Nevado De Toluca - Pico del Fraile


Publiziert von detlefpalm Pro , 20. Dezember 2018 um 10:28.

Region: Welt » Mexiko » Mexico
Tour Datum: 7 November 2007
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: MEX 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 500 m
Abstieg: 500 m
Strecke:6 Kilometer

Nevado de Toluca war als unsere nächste Akklimatisierungs-Station gedacht. Rückblickend war es eine überaus lohnende Tour, die auch für sich alleine schon eine weite Fahrt lohnt.

Pico del Fraile, der höchste Punkt des Vulkans, gilt als der viert-höchste Berg Mexikos.

Von der Stadt Toluca fuhren wir bis Raices; dort biegt man ab in den National Park. Im November 2007 braucht man keinen Eintritt zu bezahlen, und es gab sogar etwas weiter eine Art Behausung mit Matratzen, auf denen wir nächtigen durften. Das war durchaus willkommen, da es doch auf ungefähr 3700 Meter Höhe schon empfindlich kalt wurde. Der etwas gammelige Gasherd hatte auch Gas, man tat aber gut daran sein eigenes Geschirr dabei zu haben. Die Mäuse huschten im Schein unsere Taschenlampen hin und her, und gaben auch nachts wenig Ruhe. All das hat sich bis heute bestimmt geändert.

Am nächsten Morgen, noch ohne Kopfweh, dann hoch in den Krater gefahren, vorbei an einer Zahl und Registrierungs-Stelle. Wir konnten noch in den Krater bis zu den Seen weiterfahren - heute ist das glaube ich nicht mehr möglich. Wir waren auch wieder den ganzen Tag die einzigen Besucher.

Im Krater liegen zwei Seen, der Sonnen und der Mondsee, wobei der kleinere der weitaus tiefere ist, und angeblich Scuba Diving darin geübt wird.

Der Krater Rand, mit Pico del Fraile als dem höchsten Punkt, sieht recht gezackt aus. Es sind ungefähr 500 Höhenmeter vom Kraterboden bis zum Gipfel, aber die fehlende Höhenanpassung macht sich gewaltig bemerkbar. Erst geht es gemütlich über Hänge hoch - am Grat dann wird es interessant, und die Konzentration lässt die aufkommende Müdigkeit vergessen. Vor dem Gipfel gibt es noch über Blöcke einen Gratturm um- und überzuklettern. Was aus der Ferne etwas furchteinflössend aussah, entpuppt sich aus der Nähe mit etwas Überlegung gut steigbar (einige Meter I, etwas ausgesetzt).

Der Gipfel steilt noch mal auf, wieder mit Blöcken, aber auch da gibt es immer wieder eine Durchschlupf. Der Gipfel ist erwartungsgemäß recht klein. Wir haben Glück und eine super Aussicht in all Richtungen. Langsam macht sich auch die Ermüdung, bzw die fehlende Akklimatisierung bemerkbar. Lang halten wir uns nicht auf, und steigen auf der anderen Seite ab bis in den Sattel. Von dort durch Geröll zurück zum See.

Zufrieden mit uns selbst beschließen wir, aus Akklimatisierungsgründen, oben an der Zahlstelle zu zelten, auf ca. 4100 Meter. Wir schlafen weniger als gedacht. Am Morgen haben wir dröhnende Kopfschmerzen. Wir lassen unser Zelt stehen, und fahren runter nach Raices. In einer Tankstelle gibt es heiße Schokolade. Wir machen noch ein paar Besorgungen, die Kopfschmerzen sind wie weggeblasen. Wir fahren wieder hoch zu unserem Zelt, und besteigen noch einen Nebengipfel des Toluca, von dem man einen umfassenden Blick in den Krater und den Pico del Fraile hat.

Die Roßkur sollte wirken - an den nächsten Gipfeln hatten wir jedenfalls (fast) kein Kopfweh mehr. 

Tourengänger: detlefpalm


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25 Dez 97
Nevado de Toluca · Much-Wœlli

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