Elbrus - Mit Ski am höchsten Punkt Europas


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 11. Juni 2009 um 17:12.

Region: Welt » Russland » Kaukasus
Tour Datum:29 Mai 2009
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Klettersteig Schwierigkeit: L
Ski Schwierigkeit: S-
Wegpunkte:
Geo-Tags: RUS 
Zeitbedarf: 8 Tage

Erlebnisbericht von der Elbrusbesteigung mit Ski!

TAG 1: Flug von Wien nach Moskau und weiter nach Mineralny Vody. Ankunft um 11.30. Mit dem Auto 3h ins Baksantal nach Azau, dem Ausgangspunkt zum Elbrus. Unser Hotel liegt dirket neben der Seilbahn und ist noch in der Bauphase. Am Nachmittag Aufstieg mit Turnschuhen zur ersten Seilbahnstation auf 2970m.

TAG 2: In der Früh Fußmarsch nach Cheget Place, von hier mit dem Sessellift sehr abenteuerlich zur ersten Station (2740m). Von hier auf durchgehender Schneedecke in 50min zur 2. Bergstation. Der Aufstieg führt über einen mäßig steilen Hang in Kehren unter dem Sessellift zur oberen Station. Dei dieser kurze Rast und dann weiter zum Gipfel des Cheget. Von der der Bergstation leicht links hinauf und in gut 50m Abstand zum Grat unter dessen Felsen queren. Den großen Hang ganz nach links queren und am Rücken in Kürze zum Gipfel mit Wechte. Schöner Skiberg mit toller Aussicht auf den Elbrus. Im Süden liegt der 454m hohe Dongusorun mit seiner beeindruckenden N-Wand. Nach kurzer Gipfelrast bei nach wie vor wolkenlosem Himmel vom Gipfel ein Stück am Rücken und dann durch die Südflanke (40°) abgefahren. Im steilen Gelände Schneerutsche. Weitere Abfahrt bis 2740m möglich, dann waagrechte Querung über Wiesen zur Liftstation und mit diesem insTal.

TAG 3: Mit dem Bus in Adylsu-Valley zum H. Jantugan (2130m). Vom P 1h Fußmarsch auf Wegen und kurzen Steigen (kurzes Fixseil) zum Schneebeginn. Von hier im Tal kurz Aufwärts aud die Hochebene "Green Hotel". Die lange Fläche überqueren und über die Gletscherbuckel hinauf. Aufstieg in den Gumachi-Pass (3540m) direkt an der Grenze zu Georgien. Nach 4 h Aufstieg Abfahrt bei komischem, sehr langsamen Schnee zum Green Hotel. Ab hier tauchen. Das Tal wieder zu Fuß hinaus zum Auto.

TAG 4: Um 9h stehen wir bei der Seilbahn, warten 2h und können schlussendlich doch alle 3 Abschnitte benutzen und bis zu den Barrels (3720m) auffahren. Beziehen der 6-Mann Container, die eigentlich ganz gemütlich sind, außerdem sogar beheizt. Nach dem Mittagessen Aufstieg zu den Pastukhova Rocks (4680m). Anschließend Abfahrt und Abendessen.

TAG 5: Wir nutzen das gute Wetter nicht und legen noch einen Ruhetag ein. Am Vormittag steigen wir bis zur Dieselhut auf, am Nachmittag wird geruht!

TAG 6: Um 2h Aufstehen, kurzes Frühstück, um 1/2 3 Aufbruch mit Karl und Reinhard. Bei sternenklarem Himmel und Windstille. Als einzige Fair-Means Gruppe heut in 2h zu den Pastukhova Rocks wo wir genau auf unsere Ratrackfahrer Christof und Fredl die auch Reinhards Rucksack mitbringen. Vom oberen Ende der Felsen mit Steigeisen, Ski am Rucksack, Fredl ohne Ski den steilen Hang hinauf. Am Eis liegt ein 1-5m breites Schneeband. Auf genau 5000m links den Hang queren und kurz vor Ende der Querung wieder Ski anschnallen. Am Ende der Querung über eine Felsrippe und waagrecht in den Sattel (5340m). Hier lange Pause, danach gemeinsam den 35° steilen Hang in Kehren hinauf und über einen letzten Steilaufschwung zum Plateau. Über dieses flach 100HM zum Gipfel (von den Barrels knapp 8h) Wir stehen bei bestem Wetter am höchsten Punkt Europas!
Nach 30min allein am Gipfel durchgehende Abfahrt mit Ski bis zu den Barrels. (Ankunft 13.30h)

TAG 7: Abfahrt mit dem Gepäck zur Mir-Station, hier Gepäck verladen und mit Ski weiter zur ersten Station, die letzten 50m tragen. Danach Abfahrt mit der  Seilbahn. Nach dem Mittagessen Aufstieg zu Namenlosem Gipfel (ca. 2800m). Vom Hotel über Wiesen neben dem Bach bis zur Mittelstation des Schrägaufzugs. Von hier dem oberen Gleis folgen und nach dessen Ende über die oberste Lawinenverbauung. Über dieser queren. Kurz Absteigen und eine steile Block- und Schotterrinne queren. Über Steigspuren auf den Grat und über 4 Steilstufen (III), diese sind extrem brüchig, zu kleiner Stufe 2m unter dem höchsten Punkt, dieser kann nicht bestiegen werden. Abstieg gleich bis zur Lawinengallerie, ab hier dem Wiesenrücken folgen und die Steilstufe großzügig links umgehen. Durch den Wald zurück zur Straße und zum Hotel.

TAG 8: Fußmarsch nach Terskol, links hinauf auf die Forststraße zum Observatorium. Auf halbem Weg Abstecher zum Wasserfall und weiter bis kurz unter den Gipfel, dieser darf laut Guide nicht bestiegen werden. Auf gleichem Weg zurück und bei Regen nach Azau.

TAG 9: Ebenso wie bei der Anreise mit dem Auto nach Mineralny Vody, Flug nach Moskau und weiter nach Wien!

MIT WAR: Christof, Fredl, Karl und Reinhard

ORGANISATION: Über die Agentur Pilgrim Tours aus Moskau. Danke Christof für Deine Mühe bei der Planung!

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering

Tourengänger: Matthias Pilz

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Geodaten
 761.gpx Gipfelaufstieg und Abfahrt am Elbrus

Galerie


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