Seealpsee mit Kleinkindern


Publiziert von KraxelDani , 7. Juni 2009 um 21:55.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:22 Mai 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AI   Alpstein 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 400 m
Abstieg: 400 m
Strecke:Wasserauen - Hüttentobel - Hütten - Spitzigstein - Berggasthaus Seealpsee und am Folgetag auf gleichem Weg zurück.
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Appenzeller Bahn nach cff logo Wasserauen
Unterkunftmöglichkeiten:Berggasthaus Seealpsee
Kartennummer:1:25'000: 1115 Säntis

Für Kinder ist ein steinreiches Seeufer und eine Übernachtung in einem Berggasthaus ein besonderes Erlebnis. Und der gerne fotografierende Vater hat im langsamen Tempo Gelegenheit für sein Hobby.

Ganz problemlos ist die Kombination ja nicht, denn alleine mit den Kleinkindern unterwegs zu sein erfordert viel Geduld und dauernde Präsenz. Da kann man für einen besseren Fotoausschnitt nicht einfach auf den nächsten Hügel rennen. Und im Kindertragrucksack bleibt neben Windeln, Ersatzkleidern und Motivationsverpflegung kein Platz für grosse Ausrüstung; schwer trägt man auf jeden Fall.

Und die Geduldsproben und Schweissperlen haben sich gelohnt! Die Kinder wähnten sich im Paradies, und die Fotos (besonders jene von der ¼-stündigen Solo-Morgenstille-Fotopirsch) bereiten mir grosse Freude.

Schon auf mehreren früheren Touren habe ich die Bergfrühlingsstimmungen im Alpstein schätzen gelernt. Ebenso die familiäre Atmosphäre in den Gasthäusern, wenn nicht viel los ist.

1. Tag:

Nach der ÖV-Anreise gestaltete sich der Start eher harzig: Alles, was hinter dem Rücken lief (Bahnhof, Luftseilbahn, Parkplatz, Baggersee, Traktor) war spannender als der Aufstieg über die Wiese. Sobald aber im Wald die Treppenstufen begannen, gings plötzlich vorwärts. Doch auch der Aufsteig zog sich trotz Motivationssüssigkeiten dahin, so dass wir gleich nach dem Wald (am Bach) eine grössere Pause einlegen mussten. Kaum wieder abmarschiert, machte sich ein Donnergrollen bemerkbar, das mir gar nicht gefiel. Mein Aktionsradius für einen Unterstand war mit den beiden Kindern nicht gerade gross. Als wir dann den Aufstieg geschafft hatten verzog sich das Gewitter glücklicherweise wieder.
Bis zum See war nun aber weiter Geduld gefordert, da er lange nicht sichtbar war. Doch dann kam, worauf sich die Kinder schon lange gefreut hatten: Pause am See zum Steine reinwerfen. Wolken kamen und gingen, allmählich zeigte sich die Sonne wieder. So umrundeten wir noch den See bis zum Berggasthaus Seealpsee. Beim Nachtessen zeigten die Kinder guten Appetit, war doch sogar der 2-jährige bis auf 2 x 100m alles auf den eigenen Füssen hochgelaufen. Es gab frühe Nachtruhe im Minimassenlager mit 4 Matratzen.

2. Tag:

Nach einer guten Nacht empfing uns wunderbares Wetter. Noch vor dem Morgenessen gingen wir alle nach draussen, die Kinder auf die Rutschbahn und der Papi mit dem Fotoapparat ans Seeufer. Einfach einmalig, die gespiegelten Morgenstimmungen! Zwischendrin mal wieder nach den Kindern geschaut und nochmals Fotozeit bis die Geduld der Kinder zuende war.
Gestärkt mit dem feinen Morgenessen mit je einem Zöpfli für alle starteten wir wieder die Seeumrundung. Doch auch dieser Start verlief eher zäh, der Weg war einfach zu breit und zu langweilig. Also gabs einen Abstecher zu einigen Felsbrocken, teilweise im schattigen Wald, wo die Kinder einige Kletterversuche unternahmen und ich etwas Bärlauch erntete. Nach einem weiteren kurzen Stück um den See gabs schon wieder Pause, damit wir nochmals den Strand geniessen konnten. Im Gegensatz zum Vortag waren wir nicht mehr alleine, immer mehr füllten sich die Plätze. Die Kinder störte dies weniger als mich, war ja interessant: die anderen Kinder, bellende und badende Hunde, Feuer mit Würsten und was es sonst noch alles zu sehen gab.
So kurz nach Mittag begannen wir dann den Rückweg. Weil es schon richtig heiss geworden war, trug ich den jüngeren Sohn (bald schlafend) bis zum höchsten Punkt, so kamen wir schneller durch das schattenfreie Stück. Den Rest lief er dann wieder selber, jedoch waren mehrere Pausen nötig. Zum Ende, nach dem Wald, wurde es dann wieder spannend: Viele Gleitschirme in der Luft und einer, der irgendwo zwischen Felswänden auf einem Baum hing, ein Helikopter flog hin und her, ein Polizeiauto stand da - was könnte ich meinen Buben mehr bieten?
Um 15.45 Uhr waren wir wieder beim Bahnhof Wasserauen angelangt und etwas mehr als 1 Stunde später wieder zuhause.


Tour im Alleingang mit zwei Kleinkindern (4½- und 2-jährig), Tragrucksack und "Handgepäck", welches im Rucksack die meiste Zeit den Platz des Kindes einnahm.
 
 

Sollte Dich diese Tourenbeschreibung zu einer Nachahmung animiert haben oder falls Du bei einer ähnlichen Begehung ein besonderes Erlebnis hattest, so freue ich mich auf ein Echo!
Sende mir eine Nachricht über hikr.org oder per
Mail.

Tourengänger: KraxelDani

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»