Claï Inférieur (2590 m) - Bilderbuchbergwelt im Parc National du Mercantour


Publiziert von Riosambesi , 31. Oktober 2018 um 21:09.

Region: Welt » Frankreich » Alpes-Maritimes » Mercantour
Tour Datum:24 Oktober 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1150 m
Abstieg: 1150 m
Strecke:15 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Ab Nizza zunächst Richtung Digne (N85), dann weiter durch das Vallée de la Tinée Richtung Col de la Bonette. Bei P 1540 gibt es einen relativ großen (kostenlosen) Parkplatz.
Kartennummer:openandromaps

"Non aux loups!" hat ein Wolfgegner in großen Buchstaben auf die Straße vor dem Parkplatz geschrieben. Was mich betrifft, ich hatte mit den Hunden der Schäfer (=bergers) mehr Ärger als mit den Wölfen.Ein "Non aux bergers!" habe ich mir aber verkniffen. Der Job ist auch ohne Kommentare von Wandertouristen schon undankbar genug.
Zur Tour: Die schönste seit langem. Der große Parkplatz lässt es erahnen, dass hier einer der beliebtesten Aufstiege im Parc National du Mercantour beginnt. Der Grund sind die vielen Seen, die in eine typische Mercantour-Bergwelt eingebettet sind. Natürlich reizen auch die Gipfel.
Doch zunächst müssen in einem Seitental 700 Höhenmeter überwunden werden. Dies geschieht auf einem ausgesprochen angenehmen Bergweg, der auch und vor allem ein Hüttenweg zum Refuge de Vens ist. In einer Kehre bei P2300 verlassen ich den Weg. Eine mit Steinmännern markierte Route führt direkt zur magischen Geländekante. Der Blick von dort ist eine Offenbarung: Vier nebeneinander liegende Seen (Lacs de Vens) liegen unter felsigen Bergen. Der höchste Gipfel im näheren Umkreis ist der Clai Supérieur (2982 m). Er bleibt eher Experten vorbehalten (wie z.B. lampbarone), für Normalsterbliche bleiben genug Berge übrig: Cime du Fer (2701 m), Testa del Ferro (2740 m), Roc Percé, Aiguills de Tortisse und ... Clai Inférieur. Letzterer soll heute mein Ziel werden.
Die Route dorthin ist nicht offensichtlich, aber trotzdem auch ohne GPS gut zu finden - dank der Steinmänner. Einige Gegenaufstiege lassen sich nicht vermeiden. Schließlich betrete ich durch eine V-förmige Felsöffnung ein Kar, aus dem sich der Clai Inférieur erhebt. Am Karboden: ein weiterer See (Lac des Babarottes). Nach gut drei Stunden stehe ich auf dem Gipfel des freistehenden Berges. Es ist völlig still. Der wolkenlose Himmel ein weiteres Bonbon der Natur.
Der Rückweg -auf gleicher Route wie der Aufstieg - zieht sich zwar in die länge, aber am Ende war es jeden Schweißtropfen wert. Die Frequentierung ging fast gegen Null, nur ganz am Schluss begegnet mir ein junges Paar.

Tourengänger: Riosambesi


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Geodaten
 42418.gpx Claï Infèrieur

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