Kandel (1241 m) - ab Sägendobel via Gummen- und Thomas-Hütte und den Großen Kandelfelsen


Publiziert von alpstein Pro , 24. November 2018 um 17:59.

Region: Welt » Deutschland » Südwestliche Mittelgebirge » Schwarzwald
Tour Datum:24 November 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Aufstieg: 750 m
Abstieg: 750 m
Strecke:12,5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über A81 bis Ausfahrt Geisingen - B31 bis Neustadt-Mitte - Jostal - St. Märgen - St. Peter - Sägendobel (PP in der Mitte des Weilers)
Kartennummer:Kompass online

Oh Schwarzwald, oh Heimat. Eine Schwarzwaldtour stand für dieses Wochenende wieder einmal auf dem Plan. Meteorologischen Gründe sprachen zwar mehr für den Sonntag, aber mangels Zeit mussten wir uns mit dem heutigen Samstag begnügen. Wir kamen trocken und gut durchlüftet durch den Tag. Die Sonne zeigte sich spärlicher als vorhergesagt. Mystische Nebel- und Wolkenstimmungen haben aber auch ihren Reiz. Viel Wandervolk war heute nicht unterwegs.

Ausgangspunkt war der Weiler Sägendobel (740 m) in einem wirklich engen Dobel nordwestlich von St. Peter an der Straße auf den Kandel gelegen. Unser Rundkurs führte uns zunächst an das östliche Ende des Weilers, wo der Wanderwegweiser mit dem K auf einen Wiesenpfad bergauf zeigte. Windgeschützt ging es dann im Wald weiter. Am Sägweiher Dreier standen zwei Varianten zum Kandel zur Wahl, von welchen wir die kürzere, mit einer gelben Raute markiert,  Richtung Brandeck (927 m) wählten. Auf dem freien Feld zog es ganz schön um die Ohren, was uns aber nicht weiter störte. Zum Wind kam vorübergehend auch noch dichter Nebel, die Stimmung verdrießen ließen wir uns dadurch nicht. Schließlich kam überraschend sogar die Sonne hinter den Wolken hervor.

Vor dem Gang zum Gipfel hatten wir erst noch den Abstecher zur Thomas-Hütte (1073 m) geplant. Die Traverse mit Zwischenabstieg dorthin führt über die Gummenhütte, welche um diese Jahreszeit nur bei Schönwetter geöffnet hat. Für das durstige Wandervolk steht aber ein gut gefüllter Selbstbedienungskühlschrank bereit. Wir gingen ohne Promille weiter. Der Abstecher über das Hoschgetkreuz zur Thomas-Hütte ist auch wirklich lohnend, bietet sich doch ein herrlicher Ausblick in das Glottertal und in die Rheinebene hinaus. Der Feldberg blieb weiterhin wolkenverhüllt. Wieder ein Stück zurückgehend, wechselten wir in die Westflanke vom Kandel mit Ziel Großer Kandelfelsen (1100 m), den wir nach einigem Ab und Auf erreichten.

Der Große Kandelfelsen wird von Kletterern für Übungszwecke genutzt. Wir haben ihn auch in einer kurzen Kraxeleinlage (II-) erklommen. In der windgeschützten Flanke haben wir am Hesselefelsen dann noch eine kurze Vesperpause eingelegt. Den Gipfel haben wir nach 3 Stunden im stürmischen Wind quasi nur passiert. Der Abstieg führte uns in einer Stunde auf der direkten Variante (Wegweiser "steiler Abstieg") nach Sägendobel zurück.

Fazit: Wenn die Sonnenausbeute auch mager war, herrschten gute Wanderbedingungen. Etwas wetterfest musste man allerdings schon sein. Vom Sägendobel mal mit Schneeschuhen die direkte Variante auf den Kandel zu nehmen, steht schon auf dem Plan.

Route: Eine Wegbeschreibung braucht es nicht. Es ist alles bestens markiert.

Tourengänger: alpstein, Esther58


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