Auf alten Pfaden zur Montaña de la Fortaleza


Publiziert von Bembelbub , 12. Juni 2009 um 22:57.

Region: Welt » Spanien » Kanarische Inseln » Santa Cruz de Tenerife
Tour Datum:26 Mai 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 2:45
Aufstieg: 300 m
Abstieg: 300 m
Strecke:Cruz de Hilda - Los Toscales - La Hendedura - El Paso - Montaña de la Forteleza (gleicher Weg zurück)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem PW über die TF-436 zum Cruz de Hilda

Zwischen Barranco de Masca und Barranco Juan López verläuft vom Cruz de Hilda ein alter Saumweg zur Montaña de la Fortaleza. (Eine kurze Einleitung über diese Saumwege im Teno-Gebirge steht im Bericht von der Tour zu den Tierras de Abache). Die Tour startete ich am Nachmittag bei typischen Tenowetter (windig und bewölkt) am Cruz de Hilda. Ein breiter Fahrweg führte mich zu einem kleinen Sendemast und gleich darauf zum eigentlichen Beginn des Steiges. Dieser umgeht zunächst den Altecor im Osten und einen weiteren kleinen Gipfel (mit Steinmann) im Westen bevor er ein Stück leicht ausgesetzt auf der Grathöhe verläuft. Hier hat man einen schönen Blick nach Masca hinunter.

Der Weiterweg sah etwas düster aus. Ich hatte keine Ahnung auf welcher Route der Weg wohl die Montaña de la Fortaleza wohl erreichen würde. Im Nachhinein war klar, dass man unterhalb der mächtigen Felsabstürze des Roque la Fortaleza die Flanke quert und dann erst recht spät wieder zum Gratrücken und damit zur Montaña de Fortaleza aufsteigt. Der Weg war meistens gut sichtbar, aber, da er scheinbar wesentlich weniger begangen ist als der Guergues-Steig oder der Saumweg zum Abache, teilweise undeutlich, schmaler und generell in einem etwas schlechteren Zustand. Im ersten Teil der Strecke verläuft der Weg noch wenig über Trockenmauern, dies ändert sich aber unterhalb des Roque la Fortaleza deutlich. Zuerst interessante Querungen und dann, hinter dem tiefsten Punkt des Steiges, Serpentinen aus Trockenmauern. Die absolute Krönung sind die mehrer Meter hohen Trockenmauer-Serpentinen an der so genannten Hendedura – eine steile schmale Rinne. Eine wahrhaftig titanische Leistung der Bauern aus Masca. Mit der Hoffnung, dass diese Bauwerk auch hält, stieg ich über die Rampen empor. An der letzten Serpentine hatte jedoch der Zahn der Zeit genagt (oder waren es Ziegen?). Die Trümmer der Trockenmauer lagen zwei Serpentinen unterhalb und ich musste für ein kurzes Stück den Fels entlang klettern (wirklich nur zwei Schritte lang!). Es folgte die Cueva Negra, eine grosse Höhlung mit kleinen Ställen aus Trockenmauern, und weitere Serpentinen aus Trockenmauern bis zu dem Punkt, an dem man die Hochfläche (eigentlich ist es ein terrassierter Hang) der Montaña de la Fortaleza erreicht; dieser Punkt wird auch El Paso genannt.

Über die mittlerweile mit Ginster zu gewachsenen Felder stieg ich ca. 100 Höhenmeter auf der rechten (nordwestlichen) Seite der Montaña de la Fortaleza ab, bis ich einen Punkt an der Abbruchkante zum Barranco Juan López erreichte, von dem man einen guten Tiefblick hatte. Weiter unten bzw. am unteren Ende der Montaña de la Fortaleza soll der Blick auf die Playa de Juan López noch viel besser sein. Ich sparte mir einen weiteren Abstieg wegen der schon vorgerückten Stunde für ein anderes Mal auf und ging stattdessen, mittlerweile bei schönem Wetter (jedenfalls so lange ich nicht allzu weit vom Meer entfernt war) auf der gleichen Strecke zum Cruz de Hilda zurück.

Fazit: Von den drei Touren zu den Hochflächen im Westen des Tenogebirges (Abache, Fortaleza und Guergues), ist die auf die Montaña de la Fortaleza sicherlich die wildeste und eindrücklichste, abgesehen von dem bombastischen Tiefblick vom Guergues-Steig in den Barracon de Masca.


Tourengänger: Bembelbub

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