Schrankogelüberschreitung(3497m) von Gries aus als Tagestour


Publiziert von trainman , 1. Januar 2019 um 02:47.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Stubaier Alpen
Tour Datum: 3 August 1986
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 7:45
Aufstieg: 1900 m
Abstieg: 1900 m
Strecke:Gries-Amberger Hütte-Hohes Egg-Schrankogel(3497m)-Ostgrat-Gries(21km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PKW nach Gries
Zufahrt zum Ankunftspunkt:siehe oben
Unterkunftmöglichkeiten:Hotels in Gries, für Hüttenfreunde die Amberger Hütte
Kartennummer:Kompass,Ötztaler Alpen

Der riesige Schrankogel ist die Nummer 2  in den Stubaier Alpen hinter dem wenige Meter höheren Zuckerhütl und hat den großen Vorteil, dass er ohne Gletscherüberquerung erreichbar ist. Die technischen Schwierigkeiten sind relativ gering(bei guten Verhältnissen!!), daher findet man ihn auch im Buch "Dreitausender mit Weg" von Dieter Seibert.
Als Tagestour von München aus ist er nur mit sehr guter Kondition zu schaffen--und einem Auto. Mit Bahn und Bus geht da leider gar nichts. Ich hatte ihn im Alleingang im Rahmen eines Kurzurlaubs in Gries geplant, aber mein Tennisspezi Wolfgang überredete mich zu einer Gewaltaktion. 
Nach ca. 2,5h Autofahrt von München nach Gries wurde sofort losmarschiert. Schon nach etwa 1h  passierten wir die Amberger Hütte-bei einer Tour mit Wolfgang war eine kurze Einkehr natürlich tabu, es ging sofort weiter nach oben über das Hohe Egg und eine endlos erscheinende steile Flanke. Das Gelände war für mich gut zu gehen und der sehr schnelle Schritt machte mir nichts aus. Erstaunlich war allerdings, dass der deutlich schwerere Wolfgang das durchgehalten hatte und das auch noch mit einem für diese Tour unsinnig schweren Rucksack. Offensichtlich verfügte er über gewaltige Körperkräfte.
Kurz vor dem Gipfel gibt es leichte Kletterei mit gutem Halt, eventuell I+.
Zeit von Gries zum Gipfel: 3h 41min.
Oben hat man natürlich beste Aussicht in alle Richtungen, da der Schrankogel alle seine unmittelbaren Nachbarn klar überragt.
Die Überschreitung sah gefährlich aus und Wolfgang musste für diese Abstiegsvariante intensive Überzeugungsarbeit leisten. Das Problem für mich waren etliche Schneereste auf dem ausgesetzten Grat, mit der damit verbundenen Rutschgefahr werde ich mich wohl nie anfreunden.
Landschaftlich ist dieser Übergang jedoch wesentlich schöner als der Aufstiegsweg. Nach dem Grat geht es über eine lange Moräne ins Tal und an der Amberger Hütte vorbei zurück nach Gries.
Bleibt noch anzufügen, dass Wolfgang kurz vor München noch unbedingt eine Dreiviertelstunde auf dem Starnbergersee im letzten Licht windsurfen musste, die Bergtour und über 400km Autofahrt waren für diesen hyperaktiven Mann nicht genug...

Tourengänger: trainman


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