Arnigrat


Publiziert von darkthrone , 12. Juni 2009 um 21:33.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:12 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Westliche Melchtaler Alpen   CH-OW 
Aufstieg: 2100 m
Abstieg: 1900 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Melchtal
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Stöckalp
Kartennummer:Melchtal 1190

Eigentlich wäre ja heute mit meinem Kletter-/Wandergspänli die gesamte Überschreitung des Arnigrats inkl. Brünig Haupt auf dem Programm gestanden, aber es wurde "nur" der Arnigrat und noch ein paar Gipfel bestiegen, dazu aber später

Um 06.40 war Abmarschtermin in Melchtal Pkt. 890- Wir nahmen den Aufstieg über Unter-/Ober Ebnet Pkt. 1350 in Angriff. Der Weg zur Ebnet Alp war sehr mühsam, war dieser doch noch recht nass, rutschig und steil.
Weiter nach Chaltibrunnen Pkt. 1430 und dann im steilen und anstrengenden ZicZac Weg hinauf zur Schafberghüttli Pkt. 1740.

Beim Schafsberghüttli dann dem Wanderweg folgend hinauf auf den Hohmad Pkt. 1934 wo uns eine riesiege Herde Schafe in Empfang nahm und uns beinahe aufrass.

Endlich waren wir auf dem Grat und hatten schon einen grossen Teil unserer heutigen Höhenmeter hinter uns gelassen. Wir entschieden uns vom Hohmad nicht zur Stockalp abzusteigen sonder direkt dem weglosen Grat (Weglos auf der Karte) zu folgen welcher später in den Arnigrat mündete.

Am Anfang des Grates wird ein kleiner Felsaufschwung linksseitig umgangen, welcher aber auch überklettert werden kann. Die Umgehung war bei uns im steilen abschüssigen Gelände durch den durchnässten Boden etwas Heikel (T5-) normal bei Trockenheit (T4).

Hat man diesen Aufschwung gemeistert folgt man den Wegspuren immer schön auf dem Grat zuerst einigermassen flach dann steil hinauf zum ersten Gipfel (Namenlos auf der Karte) Pkt. 1987. Von diesem geht es in der Gratverlängerung weiter zum nächsten namenlosen Gipfel Pkt. 2029 wo man dann auf den blau/weisen Arnigratweg trifft.

Dem Grat folgend, zum teil im abschüssigen Gelände querend zum Astelhorn Pkt. 2084 und weiter Richtung Wandelen Pkt. 2060. Auf dem Wandelen entschieden wir uns noch kurz einen kleinen Abstecher auf  das Wengenhorn Pkt. 2099 zu machen, wenn schon so nah ein nächster Gipfel wartet. (Arnigrat T4)

Nach dem Besuch des Wengenhorn wieder retour auf den Wandelen wo wir unser Znüni genossen.

Weiter folgte unser Weg, weglos über den Grat zum Heitlistock Pkt. 2146., dann steil absteigend in die Senke  Pkt. 1968 zwischen Heitlistock  und Bocki und über den rot/weissen Wanderweg über Innenbach zur Bachegg Pkt. 1862.

Bei Bachegg entschieden wir noch das Ruchichrüx Pkt. 2114 zu besteigen, was sich im nachhinein als Fehlentscheidung herausstellte. So stiegen wir Weglos über einen steilen Grashang hinauf zum Gipfelkreuz wo wir unser Mittagessen genossen.

Als wir beim Gipfelkreuz ankamen ahnten wir schon, das dieser Aufstieg wahrscheinlich vergebens gewesen ist, blockiert doch ein schmaler und nach unserer Einschätzung sehr brüchiger ausgesetzter Grat das weiterkommen (Hat dieser Grat schon jemand erklettert? Ist der wirklich so brüchig wie er scheint? . Unterhalb des Grates arbeiteten Alpleute im Felsen, so fragten wir sie ob es eine Möglichkeit gäbe zur Hauptwand zu queren. Sie meinten wir könnten unterhalb der Felsen des Grates ein sehr steil abfallendes Geröllfeld queren, dies sei besser wie die Besteigung des Grates.

Wir versuchten ein kurzes Stück das Geröllfeld zu queren, was sich jedoch ohne Hilfsmittel wie Pickel und nur mit Wanderstöcken als sehr heikel herausstellte (eine kleine Unsicherheit und man segnet die ewigen Abründe). So entschlossen wir lieber wieder über den Aufstiegsweg abzusteigen, nach dem Motto:" Nur ein alter Bergsteiger ist ein guter Bergsteiger" Das waren also 300hm umsonst, was bei einer genaueren Tourenplanung eventuell ausgeschlossen werden konnte, sorry, mein Fehler.

Da die Zeit schon vorgeschritten war, dank dem Umweg und bis auf den Brünig Haupt  nochmals ca. 500hm anstanden, entschlossen wir den Abstieg in Angriff zu nehmen, wussten wir ja auch nicht wenn das lezte Bähnli von der Frutt hinuter fährt.

Der Abstieg erfolgte über Vorder Rufi Pkt. 1816 dem Bachbett folgend zur idyllischen Alp Stepfen Pkt. 1515 steil hinunter via Stöcken Boden Pkt. 1208 zurück zur Stöckalp wo wir unser zweiter Auto parkiert hatten.

Auf der Stöckalp gönnten wir uns ein feines kaltes Panaché bevors dann nach Hause ging zur Erholung bis morgen wo unser Hochtourenwochenende auf den Adula ansteht.

Fazit:

Schöne Wanderung über schöne Gräte mit wunderbarer Rundsicht.

Aufstieg: 2100 Hm
Abstieg : 1900 Hm
Strecke: 19.8 KM


Tourengänger: Pasci, darkthrone

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Kommentare (1)


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eldo hat gesagt: begehung grat
Gesendet am 15. Juni 2009 um 08:51
wenn das schnidergrätli noch so aussieht wie bei unserer begehung, sollte es zu schaffen sein... T5- (http://www.hikr.org/tour/post8459.html).
gruss
eldo


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