WKS 13 Ultental

Ein möglicher Startpunkt für die nachfolgend beschriebene Tour auf die beiden Laugenspitzen ist das Gampenjoch (auch: Gampenpass, 1512m), von Meran aus problemlos zu erreichen. Und ich sag es gleich von vornherein: es empfiehlt sich, so früh wie möglich loszugehen - je später, desto mehr Touristen pilgern auf diesen leicht zu erreichenden Aussichtspunkt hoch über dem Etschtal!

Ich jedenfalls startete kurz vor 5 Uhr - lange bevor das Gampenjoch von lärmenden Motorrädern zugedröht, von einer nie endenden Autoschlange in beiden Richtungen überquert und dem Massenandrang schnatternder Busgruppen seiner Idylle beraubt wird. Mit die größten Vorteile Südtirols sind in dieser Hinsicht gleichzeitig gravierende Nachteile: die extrem gute Erreichbarkeit nahezu aller Ausgangspunkte, gepaart mit fast ewigem Sonnenschein und perfekter Erschließung mittels Wegweiser .... aber wir Bergsteiger profitieren selbst davon, geben wir es ruhig zu!

Knapp 10 Minuten nach Abmarsch vom Gampenjoch führt der Aufstieg auf einen recht steilen Waldsteig. Nach einer knappen Stunde ging kurz vor 6 Uhr die Sonne über den im Osten gelegenen Felszinnen der Dolomiten auf - immer wieder schön zu schauen, vor allem, wenn dabei nur die Vögel zwitschern und man ansonsten die Ruhe der Natur genießen kann! Der Wald wird ab ca. 1800m immer spärlicher und geht in charakteristische felsdurchsetzte Wiesenlandschaft über. Der Weg führt hinauf zum malerischen Laugensee(lein),  gut 2200m hoch gelegen - wie schön spiegelte sich zu früher Morgenstunde die Sonne, wie still durfte ich auch hier wieder die Natur erleben! Ziemlich genau 2 Std. wird man ab Gampenjoch bis hierher brauchen.

Knapp 100m oberhalb des Laugensees liegt die Kleine Laugenspitze (2297m), man besteigt sie leicht in gut 10 Minuten ab Laugensee. Ein Gipfelkreuz markiert diesen schönen Aussichtspunkt, er stellt den östlichen Vorposten der Großen Laugenspitze dar. Um diese zu erreichen, steigt man wieder ab zum Laugensee und von diesem etwas steiler die Ostflanke auf, bis man den Kamm nordseits des Gipfels erreicht. Nach knapp 45 Minuten ab See betritt man die Große Laugenspitze (2434m), zuletzt über einige unschwierige Felsköpfl.

Die Aussicht ist schon toll: im Osten die Zinnen der Dolomiten, speziell der Rosengarten-, Schlern- und Langkofelgruppe - im Süden Brenta, Adamello und Presanella, im Westen die Gipfel um das Hasenöhrl (mit der Höhe von 3257m erhabener, als der etwas abwertende Name vermuten läßt), und im Norden die Ötztaler, Stubaier sowie Zillertaler Berge.

Die ausgiebige Gipfelrast in perfekter Morgensonne wurde lediglich durch die Ausläufer des Orkantiefs beeinträchtigt, das derzeit über Mitteleuropa hinwegtobte - mehr als einmal warf mir der heftige Wind das Fotostativ um. Gottseidank hat's die Kamera überlebt ....

Als Abstiegsroute wählte ich den Südwestkamm, dem man aber nicht länger als unbedingt nötig folgen sollte, wenn man zum Gampenjoch zurückkehren möchte: man verpasse bei etwa 2100m nicht die wenig ausgeprägte Abzweigung des Rundweges Nr. 133, der zunächst zurück zum Laugensee führt. Von dort ging ich den Aufstiegsweg wieder hinunter, und kurz vor 11 Uhr erreichte ich am Gampenjoch das eingangs beschriebene, umtriebige Lärmchaos.

Zur "Schwierigkeis"bewertung: ich glaube, hier mal getrost eine T2 eintragen zu können - anspruchsvolle Wanderstellen, die eine T3 rechtfertigen würden, habe ich nicht erlebt. Einen Fuß vor den andern setzen .... mit etwas Trittsicherheit keinerlei Problem.

Tourengänger: gero

Galerie


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