Oeschinensee-Fründenschnur-Zürcherschnyde-Fründenhütte-Oeschinensee


Publiziert von marsulina , 30. September 2018 um 11:11.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum:23 September 2018
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettersteig Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit ÖV/Auto bis Kandersteg Talstation Oeschinen, dann mit der Seilbahn bis zur Bergstation, ca. 20' Fussweg bis zum See
Zufahrt zum Ankunftspunkt:gleich wie Anreise
Unterkunftmöglichkeiten:Fründenhütte SAC, Berghotel Oeschinensee, Berghaus Oeschinensee, (Blüemlisalphütte SAC)

Die Kombination Fründenschnur und Zürcherschnyde ist relativ selten beschrieben, lässt sich aber sehr gut machen. Wir haben Klettersteigset, Selbstsicherungsschlinge und Helm mitgenommen. Für Trittsichere und Nervenstarke ist sicher alles auch ohne machbar, aber sinnvoll finde ich es trotzdem (vor allem für den zweiten Teil) und mein Partner hat sich damit viel sicherer gefühlt. Auch der Helm ist nicht verkehrt (über dir rennen Steinböcke rum...). 

Vom Berghotel Oeschinensee sind wir dem See entlang bis zum Unterbergli. Der Abzweiger ist von unten kommend direkt unter der zweiten Hütte. Nicht zu früh abzweigen, es hat einen Weg, der Wegweiser "Fründenschnur" kommt aber etwas später. 
Da haben wir dann auch schon den Klettergurt angezogen, da wir nicht wussten wie ausgesetzt es nacher sein würde (war die richtige Entscheidung). 
Sobald man den Fels erreicht beginnt das Stahlseil, welches bis zum Ausstieg aus der Fründenschnur durchgehend ist. Manchmal hängt es auf dem Boden weil es längere Grasabschnitte gibt, aber zumindest kann man sich festmachen/-halten. 

Ab dem Ende des Stahlseils/Austiegs durch ein Bachbett und bis zum grossen Stein mit dem rot-weissen-Kreis und der Bank, wo man auf den Normalweg zur Fründenhütte trifft, traversieren. Dann ca. 5 Kehren hinauf bis es nach oben schauend nach links weg geht. 

Der Weg zur/durch die Zürcherschnyde (oder Zürecherschnyde) ist auf der Homepage der Fründenhütte sehr gut beschrieben (https://www.fruendenhuette.com/wandern). Wir sind eine Kehre zu früh vom Normalweg weg, haben aber gleich darauf die roten Punkte gefunden. Diese ziehen sich durch - man kann den Weg bei guter Sicht eigentlich nicht verfehlen. Die Kletterstellen sind alle mit einem Stahlseil gesichert und gut machbar, auch wenn man ab und zu gerne ins Stahlseil greift. 

Es gibt drei Kletterstellen in der Zürcherschnyde bevor man länger über ein Schuttfeld hochsteigt bis zum grossen Steinmann. Dann traversiert man nach rechts, steigt ca. 20m am Stahlseil ab (nicht ausrutschen) und traversiert wieder leicht absteigend auf den Gletscher. Ich persönlich finde, dass der letzte Teil am Stahlseil nicht unterschätzt werden darf! Ausserdem fransen hier z.T. die Stahlseile aus was unschöne Verletzungen geben kann.

Der Gletscher war aper und konnte gut ohne Steigeisen gequert werden. Ich habe allerdings zwei Tage zuvor bei der Hütte angerufen und nach der momentanen Situation gefragt. Eine Umgehung wäre auch möglich gewesen (ca. 80m absteigen, unten durch und wieder aufsteigen).

Es gab tolle Rösti in der Fründenhütte und dann einen flotten Abstieg über den Normalweg (rot-weiss) runter zum Oeschinensee. Behaltet die Abfahrtszeiten der Oeschinenbahn im Auge, ansonsten kann man zwar auch gut ab dem See nach Kandersteg absteigen, aber die einen oder anderen Knie sind vielleicht froh um die Bahn. 

Tolle abwechslungsreiche Tour mit wundervollen Tiefblicken auf den Oeschinensee und Steinböcken bei der Zürcherschnyde. 

(Die Schierigkeitsbewertung ist nur ein Eindruck, ob es wirklich passt sei eurer Beurteilung überlassen)

Tourengänger: marsulina


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