Petra & Berg Nebo


Publiziert von Linard03 Pro , 2. November 2018 um 12:30.

Region: Welt » Jordanien
Tour Datum: 6 Oktober 2018
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: JOR 
Zeitbedarf: 4:00

Man liest es in allen Reiseführern: der Höhepunkt jeder Jordanienreise sei der Besuch der berühmten Felsenstadt Petra, UNESCO Weltkulturerbe. Und wenn man schon mal da ist, wollten auch wir es nicht versäumen, diesem geschichtsträchtigen Ort einen Besuch abzustatten.
 
Am Tag nach unserer Besteigung des höchsten Berges von Jordanien fuhren wir also mit dem Auto von Aqaba auf der Königsstrasse nach Petra. Wir waren auf einiges gefasst in Bezug auf Touristenstrom und der Parkplatz war bei unserer Ankunft auch bereits ziemlich voll …
 
Wir überlegten kurz, ob wir einen Guide engagieren sollten, verzichteten jedoch darauf. Wir waren uns einig, dass es zu viel zu erfahren gäbe und man gar nicht in der Lage sein wird, alles zu erfassen und zu verarbeiten (es sei denn man hätte sich bereits im Voraus intensiv mit dieser Geschichte auseinandergesetzt …).
 
Gleich zu Beginn wird man intensiv von diversen Anbietern umworben, man solle doch ein Pferd nehmen. Nein danke, die ca. 10 Min. Fussmarsch bis zum Eingang der Schlucht schaffen wir noch …
Was nun folgte, war einfach nur faszinierend: nur schon der Pfad durch die Schlucht, das Schatzhaus, die Königsgräber, etc. Einfach genial, was das Volk der Nabatäer geschaffen hatte. Die Bilder sprechen für sich … 2001 hatte ich mal gelesen, dass zu diesem Zeitpunkt gerade mal 1% (!) der Stadt ausgegraben wurde … Ich hatte zudem die Gelegenheit, ein Foto der Königsgräber von 1963 mit der heutigen Situation zu vergleichen; da hat sich nicht sehr viel getan ...
 
Das Gelände ist sehr weitläufig und man sollte entsprechend Zeit einrechnen. Wir waren mind. 4 Stunden unterwegs; alles zu Fuss. Wenn man möchte, kann man die grösseren Strecken auch zu Pferd, mit Esel oder Kamel bewältigen.
 
Weiter ging’s nach Madaba, einer Provinzstadt südlich von Amman, wo wir kurzfristig eine Unterkunft gebucht hatten. Wir erreichten die Stadt bei Einbruch der Dunkelheit. Anderntags fuhren wir über eine imposante Bergstrasse ans Tote Meer. Allerdings erwies es sich als schwierig, um effektiv ans Wasser zu gelangen: entweder hätte man über Müllberge an nicht attraktive Stellen ans Wasser gelangen können, Eintritt von doch eher teuren JD 20.-- an einem ebenfalls nicht so attraktiven, öffentlichen Strand zahlen müssen oder dann versperrten die Hotelanlagen die schönen Strandabschnitte.
 
Weiter ging’s auf wieder sehr steilen Bergstrasse hinauf zum Mount Nebo (808m). Gemäss der Geschichte hat hier Moses nach dem Exodus das erste Mal das gelobte Land erblickt. Hier oben hat man tatsächlich einen herrlichen Blick auf das Jordantal, das Tote Meer und hinüber nach Israel.

Zurück in Madaba statteten wir noch der berühmten St.-Georgs-Kirche einen Besuch ab. Hier kann man nämlich das sog. Madaba-Mosaik bestaunen. „Es ist die älteste im Original erhaltene kartografische Darstellung des sog. Heiligen Landes und insbesondere Jerusalems und stammt aus dem 6. Jahrhundert“ (© Wikipedia).
Nach einem Lunch fuhren wir zurück zum Flughafen – eine wiederum spannende und intensive Reise ging zu Ende.
 
Fazit:
Der Besuch der Felsenstadt Petra ist ein Muss. Das Gelände ist sehr weitläufig und man kann problemlos einen ganzen Tag oder mehr darin verbringen. Es ist daher empfehlenswert, genügend Zeit einzurechnen.

Tourengänger: Linard03


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