Maja e Vajushes


Publiziert von orome , 15. Oktober 2018 um 20:25.

Region: Welt » Albanien » Prokletije
Tour Datum:16 September 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: AL   MNE 
Aufstieg: 820 m
Abstieg: 820 m
Strecke:8,6km

Einen Besuch in den Bergen Albaniens wollten wir uns nicht entgehen lassen. Nur die Frage wohin? Irgendwie hat man von Teth und Valbona schon einiges gelesen und auch die Peak of the Balkans Runde wird immer populärer. Warum also nicht die dritte der unkomplizierten Möglichkeiten: Kelmend. Laut Reiseführer war bis vor 4 Jahren die Fahrt ins Kelmend noch abenteuerlicher, mittlerweile ist die Straße asphaltiert und in einem top Zustand. Nur das letzte Stück nach Vermosh ist Schotter, aber auch problemlos. 
Wir fahren also mal hinein und schauen wo es uns hin verschlägt. Im Endeffekt landen wir in Lepushe im Guesthouse Bjishket e Nemura. Das ist (whs so wie alle) sehr zu empfehlen, die Räume sauber und ordentlich, das Essen wies sich gehört und die Familie sehr herzlich! Der Mann kann etwas italienisch, der Sohn (ca. 12) spricht Englisch, das hat er sich beim Computerspielen beigebracht. 

Am nächsten Tag gehts auf den Maja e Vajushes, ein Grenzberg zu Montenegro, dort heißt er Taljanka. Der Weg ist eigentlich überraschend gut markiert und ausgeschrieben. Zunächst steil im Wald und danach über weite Wiesen in Richtung Grenzkamm. Wir kommen vom Norden zum Gipfel und die Aussicht auf die schroffe Berge vom Bjishket e Nemura Massiv ist super! Auch Gegenüber die weniger schroffen Berge des Kelmend sind sehenswert. 
Nach einer recht kurzen Gipfelrast gehts auf der anderen Seite hinunter, wieder über Saumpfade und Wiesen zurück nach Lepushe. 

Eine sehr schöne, wenn auch recht kurze Wanderung. Markiert und beschrieben sind die Wege eigentlich ausreichend, man sollte halt schon wissen wo man hin möchte. Es gibt aber eine Wanderkarte vom Kelmend "Kelmend, the land of the living past". Die ist auch ausreichend genau und bietet doch einige verschiedene Wanderungen im Kelmend. Mit etwas Glück bekommt man die vor Ort, bei Bedarf fotographiere ich das auch gerne ab. 
Internet gibts im Kelmend wahrscheinlich überall, Handynetz nirgends. Scheinbar haben sie im Zuge des Straßenbaus gleich ein Galsfaserkabel verlegt, die Handymasten fehlen noch. Bezüglich der Unterkünfte haben manche eine facebook Seite, aber whs. ist es am besten einfach vor der Tür zu stehen. Die werden sich nicht viel nehmen. 
Ich kann das Kelmend sehr empfehlen, vor allem nachdem wir ein paar Tage später gesehen haben, was für Menschenmassen nach Valbona fahren. Dort waren wir ziemlich alleine. Und die Menschen sind, wie unserer Erfahrung nach in ganz Albanien, unglaublich nett und gastfreundlich!

Und auf jeden Fall was gegen Hunde mitnehmen. Die Hunde dort sind eben noch echte Hirten bzw. Schutzhunde, die die Herde auch verteidigen, z.B. auch gegen Wölfe. Auf eine Begegnung kann ich da gerne verzichten. 

Tourengänger: orome


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