Waltsberghöchi - Schneeschuhe finden den Weg auch im Nebel


Publiziert von CampoTencia Pro , 9. Januar 2019 um 16:39. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Zürich
Tour Datum: 7 Januar 2019
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT1 - Leichte Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-ZH   Zürcher Oberland 
Aufstieg: 530 m
Abstieg: 510 m
Kartennummer:1093 Hörnli, 1113 Ricken

Hatten wir vor vier Tagen auf unserer Chrüzegg-Tour noch wenig Schnee und viel Sonne und Wolken, so haben wir heute genau das Gegenteil: viel Schnee und tiefliegender Nebel. Wir laufen in Fischenthal die rutschige Würzstrasse hoch und sind froh, als wir oben in Würz auf die Schneeschuhe umsteigen können. Über freies Gelände geht es aufwärts. Eine Skifahrerin kommt uns entgegen. Im schweren Schnee sind ihre Schwünge nicht ganz so elegant. An märchenhaft verschneiten Bäumen entlang erreichen wir die Ghöchweid. Im Hang zu 'unserem' Ferienhäuschen hoch ist alles diffus, kontrastlos, der Nebel verschluckt uns. Wir putzen den Schnee von den Bänken weg und machen Trinkpause. Heute müssen wir auf die schöne Aussicht verzichten.
 
Leicht absteigend gelangen wir nach Ghöch queren die verlassene Skipiste. Die schönen Birken auf der Waltsberghöchi sehen wir erst im letzten Moment. Wie Geisterbäume stehen sie in der Nebellandschaft und halten einmal mehr als Fotomotiv her. Als Silberfäden hängen die feinen, verschneiten Äste herunter. Stille und Nebel vermitteln uns ein eigenartiges Gefühl.
 
Am Stüssel entlang finden wir die ersten Spuren von Winterwanderern und erreichen bald das Frauenbrünneli. Wir steigen gegen die erste Anhöhe des langgezogenen Allmen hoch. Zwischen verschneiten Bäumen geht es ebenaus auf dem flachen Kamm weiter. Heute zweigen wir von unserem üblichen Weg auf die Waldstrasse ab, in der Meinung, dass es auf dieser besser zu gehen ist als über die Treppen im SW-Hang. Die zertretene Spur im schweren Schnee macht das Gehen aber bald mühsam und wir bereuen unseren Entscheid. Als wir den Wald bei der Allmenweid verlassen, steigen wir wieder zu unserem bekannten Weg zum Hörnli hoch. Der Wind hat kunstvolle Schneeskulpturen an den Baumstämmen hinterlassen und Schneeverwehungen bringen viel Abwechslung am Weg. Beim Grillplatz setzen wir uns für eine Essenspause hin. In Gedanken stellen wir uns ein wärmendes Feuer und eine Grillwurst vor.
 
Unten bei der Egg entledigen wir uns der Schneeschuhe und marschieren erst der Strasse entlang über Schufelberg hinunter, um dann über das Moos nach Gibswil zum Bahnhof zu gelangen.
 
Mit einer Nebeltour im Märchenland haben wir unser Wanderjahr eröffnet und hoffen nun auf viele weitere schöne Erlebnisse unterwegs.
 
 

Tourengänger: CampoTencia, Krokus


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