Zindlenspitz 2097 m und Rossalpelispitz 2075 m


Publiziert von alpstein Pro , 13. Juni 2009 um 19:16.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:13 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SZ   Oberseegruppe 
Zeitbedarf: 6:15
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Stausee P 932 - Aberli - Aberliboden - Zindlen - Zindlenspitz - P 1902 - Rossalpelispitz - P 1990 - Hohfläschenmatt - Hohfläschenhütte - Aberli - P 932
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bodensee - Winterthur - Westumfahrung ZH - Abzweig Lachen - Wägital
Kartennummer:Kümmerly + Frey Glarnerland/Walensee

Ausgangspunkt unserer heutigen Tour war der Wägitalersee. Bei unserem Besuch der Rautispitz im Sommer 2008 sind uns die Zindlen- und Rossalpelispitz und insbesondere der Brünnelistock aufgefallen, die durch einen Grat verbunden sind, der steil ins Oberseetal abfällt. Über diesen Grat verläuft die Kantonsgrenze Schwyz/Glarus.

 

Los ging es am Parkplatz bei P. 932. Über das Aberli (1085 m) gingen wir zum Aberliboden (1107m). Die Steilstufe unterhalb Zindlen (1604 m) wird westseitig umgangen.  Über ein kleines Hochtal erreichten wir die Hütte von Oberzindlen (1853 m) und bald standen wir am Grat P. 1966, wo sich der Blick zum Glarnischmassiv öffnete. Leider verhüllten sich dessen Gipfel die ganze Zeit in Wolken. Von Sonne pur, wie vorhergesagt, war noch keine Spur, zumindest so lange, wie wir uns im Gipfelbereich aufgehalten haben. Nach dem steilen Schlussaufstieg zur   Zindlenspitze (2097 m), die wir nach 2 Std. 20 erreichten, konnten wir den Tiefblick auf den Wägitalersee genießen.
 

Da wir noch zur Rossalpelispitz (2075 m) wollten, hielten wir uns nicht lange auf. Wieder runter zum P. 1966 und dann den weiss-blau-weiss markierten Weg weiter in nordöstlicher Richtung.  Eine etwas schwierigere Stelle ist durch Ketten gut gesichert. Die Stöcke haben wir vor dem Passieren dieser Stelle in den Rucksack verfrachtet. Am Sattel P. 1902 angekommen ging es auch schon wieder steil aufwärts. Das letzte Stück am Gipfelaufbau der Rossalpelispitz ist wieder mit einem Stahlseil gesichert.

 

Während wir eine Brotzeit zu uns nahmen, konnten wir den Grat zum Brünnelistock (2133 m) in Augenschein nehmen, der ohne Sicherungen zum Teil ausgesetzt zum Gipfel führt.  Ausgesetzte Stellen gehören nicht unbedingt zu unseren Lieblingspassagen, aber anschauen wollten wir uns das doch mal. Schnell waren wir am Sattel P. 1990. Bis auf halbe Höhe des Grates war es völlig unschwierig, auch eine kleine Kletterstelle passierten wir ohne Probleme, bis dann eine „luftige“ Stelle kam, an der vor uns welche umkehrten. Das ermutigte uns auch nicht gerade diese ca. 50 cm breite Passage zu überqueren. Für solche Stellen brauchen wir meist einen zweiten Anlauf ;-)

 

Wir stiegen daher wieder zum P. 1990 ab und von dort direkt runter Richtung Hohfläschenmatt. Zum Glück war der Schnee unterhalb der Nordflanke ein Stück vom Fels abgetaut, so dass wir uns in der Randspalte abwärts bewegen konnten. Da in der kniehohen Vegetation weiter unter kein Weg mehr zu finden war, gingen wir zunächst querfeldein bis wir auf den Weg vom Sattel P. 1902 runter Richtung Hohfläschenhütte (1368 m) trafen.  Nach einer Einkehr nahmen wir die letzten 400 HM unter die Füsse und kamen 7 Stunden nach dem Abmarsch wieder am Parkplatz an.


Tourengänger: alpstein, Esther58

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»