Rundtour Hirschbühel - Vorderer Felderkopf - Großer Zunderkopf - Brünstelskopf - Brünstlkreuz


Publiziert von gero Pro , 31. Mai 2009 um 11:38.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Ammergauer Alpen
Tour Datum:29 Mai 2009
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 9:45
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m
Strecke:Garmisch (Almhütte) - Stepbergalm - Hirschbühel - Enningalm -Vorderer Felderkopf - Großer Zunderkopf - Brünstelskopf - Brünstlkreuz - Pflegersee - Almhütte
Kartennummer:Freytag & Berndt WK 322 Wetterstein - Karwendel

Nach einer vorabendlichen Anfahrt nach Garmisch durch endlose Regenschwaden schien es mir zunächst absolut sinnlos, dem Wetterbericht zu glauben. Für den nächsten Tag war strahlender Sonnenschein über ganz Bayern angesagt, und so wollte ich eine Umrundung des Kramer durchführen.
Die ganze Nacht pladderte es weiterhin monoton auf das Autodach, ich konnte mich früh morgens nur schwer entschließen, den warmen Schlafsack zu verlassen, um hinauszusteigen in den Nebel. Ich war schon drauf und dran, wieder heimzufahren - zum Frühstück wäre ich wieder daheim! Aber eine innere Stimme scheuchte mich hinaus: auf gehts, nimm den Regenschirm, hinauf! Ich hörte auf die Stimme - und sollte es nicht bereuen!
In gut 2 Stunden erreichte ich die Stepbergalm (1583m) - und schon kurz nach dem Abmarsch vom Auto hatte es aufgehört, zu regnen. Noch zogen mystische Wolken umher, aber sie wurden dünner, und oben lugte hier und da der blaue Himmel hervor. Hinter der Stepbergalm geht es ziemlich steil zunächst über Almwiesen, dann durch lichten Wald hinauf auf den Hirschbühel, man folgt einem immer leidlich gut markierten Steiglein. Als ich nach einer weiteren Stunde auf dem Hirschbühel (1935m) stand, waren die Wolken noch dünner geworden, gegenüber schälte sich der Kramer aus dem Nebel, und auch mein nächstes Ziel war bereits sichtbar geworden: der Kamm, der von der Notkarspitze südwestlich über den Vorderen Felderkopf zur Enningalm zieht.
So stieg ich denn die nordseitige Flanke vom Hirschbühel hinab zur Enningalm (ca. 1600m), sie ist derzeit noch geschlossen. Ein Wegweiser zeigt hinauf zum Vorderen Felderkopf, man erreicht ihn auf einem Steiglein, das zunächst steil die Wiese hinter der Alm, dann wiederum durch lichten Wald und schließlich weiter oben nochmals über Wiesen führt. Man erreicht so den Kamm, der vom Felderkopf nach Westen zum Windstierlkopf führt, und folgt ihm bis auf den Vorderen Felderkopf (1928m). Hier hatte sich das Gewölk des Morgens inzwischen größtenteils aufgelöst, es war ein zwar kühler, aber sonniger Tag geworden. Durch die Regengüsse des Vortages war die Luft heute ziemlich klar, nicht so dunstig wie sonst manchmal.
Nach einer etwas längeren Brotzeitpause folgte ich dem Kamm weiter, zunächst auf den unmittelbar folgenden Großen Zunderkopf (1895m), auf dem lediglich ein Steinmanndl, aber kein Kreuz den höchsten Punkt markiert.
Nach dem Großen Zunderkopf steigt man ab zum Sattel (kurzer Kampf gegen etwas dichtere Latschen), der hinüberleitet zum Brünstelskopf (1814m); von dort geht es in 15 Minuten hinunter zum Brünstlkreuz (1734m), das ein letztes Mal mit fulminantem Ausblick aufwartet. Vor allem der Tiefblick auf den Talkessel von Garmisch, über den in Wald eingebetteten kleinen Pflegersee hinweg, ist erwähnenswert.
Dort hinab führte mich der Weiterweg; vom Pflegersee folgte ich dem Kellerleitensteig und erreichte nach insgesamt knapp 10 Stunden wieder den Ausgangspunkt am aussichtsreich gelegenen Gasthof Almhütte.

Die gesamte Tour ist schneefrei; auch die gegenüberliegenden Berge (Kramer, Kienjoch, Schellschlicht, Frieder, Kreuzspitze usw.) haben keinen Schnee mehr bzw. nur noch unbedeutende Schneefleckchen. Die Nordseite des Wettersteins ist noch in den höheren Regionenschneebedeckt. Berg Heil allen Bergkameraden in fern und nah!

Tourengänger: gero

Galerie


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