Carungas 2622 m


Publiziert von Ivo66 Pro , 24. Mai 2009 um 19:47.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberhalbstein
Tour Datum:23 Mai 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1450 m
Abstieg: 1450 m
Strecke:Tinizong - Demat - Pardatsch - Südwestflanke - Carungas - Furschela da Colm (Parsettens) Alp d'Err - Alp Viglia - Bartg - Tinizong
Kartennummer:1:25000 - Savognin

Jubiläumstour auf unseren Hausberg: Zum 10. Mal nahmen wir die Carungas-Besteigung in Angriff. Immer war es etwas anders, aber alle 10 Besteigungen hatten eines gemeinsam: Wir waren die einzigen Menschen am Berg. Immerhin haben wir diesmal 2 Menschen aus weiter Entfernung beobachten können...

Der Carungas ist natürlich kein berühmter Berg. Nicht einmal das Beiwort "Piz" ist ihm gegönnt. Obwohl rund herum höhere Berge stehen, ist auch auf dem Carungas das Panorama beeindruckend: Zum Piz Mitgel, Piz Ela und hinunter auf die schöne Alp d'Err und auf das Oberhalbstein. Die Tour beeinhaltete nebst der eigentlichen Gipfelbesteigung auch die gesamte Umrundung des Berges. Zusammen mit dem Abstieg über die Alp d'Err und dem sehr schmalen Höhenweg via Bartg ergab sich so eine grossartige Rundtour.

Wir starteten morgens um 09:00 Uhr in Tinizong und folgtem dem Bergsträsschen abwechselnd mit Wanderwegen und weglosen Abkürzungen via Demat ins einsame Hochtal (Wanderweg Richtung Piz Colm). Aufgrund von noch vorhandenen Schneefeldern stiegen wir in der Gegend von Pardatsch direkt die steilen Rasenhänge hoch bis zum Gipfelaufbau. Von dort ging es wiederum zum Teil sehr steil, aber auf guten Stufen, weglos zum einsamen Gipfel.

Den Weg zurück wählten wir via Alp d'Err. Von der Furschela da Colm (2399 m) bzw. Parsettens liegen nordseitig noch einige Schneefelder, was zum Teil mit recht tiefen Einsinken verbunden war. Insgesamt waren wir aber überrascht, dass der viele Schnee dieses Winters durch die Sonne des Südens reichlich weggeschmolzen war.

Diese Tour in völliger Einsamkeit hatte es wieder mal in sich: Eine überwältigende Blumenpracht (hunderte von Schwefel-Küchenschellen und Schneerosen, riesige Enziane) und die Tierwelt (viele Murmeltiere, 1 Reh, ein Steinbock-Ehepaar) waren beeindruckend. Als Höhepunkt wartete auf der Alp Viglia eine Kreuzotter auf uns, um sich dann aber elegant aus dem Staub zu machen.

Tourengänger: Ivo66, Lena

Galerie


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