Leist 2222m, Erdisgulmen 2293m und Magerrain 2523,7m


Publiziert von Sputnik Pro , 24. Februar 2019 um 17:02.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:23 Februar 2019
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Ski Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Spitzmeilengruppe   CH-GL 
Zeitbedarf: 5:45
Aufstieg: 700 m
Abstieg: 2100 m
Strecke:Zirka 15 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Zürich mit Umsteigen in Ziegelbrücke nach Unterterzen. Von dort mit der Gondelbahn mit Umsteigen auf dem Tannenboden hinauf zum Maschgenkamm. Zuletzt kurze Abfahrt zum Sessellift und mit ihm auf den Leist.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Von Zürich mit Umsteigen in Ziegelbrücke nach Schwanden. In Schwanden im Bus nach Engi (Station Weberei).
Unterkunftmöglichkeiten:Keine direkt an der Route, Hotels in Unterterzen, auf der Tannenbodenalp und in Engi. Als Möglichkeit etwas abseits der Route ist zudem die Spitzmeilenhütte SAC; 44 Plätze, Winterraum immer offen. Telefon: 081 733 22 32; Homepage: www.spitzmeilenhuette.ch
Kartennummer:LKS 1:25000 Spitzmeilen (Nr. 1154) und Elm (Nr.1174)

TRAUMABFAHRT AM HÖCHSTEN GIPFEL DER SPITZMEILENGRUPPE.

Das stabile Omegahoch hatte sich immer noch gehalten und freute mich die ganze Arbeitswoche auf die Skitour am Samstag. Nach der gelungen Tour letztes Wochenende auf Twäriberg bei Hoch Ybrig sollte es eine kleine Steigerung sein. Als Idee schwirrte mir schon lange der Magerrain in Kopf herum, schliesslich ist er der höchste Gipfel der Spitzmeilengruppe und ich hatte ihn noch nie besucht. Die Gipfelflanke und Abfahrt ins Mülibachtal sollte etwas vom besten sein wie ich aus Informationen im Internet gelesen habe - auch wenn es wenig Berichte darüber gibt. Da er nur als sehr lange Tour ab Engi oder mit Quergängen und minestens zwei Mal anfellen aus dem Skigebiet Flumserberg besucht werden kann, wird er im Winter mit Ski eher selten besucht.

Tourenbericht:

Leist (2222m)

Den Leist mit der Schnapszahlhöhe erreichte ich bequem mit der Sesselbahn um 8:45 Uhr. Von der Bergstation waren nur gerade 5m Aufstieg zum geschenkten Gipfel.

Erdisgulmen (2293m)

Vom Leist fuhr ich zunächst etwa 70m in Richtung Breitmantel auf der Skipiste ab, folgt dann südwestwärts kurz einer Pistenfahrzeugspur, dann gleitend oder stöckelnd Skispuren bis unterhalb P.2174m beim Gulmen. Dort fellte ich an und zog meine Spur hinauf durch das Tälchen „Hoch Camatsch“ zum Verbindungsgrat Gulmen-Erdisgulmen. Der erte Teil des Grates war wegen Vereisung etwas mühsam zu begehen, doch zum Gipfel hin wurde es immer besser. Die Felsen vom Vorgipfel P.2286m umging ich auf einer alten Spur ostseitig. Der Schnee auf dem Gipfel war abgblasen, so dass ich bequem im Gras sitzend einen Imbiss essen konnte.

Magerrain (2523,7m)

Vom Erdisgulmen stieg ich zu Fuss einige Meter südseitig ab um fahrbaren Schnee zu erreichen. In der steilen Flanke hinunter zur Senke „Heuboden“ war der Schnee noch gefroren aber bestens fahrbar. Viel zu schnell war die tolle Abfahrt über 200 Meter zu Ende und ich fellte wieder an. Gerade richtig ansteigen folgte ich in einem grossen Linksbogen einer alten Spur in Richtung Goggeien, verliess diese aber irgendwann und gelangte so zur Geländekuppe P.2280m unter der unverspurten Magerrain Westflanke. In einigen Spitzkehren stieg ich über 200m die Flanke hinauf bis knapp unter die steilste Stelle. Hier war der Firn gefroren und überall schaute Gras heraus. Ich deponierte meine Ski und stieg zu Fuss die letzten 80 Höhenmeter dem Gipfel entgegen. Obwohl es zum Gipfel hin wieder fahrbar gewesen wäre, hatte ich auf Skitragen keine Lust. Um 12:15 Uhr stand ich auf dem herrlichen Berg bei prächtigen Aussicht. Ich genoss die Aussicht an diesem schönen Ort ohne andere Tourengänger weit und breit.

Abfahrt nach Engi (812m)

Schnell gelangte ich zu Fuss zurück zum Skidepot, verstaute die Felle und los gings über die Flanke. Der Schnee war leicht angetaut und es war ein Traum dort abzufahren. Bald musste aber nochmals anfellen um über die Kuppe P.2280m zu gelangen. Doch schon nach wenigen Minuten ging es weiter mit der Abfahrt über den Sattel P.2235m ins Guetental hinein. Auch hier perfekte, Frühlingssulz-Verhältnisse bis hinunter zur Alp Mülibach-Oberstafel (1949m). Weiter abwärts in den Talkessel „Werden“ wurde der Schnee zwar zunehmend feuchter, aber er war stets gut fahrbar. Von Werden fuhr ich nun im Talgrund immer schön gleitend dem Mülibach entlang und gelangte so zur Alp Gams auf zirka 1500m. Von anderen Hängen und Gipfeln vereinigten sich hier unzählige Spuren. Deshalb war die weitere Abfahrt durchs Mülibachtal nicht mehr so lustig. Über eine eisige Buckelpiste gelangte ich zunächst zu den Alphütten von Üblital (1190m). Von dort auf einem engen, heillos verfahrenen Fahrsträsschen hinunter bis Engi. Immerhin konnte man bis an Dorfrand fahren und so musste ich nur 150 Meter weit die Ski zur Haltestelle im Dorf tragen.

Tour im Alleingang.

Genaue Route: Siehe beigelegte Karte mit meiner Skiroute beim Bericht.

Tourengänger: Sputnik


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Kommentare (5)


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Bombo hat gesagt:
Gesendet am 24. Februar 2019 um 18:22
Sehr cool, gratulation zu dieser Tour bei Traumwetter!

Sputnik Pro hat gesagt: TNX !
Gesendet am 24. Februar 2019 um 18:41
Du hattest ja auch eine bombastische Tour gestern, gratuliere! ;-) Hoffen wir auf weiteres Topwetter an den kommenden Wochenenden, auch wenns für mich bald in die Tropen geht, hehehe...

Gruss, Sputnik

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 1. März 2019 um 08:07
Gratulation auch von meiner Seite!

lg Felix

Sputnik Pro hat gesagt: Danke Felix
Gesendet am 1. März 2019 um 13:05
Seid ihr jetzt auf dem Dreiländerspitz gewesen?

Gruss, Andi

Felix Pro hat gesagt: die Hintere Jamspitze
Gesendet am 1. März 2019 um 13:26
bestiegen wir mit der Alpinschule Tödi - die Dreiländerspitze will Ursula machen ...

lg Felix


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