Alpstein Abendtour: Brülisau - Altmannsattel (2334m)


Publiziert von Schneemann , 28. September 2018 um 21:24.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:28 September 2018
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AI   CH-SG 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1850 m
Abstieg: 1850 m
Strecke:26.5 km

Heute war eine ambitionierte After-Work-Tour angesagt. Seit ich meine Fenix3-Smartwatch habe, bin ich eifrig am Höhenmeter-Sammeln - und eine ausgedehnte Alpstein Rundtour ist dafür ganz ideal. Bis zur Dunkelheit blieben mir 4 bis 5 Stunden, die gut genutzt werden sollten. Der Wanderweg am Fählensee entlang mitsamt Aufstieg zum Altmannsattel fehlten mir ausserdem noch im Alpstein - zudem hat man in diesen eher abgelegenen Regionen fast eine Steinbock-Garantie: auch heute wurde ich da nicht enttäuscht ;)

Tour:
Start vom Parkplatz Pfannenstiel (940m), hinter Brülisau, vor der Seilbahn zur Alp Sigel. Dann erstmal steil hinauf zum Aufwärmen zum Plattenbödeli (1297m). Hier hat's die erste von unzähligen Hütten an denen ich heute vorbeigekommen bin. Verhungern und verdursten muss im Alpstein wirklich niemand...

Weiter dann leicht ansteigend bis zur Bollenwees (1470m), wo das nächste Bergrestaurant auf einen wartet. Von dort entlang des fantastischen Fählensees zur Fählenalp. Es gibt nur wenig solch schöne Bergseen und der Wanderpfad direkt entlang am See ist ein reiner Genuss - man erwartet fast, dass da gleich eine blond-gelockte Seeprinzessin herausspringt, so märchenhaft ist's ;)

Dann startet allerdings der lange Anstieg bis zm Altmannsattel (2334m). Irgendwo mitten drinn, unterhalb des Altmanns, hab ich wohl den richtigen Pfad mal verloren. Ich fand aber einen alten, kaum mehr erkennbaren Pfad, der in die richtige Richtung ging und folgte diesem weiter. Ein guter Entscheid, denn hier begegnete ich unzähligen Steinböcken, die sich von meiner Gegenwart überhaupt beeindrucken liessen. Immer wieder beeindruckend diese Tiere und ihre grosse Ausstrahlung.

Am Altmansattel fehlte die Zeit für eine Altmannbesteigung, weswegen ich direkt und flott zur Hütte am Rotsteinpass (2120m) hinunterkletterte. Dort könnte man natürlich schon wieder einkehren. Dieser Abstieg ist sicherlich der anspruchsvollste Part der heutigen Tour - vermutlich irgendwo zwischen T3+ bis T4-. Dann tauchte ich dann leider wieder in die Wolken ein und lief hinunter zur Meglisalp (1517m).

Die Dunkelheit legte sich mittlerweile über die Meglisalp, weshalb ich mir kein Pausen gönnte und schnell, mit  platten Beinen den letzten grossen Anstieg zum Widderalpsattel (1856m) hinaufspurtete. Danach geht's dann nur noch runter und schliesslich über lange, flache Feldwege in der Dunkelheit zurück zum Ausgangspunkt.

Fazit:
So eine abendliche Alpsteintour in ziemlicher Einsamkeit, die man dort nur selten hat, ist eine tolle Sache. Mit immer kürzer werdenen Tagen kann ich eine solche Tour aber wochentags wohl kaum mehr wiederholen - ausser man vertraut auf seine Pfadfinder-Fähigkeiten und die Stirnlampe...


Tourengänger: Schneemann


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