Brienzer Rothorn 2348m ab Brünig


Publiziert von Bergamotte Pro , 8. Oktober 2018 um 13:23.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Oberhasli
Tour Datum: 5 Oktober 2018
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Brienzergrat   CH-BE   CH-OW   CH-LU 
Zeitbedarf: 4:15
Aufstieg: 2100 m
Abstieg: 850 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Brünig-Hasliberg od. Gratisparkplätze an der Strasse nach Hasliberg (Waldrand)
Unterkunftmöglichkeiten:Berghaus Rothorn Kulm
Kartennummer:1189 Sörenberg / 1209 Brienz

Die Berge und Hügel Luzerns habe ich praktisch komplett durchstiegen - mit einer "kleinen" Ausnahme, dem höchsten Punkt. Das Brienzer Rothorn hatte ich mir für den richtigen Moment aufbewahrt, denn natürlich wollte ich im Anschluss den Brienzergrat begehen. Dieses Wochenende hat es für beide Unternehmungen gepasst. Und in meinem Nebenprojekt der Kantonshöhepunkte verbleiben somit noch die drei Pendenzen Wallis, Bern und Genf.

5:30 nennt der Wegweiser auf dem Brünigpass (1008m) als Marschzeit zum Brienzer Rothorn. Die Route verläuft dabei durch die weite Südflanke oberhalb von Brienz / Haslital. In diesem Fall ist die direkte Variante nicht unbedingt die attraktivste. Schöner ist, man wählt den Weg obendurch, über Wilerhorn, Höch Gumme und Arnihaagen. So geniesst man über weite Strecken auch ein tolles Panorama in die Zentralschweiz. Der Routenverlauf ist meist offensichtlich und gut signalisiert. Zu erwähnen ist vielleicht der Südaufstieg zum Wilerhorn (2005m), selbst heute Anfang Oktober immer noch eine schweisstreibende Angelegenheit. Aber das war natürlich auch meinem späten Start um 12:15 geschuldet.

Den Höch Gumme (2204m) kann man vom Gibel (2039m) südseitig umgehen, was meist so gemacht wird. Oder man holt via Schönbüel aus. Oder man steigt wie ich direkt und weglos den Südgrat hoch. Das geht erstaunlich einfach, nur für wenige Meter erreicht man im Fels knapp eine T5+, sonst ist das gehobenes Gehgelände. Oben darf ich miterleben, wie ein Vater seinen nörgelnden Kindern eine Standpauke erteilt. Naja, Wandern war auch nicht immer mein Lieblingshobby. 

Die Querung zur Zwischenegg, am Fuss vom Arnihaaggen (2216m), führt lohnend über einen schön ausgebauten Wanderweg. Hier käme der Bergläufer so richtig in den Flow. Nach dem Schlussaufstieg richte ich es mir auf dem Gipfel ein, welcher wenig abseits der Rothorn-Route liegt und widme mich meinem späten Mittagessen. Auch wenn das heute ein Traumtag bei sommerlichen Temperaturen ist, hier oben spürt man den Herbst durchaus, gerade beim leichten Wind, und ich muss ein paar Kleiderschichten drauflegen. Ich schwelge in Erinnerungen an eine Skitour im Februar 2017 (klick), als ich bei besten Bedingungen die jungfräuliche NO-Flanke abfahren durfte. Wie schon damals gönne ich mir auch heute den Abstecher zum nahen Arnistriste (2004m). Im Sommer geht das besonders effizient, da man fast durchgehend dem Gratrücken folgen kann (tlw. schwache Spuren). Nur nach dem Sattel P. 2061 weiche ich vor einem Felsaufschwung kurz in die Ostflanke aus. 

Über den gleichen Weg zurück zum Rucksackdepot auf dem Arnihaaggen und in zehn Minuten runter zum Eiseesattel (2024m). Zum Abschluss warten nochmals gut 300Hm auf meinen 22. Kantonshöhepunkt, das Brienzer Rothorn (2348m). Trotz der fortgeschrittenen Stunde und dem Werktag ist für meinen Geschmack immer noch (zu) viel los hier oben. So pausiere ich nicht lange und beziehe im Berghaus Rothorn Kulm den Schlüssel. Anschliessend kurzer Wiederaufstieg zum nahen Schongütsch, um in Ruhe das tolle Rundumpanorama und die Abendstimmung zu geniessen. Übrigens und allen Unkenrufen zum Trotz, Service und Verpflegung im Berghaus waren heute ganz ordentlich. Und das am Vorabend bereitgestellte Frühstück für den Frühaufsteher äusserst grosszügig.


Zeiten
1:30  Wilerhorn
1:10  Arnihaaggen
0:40  Arnitriste (retour)
0:50  Rothorn Kulm

Tourengänger: Bergamotte


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