ab Stockhütte überm Nebelmeer - mit Stock und Schattigenstock


Publiziert von Felix Pro , 3. Januar 2019 um 15:16. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Nidwalden
Tour Datum:29 Dezember 2018
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-NW   Bauen - Brisen - Bürgenstock 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 1030 m
Abstieg: 510 m
Strecke:Emmetten, Parkplatz Talstation LSB - Emmetten, Talstation Niederbauenbahn, P. 774 - P. 872 - P. 882 - Hammen - Eggeli, P. 1067 - Stockhütte - Stock - Schattigenstock - P. 1304 - P. 1317 - Oberen Holzweg - Twäregg, P. 1498 - P. 1629 - Stockhütte - Bergstation Sessellift Klewen - Talstation Sessellift Emmetten Aengi - P. 1374 - P. 1348 - P. 1317 - P. 1304 - Stockhütte, P. 1277
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Huttwil - Ettiswil - Sursee, Autobahn bis Beckenried (Süd), Emmetten
Zufahrt zum Ankunftspunkt:LSB Stockhütte - Emmetten
Kartennummer:1171 - Beckenried

Trostlos sieht’s aus, wie wir unter einer dicken Nebeldecke in Emmetten, beim Parkplatz der Talstation LSB Stockhütte, losziehen, erst mal der Strasse entlang, bis zur Talstation Niederbauenbahn.

Hier biegen wir von der Strasse ab und folgen, nun steiler, dem WW hinauf (durch teilweise übel abgeholzten Steilwald) zu P. 872. Nach wenigen Metern auf der Fahrstrasse - bis zu P. 882 - verlassen wir diese und schreiten, nun mitten in der Nebelschicht, erst im Wald, danach über Felder, weiter hoch nach Hammen; hier wird die Weganlage flacher.

 

Dergestalt wandern wir weiter - nun mit Schneeunterlage - nach Eggeli;  kurz danach verwenden wir einen Feldweg, welcher in südlicher Richtung abbiegt, und bis zu einem der zahlreichen Zulieferer des Choltalbaches führt. Jenen überqueren wir auf einem Brückchen nahe den spärlichen Überresten einer Hütte. Ab hier halten wir in südwestlicher Richtung weglos auf die ersten (im Nebel lange nicht sichtbaren) Häuser bei Kalthütten zu - die Gondelbahn nehmen wir doch bereits (lärmmässig) gut wahr.

Exakt zum Zeitpunkt, wie wir die ersten Liegenschaften erreichen, entrinnen wir dem Nebel, und können das beeindruckende Nebelmeer erkennen, welches sich über weite Teile des Mittellandes und über dem Vierwaldstättersee erstreckt - Rigi, Mythen und Niderbauen Chulm erscheinen so in bester Art, wie wir schliesslich zur Stockhütte ansteigen.

 

Nach einem Kaffeehalt - auf der Sonnenterrasse! - machen wir uns auf zur heutigen Gipfelbesteigung; Neuland erwartet uns. Unmittelbar bei der Gondelbahnstation nehmen wir eine weglose Abkürzung (auf welcher jedoch im Schnee bereits Fussspuren festzustellen sind), um auf den von der Nordseite her ansteigenden BWW zu gelangen. Rasch führt dieser steil zur bemerkenswerten Felswand hoch, eine Stufenanlage leitet weiter hoch bis zum Sattel unterhalb der hier nun deutlich erkennbaren Aussichtskanzel des Stock’ - eine wunderbare Entdeckung machen wir hier: exponiert, vorgelagert, ergibt sich hier ein fantastischer Blick zum  Buochserhorn und über die Rigi und Mythen, Fronalpstock bis zu den beiden Bauen - alle sie über dem riesigen Nebelmeer von der Sonne angestrahlt!

 

Dieses Highlight darf mit einem (seltenen) Selfie festgehalten werden, bevor wir die wenigen Meter auf dem eingezäunten Zustiegsweg wieder absteigen und uns auf die flache, doch lauschige, Wanderung über den Schattigenstock begeben. Diese erweist sich als eine sehr sonnige, ist doch dessen Ostseite wohl wegen Sturmschäden sehr besonnt; erst der Abstieg zum Oberen Holzweg verläuft im eher schattigen Wald.

 

Auf diesem (heute) Winter-WW gewinnen wir im Wald nach und nach die Höhenmeter bis zur Twäregg, wo wir - mit Blick auf die Skiliftanlage (heute infolge zu wenig Schnees nicht in Betrieb) - wieder an die Sonne treten.

Dank eines mir als schwache Spur erscheinenden Anstieges und der im nachhinein ungenauen GPS-Angaben finden wir eine überaus „anregende“ unwegsame Variante, welche uns über steile felsige Abschnitte, durch Buschwerk und gelegentlich im Steilwald zu einem herrlich gelegenen, lichten Plateau und zum felsbesetzten westlichen Gratausläufer des Stollens leitet - wie genussvoll nehmen wir hier unsere Mittagsverpflegung ein und - und erfreuen an Sonne, Wärme und Aussicht.

 

Etwas später finden wir uns wieder auf dem BWW, auf welchem wir ansteigen zu P. 1629 auf Ärgglen; eine prächtige, sonnige, Winterwanderung durch den hier etwas tieferen Schnee bringt uns in den Trubel auf Klewen, Stockhütte (Skilift-Bergstation und Restaurant). Wir setzen uns davon sogleich ab, und erfreuen uns auf einer Ruhebank wenige Meter weiter unten (am WW rund um den Klewenstock) ein letztes Mal ob der schönen Aussicht zu  Schwalmis, den beiden Bauen und zum Nebelmeer.

Danach versuchen wir dem unmarkierten Weglein Richtung Blindfeld zu folgen - der hier liegende Schnee erheischt im Schräghang ein wenig Vorsicht - ein grösseres Problem bietet uns jedoch bald das Schild der Wildruhezone eingangs Wald. Wir entscheiden uns hier, die Wegspur zu verlassen und unser Glück in einem steilen, weglosen, teils doch sehr rutschigen Hang mit Schneeauflage zu versuchen, um zur Talstation des Skilift Emmetten Aengi zu gelangen. Dies gelingt uns doch gut - nur befinden wir uns, hier angekommen, leider wieder im Schatten

Darin leiten wir über zum abschliessenden Gang: via P. 1374 und P. 1348 erreichen wir das Strässchen, auf welchem wir - bei nun wieder kühleren Temperaturen - weiter laufen und auf P. 1317 wieder in den (nach Oberen Holzweg führenden) WW einmünden. Über P. 1304 gelangen wir - bei wieder ansteigender Hochnebeldecke rechtzeitig zum Berghaus Stockhütte, bevor wir nach einem Einkehrschwung mit der Gondelbahn sofort wieder in den Nebel eintauchen während der Fahrt hinunter nach Emmetten, Talstation LSE.

 

▲ 1 h 20 min bis Stockhütte

 

▲ 1 h 40 min bis an den Fuss des Stollen'

 

▼ 1 h 25 min bis Stockhütte

 

("aufgestellt") als muntere Gruppe unterwegs mit Ursi


Tourengänger: Ursula, Felix, Freudenjuz


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