Gipfelsammeln von der Scheinbergspitze bis zum Brunnenkopf


Publiziert von steinziege , 6. Juni 2009 um 17:08.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Ammergauer Alpen
Tour Datum:30 Mai 2009
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 2 Tage
Unterkunftmöglichkeiten:Kenzenhütte (privat, HP obligatorisch)
Kartennummer:UK L 10

Wir sind teilweise einer sehr ausführlichen Tourenbeschreibung auf www.gipfelsuechtig.de nachgegangen (vielen Dank an den Autor!) und hatten das Glück, dass kaum noch Schnee lag und díe vorhergesagten Regenschauer ausblieben.
 

Man folgt vom Sägerbachtalparkplatz (Graswangtal) aus dem Fahrweg, der sich sofort gabelt, nach links über eine Brücke. Nach einer Weile zweigt direkt nach der nächsten Bachüberquerung (Brücke) ein Weg aufwärts in den Wald ab (schwarze Strichelung auf der Karte, die o.g. Tourenbeschreibung nimmt eine etwas andere Route!), der sich bald verliert. Man hält weglos weiter sws aufwärts durch den lockeren Wald, bis man den Rücken dieser Bergrippe erreicht und aus dem Wald ins Gras- und Latschengelände kommt. Danach leichte Kraxelei über den SO-Grat auf die Scheinbergspitze (1923m).

Vom Gipfel über den NW-Grat abklettern, dann am Grat lang teilweise durch Latschen in die Lammscharte hinunter.

Um auf den Ostgrat des Lösertalkopfes (1859m) zu gelangen, haben wir auf Empfehlung unserer "Vorhut" (danke!) die "Wand", vor der man in der Scharte steht, rechts umgangen. (Auf www.gipfelsuechtig.de wird eine andere Route vorgeschlagen.) Auf dem Grat abwechselnd Trittspuren an der Kante und Latschengewühle - drüber, durch, drunter *g*. Vorsicht mit der Routenführung, der Gratverlauf ist deutlich, aber nicht gerade. Auf den eigentlichen Gipfel nochmal ein paar Meter leichte Kletterei und zurück.

Von dort aus nordwärts absteigen, man sieht schon die Wanderwege, die am Lösertaljoch vorbeiziehen.

Bei den weglosen Gratkraxeleien gab es öfter brüchiges Gestein und steiles Gebrösel Marke Kugellager.
Die Schwierigkeitsangabe (T4- bzw. UIAA I) ist grob geschätzt.
 

Ab hier geht es jetzt ganz zivil mit deutlichen Steigen, Markierungen, Wegweisern weiter - und ab hier hört die Bergeinsamkeit auf. Da das Wetter nicht so strahlend war, hielt sich der Verkehr allerdings sehr in Grenzen.

Unsere Tour verläuft jetzt nordwärts über Scheinbergjoch und Bäckenalmsattel zur Kenzenhütte, was einigen Teilnehmern nach den bisherigen Anstrengungen vollauf genügte. Wir anderen nahmen noch die kurzweiligen Abstecher zum Hasentalkopf (1797m) und Vorderen Scheinberg (1827m) mit - auf letzterem waren es dann nur noch Zwei *g*.
 

Am nächsten Tag ging es zurück zum Bäckenalmsattel und von dort nordwärts auf die Hirschbergalm (Abstecher zum Grubenkopf, 1847m) und dann meist in nordöstlicher Richtung auf dem Graskamm gemütlich über den ganzen Feigenkopf (1866m) und in leichter Kraxelei auf die Große Klammspitze (1927m). Damit befindet man sich im beliebtesten Wandergelände der Region, es wird also voller. Über diesmal festeres Gestein auf der anderen Seite hinunter und auf harmlosen Wanderwegen zu den Brunnenkopfhäusern(Abstecher auf den Brunnenkopf, 11718m).

Vom Schneefeld auf der Klammspitz-NO-Seite waren nur noch kleine Reste abseits des Weges übrig.

Von den Brunnenkopfhäusern führt ein breiter, langweiliger Wanderweg durch den Wald schnell und direkt zu Schloß Linderhof (Kulturschock...), von dort ein Talweg parallel zur Straße zurück zum Ausgangspunkt.
 

Streckenweise liefen wir über einen regelrechten Blumenteppich - Sumpfdotterblumen, Silberwurz, Schusternagerln, Soldanellen, Gentiana Clusii, Schlüsselblumen, Bergaurikeln, Mehlprimeln, Mannsschild... Bergfrühling vom Feinsten.

NB: Die Tour ist nach der Erinnerung aufgeschrieben, Angaben ohne Gewähr!


Tourengänger: steinziege

Galerie


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