Citlaltepetl Nordroute


Publiziert von detlefpalm Pro , 23. Dezember 2018 um 08:14.

Region: Welt » Mexiko
Tour Datum:16 November 2007
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: MEX 
Zeitbedarf: 1 Tage 10:00
Strecke:8 Kilometer

Citlaltepetl, besser bekannt als Pico de Orizaba, ist der höchste Berg Mexikos, und der dritthöchste in Nordamerika. Da lohnt es sich schon mal hinzufahren, besonders weil so ein Trip sich mit mehreren anderen Vulkanen und kulturellen Erlebnissen verfeinern lässt.

Nachdem wir uns auf 4 anderen mexikanischen Vulkanen wenn nicht getummelt, so doch akklimatisiert hatten, war jetzt die Zeit für den Orizaba gekommen. Unsere bevorzugte Route war die nördliche, da dort der Anstieg über den Jamampa-Gletscher mehr Eindrücke versprach als die (einfacher eingestufte) Südroute. 

Am Abend Anreise nach Tlachichuca. Die dort ansässige Servimont Agentur bietet einfache Übernachtung in einer umgebauten alten Salzfabrik, und auch den Transport zum Piedra Grande Refugio, welches nur mit Allradantrieb zu erreichen ist (jedenfalls war es so in 2007). Die Übernachtung in Servimont ist rustikal, das Essen deutlich besser.

Nächster Tag dann hochgefahren zum Refugio, in einem recht abenteuerlichen Pritschenwagen. Refugio Piedra Grande liegt auf ca 4200 Meter Höhe, und ist hauptsächlich ein sehr zugiger Steinbau mit zwei Reihen Holzpritschen. In und um der Hütte war recht geschäftiges Treiben, und es wird im gleichen Raum von mehreren Gruppen mit Getöse auf riesigen mitgebrachten Gaskochern gekocht. Es gibt auch noch eine Biwakschachtel, die war schon belegt. Daher schliefen wir im mitgebrachten Zelt, etwas ab vom Getümmel und weitgehend ruhig. 

Um ca 1:30 am Morgen stehen wir auf, kochen etwas Suppe, und los gehts, bevor die anderen Gruppen ihre Schuhe geschnürt haben. Der Anstieg führt erst entlang einer Wasserleitung, dann steiler werdend durch gemischtes Gelände, schließlich durchs Labyrinth bis auf eine Höhe von 5100 Meter. Ab dort nur noch Firn, bzw. Eis. Der Aufstieg über den Firn zieht sich in die Länge - es sind nur noch ca 500 Meter bis zum Kraterrand, aber die Höhe macht zu schaffen. Die Bedingungen sind ideal; Sonnenschein, nur mäßiger Wind. Von dem Wölkchen das den Orizaba regelmäßig umweht is noch nichts zu sehen. Es ist steiler als es aussieht; und zum Kraterrand wird es noch steiler. Nach langer Zeit und viel Schnaufen stehen wir endlich am Kraterrand. Der Blick in den Schlot kommt etwas überraschend, ist aber sehr beeindruckend, mit den gegenüberliegenden senkrechten Felsabbrüchen.

Für viele Aspiranten gilt der Kraterrand als Besteigung. Wir gehen noch weiter zum höchsten Punkt, zu den verbogenen Gipfelkreuzresten. Wir haben eine tolle Aussicht rundherum.

Der Abstieg zieht sich hin, obwohl die Streckenfindung durch das Labyrinth bei Tageslicht deutlich einfacher ist - immerhin hat man fast durchgehen das Refugio Piedra Grande im Blick. An der Hütte angekommen, kommt dann auch bald der Wagen um uns abzuholen.

Damit ist unser Wunschtraum in Erfüllung gegangen - fünf Vulkane in Mexiko bestiegen. Ein sechster wartet noch - Paricutin.

Tourengänger: detlefpalm


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