Skitour Ampervreilhorn ab Vals


Publiziert von N_Altitude , 11. Februar 2019 um 19:46.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Valsertal
Tour Datum: 9 Februar 2019
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1550 m
Abstieg: 1550 m
Strecke:5h für den Aufstieg (inkl. Pausen), 1h für die Abfahrt (gemütlich)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit RHB bis Ilanz, mit Postauto bis Vals
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit RHB bis Ilanz, mit Postauto bis Vals
Unterkunftmöglichkeiten:diverse in Vals

Es ist wieder mal Freitag Abend und für Samstag ist ein Tourengspähnli parat. Also wird die Lawinenlage und das Wetter studiert und Ideen ausgetauscht. Mein neues Gspähnli Michel hat schon eine Woche zuvor eine prima Idee gehabt. Normalerweise bin ich in meinem Freundeskreis derjenige, der Tourenideen aufbringt und so geniesse ich es mal jemanden zu haben, der auch mit Ideen aufwarten kann :)
Zusammen gehen wir durch die Schweizer Karte am Telefon. Vom Wetter her habe ich die Region um Splügen vorgeschlagen. Guggernüll? Oder ganz einfach das Mittaghorn? Nein, ist eher Schneeschuhgelände. Irgendwann sagte Michel "Ampervreilhorn". Schnell hingezoomt, war ich gleich begeistert; passend zur Lawinenlage, Wetter und gleich noch ein paar Höhenmeter mehr als bisher in der Saison, das hat mir gepasst :)

Schon auf der Karte lasst sich erkennen, dass dies eine eher einfache Tour ist, mit vielen schönen Nord-Ski-Hängen und aber auch ein langer Aufstieg dabei ist. Soll mir Recht sein, ich habe richtig Lust auf ein bisschen "krampfen". Mit SBB und Postauto sind wir kurz nach 9 Uhr in Vals. Die Annehmlichkeit des Skibus nehmen wir gern an und lassen uns bei der Station "Vallé" ausspucken.

Der Starthang ist gleich zur Einstimmung etwas steil. Danach folgt die Route einem Alpsträsschen ins Peiltal hinein. Irgendwann kommt auf der rechten Seite ein kleines Kappelleli, danach folgt bald der bereits beschriebene Abzweig nach "rechts hinauf", das Schild mit dem Pfeil bestätigt, dass wir hier richtig sind. Relativ bald kommen wir aus dem Wald heraus in offenes Gelände. Ein Hang nach dem anderen sieht leider aus wie ein Schlachtfeld. Der Wind hat hier wohl ziemlich getobt. Aber was solls, wir wollen hinauf auf den Gipfel und die Sonne lacht uns entgegen, also ist die Stimmung super gut.

Es gibt einige Aufschwünge hier, bis irgendwann das Hohbüel mit seinem Gipfelsteinmann erscheint. Dieses umgehen wir linksseitig (ostseitig) und nun rückt das Ampervreilhorn ins Auge. Wir folgen der vorhandenen Spur, die für meinen Geschmack etwas sehr direkt auf den Gipfelhang zuführt, eigentlich dachte ich, dass wir etwas weiter "nach rechts" (im Aufstiegssinn) ausholen. Nach einem kurzen besprechen dieser Spur sind wir uns aber einig, dass wir der Spur folgen, da das Spuren in dem Meringue-Schnee recht mühsam wäre und wir halt die etwas steil angelegte Spur einfach mal so hinnehmen. Das Gelände ist nirgends wirklich über 30° steil, also spielt es uns nicht so eine Rolle.

Im Sattel vor dem Gipfelaufschwung angekommen, wird es nun recht hart, und ich bin froh, habe ich die Harscheisen dran. So steige ich locker flockig weiter, während Michel ein bisschen hadert und immer wieder ausrutsch, bis er irgendwann die Ski auszog und zu Fuss zu mir hinauf stapfte. Bei den ersten grossen Felsen legen wir die Ski nieder, es ist relativ eng und abschüssig und wir haben genug vom Aufstieg :) Wir gehen zu Fuss noch die letzten paar Meter über Schnee und Felsen auf das grosszügige Gipfeplateau. Ein sehr schönes Plätzchen! Tolle Aussicht in die umliegende Bergwelt inkl. Pizzo Tambo (wart nur! zu Dir komm ich bald noch!!) und auf das Zervreilahorn - und ich werweise etwas, ob man das Rheinwaldhorn sehen kann, bin mir aber nach wie vor nicht sicher. Muss ich dann mal auf den Fotos abchecken, für Peakfinder war ich zu faul bei unserer kurzen Gipfelrast.

Da es schon 15 Uhr ist, entscheiden wir uns nicht zu lang zu trödeln und bald abzufahren. Gesagt, getan. Naja, was soll ich sagen. Bis auf ein paar wenige Meter, wo es etwas Pulver gab, war alles 'vom Winde verweht'. Wirklich nicht schön zum fahren, aber gut, so bekomme ich vielleicht etwas Übung und schlussendlich will ich es ja lernen, mit allen Schneearten im Aufstieg und auch in der Abfahrt, klar zu kommen. Also eine gute Übung in ungefährlichem Gelände sozusagen :)

Ich bin dann aber froh, als wir etwas nach 16 Uhr unten in Vals ankommen. Und meine Knie erst! :) ganz schön streng durch diesen windbearbeiteten Schnee hinab zu fahren, wo man immer wieder einbricht...

Alles in allem finde ich es eine sehr schöne Tour in toller Umgebung. Für solche, die ein paar Höhenmeter machen wollen, aber wie ich noch keine Spitzenskitüürler sind, ist das optimal.

Es waren wohl so ca. 15-20 Leute unterwegs, aber es verteilt sich hier sehr gut und den Gipfel hatten wir, naja zu so später Stunde kein Wunder, für uns :)

Ich wünsche Euch allen weiterhin schöne Touren!
Viele Grüsse
Nick

Tourengänger: N_Altitude


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