Rigi Kulm 1797.5 m.ü.M. - Direttissima von der Seebodenalp aus


Publiziert von Felix Pro , 5. Juni 2009 um 11:16. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 3 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Rigigebiet   CH-SZ 
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:Seebodenalp - Rütlersplangg - Ronenboden - Bändere-Bänkli - Rigi Kulm - Rotstock - Chänzeli - Alpwirtschaft Räb - Seebodenalp
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW oder Luftseilbahn Küssnacht-Seebodenalp
Kartennummer:1151

Das vorangegangene Wetter liess uns den nördlichen, vorgelagerten Aussichtspunkt Rigi Kulm ratsamer erscheinen als mögliche Ziele entlang der Zentralschweizer Berge - wie Recht hatten wir doch: bereits früh im Tagesverlauf bildeten sich zahlreiche Wolken um die Innerschwyzer Voralpen.
Nach dem tollen Erlebnis der Bützi-Duume-Begehung im schönsten Kalk wagten wir uns an den Aufstieg ab der Seebodenalp über den Bänderweg: er sollte es in sich haben ...

Erst verpassten wir im steilen, waldigen Aufstieg südlich von Rütlersplangg die Abzweigung nach Ronenboden (erst auf der neusten, 2009er-Karte eingezeichnet) auf ca. 1280 m.ü.M. - ein lauschiges, vom berganführenden breiten Fahrweg kaum erkennbares Weglein, das sich der Höhenkurve entlangzieht zum Ronenboden.

Doch später dann machte mir, noch vor dem Bänderen-Bänkli. der mir ungewohnte Nagelfluh in der etwa zehn Meter hohen Schlüsselstelle mehr zu schaffen als "geplant". Die Schuhe nass und voller Erdrückstände (hatte es doch viele pflotschige Stellen im Wald und auf den Wiesen von den letzten Regengüssen), der Nagelfluh verständlicherweise weniger griffig als der vorzügliche Kalk am Urmiberg - Ursulas moralische und physische Unterstützung war die entscheidende "Aufstiegshilfe"! Das gespannte Seil mit integrierten Metallknöpfen tat das seine, das Fluhband zu bezwingen.

Der nachfolgende Weitermarsch ab dem Bändere-Bänkli war dann höchst genussvoll: über prächtige Blumenwiesen und zwei kurze leichte Kraxelstellen führten die Serpentinen zum Touristengipfel Rigi Kulm - entsprechend viel Abfall sammelten wir unterhalb der Aussichtsterrasse beim Sendeturm ein ...
Nach einer gemütlichen Gipfelrast wanderten wir zum Rotstock, nahmen dort den westlichen kurzen und steilen Direktabstieg zur Staffelhöhe und konnten anschliessend auf dem fantastisch positionierten Aussichts-"Chänzeli" einen nur noch sehr eingeschränkten Blick auf die Zentralschweizer Bergwelt erhaschen: die Wolkenbildung war bereits stark fortgeschritten.

Die nachfolgende Kehrtwende nach Norden zur idyllisch gelegenen Räbalp liess wieder farbigere, sichtigere Bilder aufkommen. Die gemütliche Rast auf der freundlichen Alp verkürzte uns auch der junge, drollige Mischlingshund "Leuki".

An der Alp Ruodisegg vorbei - hier doch schon beträchtlich viele "Touristen" - liefen wir mit dem nochmaligen Blick auf unsere Aufstiegsroute mit dem markanten Felsband unter dem Bänderweg der Seebodenalp entgegen; voller Glück und Stolz auf den gelungenen erstmaligen, direkten Nordaufstieg. Herzlichen Dank der wie gewohnt umsichtigen und "aufbauenden" Bergkennerin Ursula

Tourengänger: Ursula, Felix

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