Feldberg 1493 m - tiefwinterlich | mystisch | märchenhaft


Publiziert von alpstein Pro , 2. Februar 2019 um 18:15.

Region: Welt » Deutschland » Südwestliche Mittelgebirge » Schwarzwald
Tour Datum: 2 Februar 2019
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 - Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Aufstieg: 580 m
Abstieg: 580 m
Strecke:ca. 10 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über B33 neu - A 81 bis Ausfahrt Geisingen - B31 bis Hinterzarten - in Hinterzarten nach der Bahnunterführung rechts ca. 6 km bis zum Rinken
Unterkunftmöglichkeiten:Baldenweger Hütte oder Einkehr auf der Sankt-Wilhelmer-Hütte

Suboptimale Wetterprognosen waren nicht dazu angetan, heute große Pläne zu machen. Waldrouten gehen aber auch bei Nebel oder Schneefall und auf der langezogenen Feldberg-Glatze kennen wir uns einigermaßen aus. Nach einem gemütlichen Frühstück trafen wir nach 9.00 Uhr relativ spät am Ausgangspunkt Rinken (1182 m) ein, der am Nordfuß vom Feldberg liegt. Einen Aufstieg über die Südflanke ab dem Rotenbacher Rank hatten wir auf der Anfahrt verworfen. Dies stellte sich als weise Entscheidung heraus, da sich von Süden bis um die Mittagszeit dichter Nebel an den Feldberg legte.

Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns auf den Weg Richtung Seebuck/Grüble-Sattel. Am Abzweig Seewald (1205 m) verließen wir den Trail zum Raimartihof und stiegen durch eine tiefverschneite Winterlandschaft bergan. Vom Föhn in den östlichen Regionen verschont, hat die Feldbergregion oberhalb 1200 m ihr Winterkleid behalten. Das war für uns aber keine Überraschung, sondern von den Webcams bekannt. Ziemlich genau eine Stunde waren wir unterwegs, als wir die Waldregion verließen. Nebelschwaden zogen von Süden über das kahle Plateau. Wir sind aber schon bei weniger sichtigen Verhältnissen auf den Mittelbuck (1460 m) gestiegen.

Ein kurzes Whiteout hat aber gereicht, um die Orientierung zu verlieren. Es riss aber wieder auf, und so erkannten wir, dass wir nicht zum Gipfel, sondern Richtung Baldenweger Buck unterwegs waren. Der Verhauer war aber nur kurz und kostete auch keinen großen Zeitverlust. Im dichten Nebel haben wir schließlich den Feldberg erreicht. Den Turm sahen wir erst, als wir höchstens 50 m von ihm entfernt standen. Der Aufenthalt am Gipfel beschränkte sich auf wenige Sekunden. Eine Einkehr war nun gefragt. Dank des planierten Trails kamen wir trotz des Nebels zielgenau an der Sankt-Wilhelmer-Hütte (1380 m) an. Rein gefühlsmäßig hätten wir sie um einiges südlicher vermutet. Am Vormittag gegen halb 12 Uhr gab es in der Gaststube genügend Platz.

Gestärkt machten wir uns auf den Rückweg, der uns zunächst in östliche Richtung nochmals einige Höhenmeter hinauf brachte. Über die Sommerroute kamen wir in das Zastler Loch (1260 m). Anstatt direkt zum Rinken zu gehen, nahmen wir angesichts des tollen Wetters den Wiederaufstieg zur Baldenweger Hütte (1321 m) auch noch auf uns. Die sonnige und tiefwinterliche Szenerie unter dem Baldenweger Buck war auch der Mühe wert. Mit einem leckeren Apfelkuchen nach schweizer Rezept verköstigt, machten wir uns schließlich an den Abstieg. Nach -1 Grad am Morgen war die Temperatur auf +4 Grad gestiegen und ein Hauch von Frühling lag in der Luft.

Fazit: Es ist nicht übertrieben von einem Traumtag zu schreiben. Erstklassige Schnee- und Wetterverhältnisse sowie eine tiefverschneite Winterlandschaft machten die Rundwanderung zu einem Genuss.

Route: PP Rinken - Rinken - Abzweig Seewald - Wegkreuz oberhalb Feldsee - Mittelbuck - Feldberg - Sankt Wilhelmer Hütte - Immisberg - Zastler Hütte - Baldenweger Hütte - Rinken - PP

Tourengänger: alpstein, Esther58


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Kommentare (2)


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Mo6451 Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Februar 2019 um 19:13
danke für die schönen Bilder. Am Dienstag mache ich mich auf eine 4-tägige Schneeschuhtour durch den Schwarzwald. An einigen, von euch fotografierten Orte komme ich auch vorbei (Tour von Bernau nach Oberried).

Gruß Monika

alpstein Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 2. Februar 2019 um 19:27
Dann wünsche ich Dir schon mal viel Spaß. Die ungefähre Route kann ich mir vorstellen. Morgen soll noch etwas Schnee dazu kommen. Die Prognosen für die Tage danach sehen gar nicht schlecht aus.

Danke und Grüße
Hanspeter


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