Kurzbericht 

Testtour am Mutteristock


Publiziert von maenzgi Pro , 11. Februar 2019 um 15:01.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:11 Februar 2019
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 750 m
Abstieg: 750 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Pw bis Hinter Bruch
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Pw bis Hinter Bruch

Grundsätzlich ist dies nur ein Kurzbericht. Da aber das Wetter im Verlauf der Woche Hammer werden wird, schreibe ich ihn kurz als normalen Tourenbericht aus, bevor ich ihn dann Umwandle in einen Kurzbericht. Denn ich möchte den Personen die Frei haben nicht den Schnee vorenthalten;) Zudem möchte ich einen Einblick in die Verhältnisse geben

Da ich seit fast einem Monat aufgrund einer Krankheit ein Sportverbot besitze, sollte es etwas lockeres sein. Der Mutteristock bietet sich da hervorragend an. Zudem war uns bereits im Vorfeld klar, dass das Wetter ebenfalls nicht mitspielen wird für ein Gipfelerfolg. Die Lawinengefahr zudem auf erheblich gehievt am Vorabend. Starke Triebschneegefahr ab 1800m für alle Ausrichtungen.

Als wir dann im Innertal ankamen, merkten wir schnell, dass der Schnee hervorragend werden würde. Der Schnee aber selbst an "harmloseren" Gipfeln wie dem Mutteristock gefährlich sein könnte. Bis zum Hinterbruch kamen wir nur, weil bereits eine Seite der Strasse gepfaded war. Zudem lag ein Baum halb in der Strasse. Dieser wurde aber entfernt. Die Strasse gepfadet, aber bereits wieder mit 10cm Neuschnee bezuckert bei unserer Heimfahrt.

Wir waren die einzigen weit und breit. Nur beim Innertal sahen wir bei der Heimfahrt zwei Tourengänger die sich erst bereit machten.

Wir starteten beim Hinterbruch und liefen auf dem Wanderweg weiter ins Wägital hinein. Da die am ehnsten ersichtliche Spur weiter ins Tal hineinführte, folgten wir diesem, antstatt direkt auf der Abfahrtspiste zur Rinderweidalp hochzusteigen. So liefen wir nach hinten bis zur Abern Oberalp. Bei dieser stiegen wir einen kurzen Hang mit 35° hoch. Es wurde uns bereits etwas mulmig, sahen und hörten aber keine Anzeichen von Gefahr. Danach in welligem Gelände zurück zur Rinderweid. Sobald wir keine alte Spur unter den Brettern hatten, versanken wir bis zu 20cm im Schnee, wohl gemerkt mit breiten Splitboard Latten. Von dort ging es nun steiler hoch zum Kreuz. Von dort weiter bis ca 50m unten den Felsbeginn des Mutteristock. In diesem tiefen Schnee wurde wir schnell müde und uns wurde etwas mulmig. Zudem sahen wir meist nicht weit. Obwohl ich die Gegend einigermassen kenne, entschieden wir uns zur Umkehr. Bei diesen Verhältnissen mache ich keine Kompromisse, selbst wenn wir die 30° meist hätten verhindern können. Die Abfahrt dann ein Genuss. Oben tiefer Pulver, unten eine feste Unterlage mit ca. 20cm Neuschnee. In den Mulden nach der Alp versanken wir teilweise bis zur Hüfte im Tiefschnee. Was zeigt wie viel Schnee liegt. Wer also die nächsten Tage ins Wägital geht wird mit schönstem Pulver und erneuten Firstlines belohnt. DIE GEFAHR, DIE VOM SCHNEE AUSGEHT, IST ABER HOCH. Mann/Frau sollte sich im Gelände gut auskennen und Gefahren erkennen. Es gab bestimmt 30-40cm Neuschnee, welche vom Wind, stark verfrachtet wurden, Triebschnee ist also allgegenwärtig.
In diesem Sinn unfallfreie Touren für jedermann/frau.

Tourengänger: maenzgi


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