Fuorcla Grevasalvas


Publiziert von Krokus Pro , 25. August 2018 um 14:27.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberhalbstein
Tour Datum:23 August 2018
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:45
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:9,8 Km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Postauto ab Tiefenkastel oder St.Moritz auf den Julierpass, La Veduta
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit Bus ab Plaun di Lej bis St.Moritz und auf der Albulastrecke nach Thusis und Chur

Wenn wir, meine Tochter und ich, schon für einen Monat glückliche Büga-Besitzer sind, müssen wir dies natürlich nutzen. Für mich ist es leider schon der letzte Tag.

Wir treffen uns in der RhB und wollen ab Tiefenkastel mit dem Postauto auf den Julier fahren. Aber eben, man sieht sich nicht so oft, so verstreicht die Zeit zu schnell und wir fahren bereits Richtung Filisur. Also zurück nach Tiefenkastel , Kaffeepause und mit dem 10 Uhr Postauto auf den Julier, mit Halt um 11 Uhr bei La Veduta.

Zur Zeit scheint trotz kaltem Wind noch die Sonne, richtig angenehme Wanderbedingungen. Aus Westen ziehen aber bereits düstere Wolken auf. Kurz vor 12 Uhr erreichen wir P 2449 und sehen hinunter auf den See, der mit dem Gang der Wolken seine Farbe wechselt von grau zu blau oder grün. Wir steigen den Geröllhang hinunter. Der Wunsch nach einem kühlen Bade kommt heute nicht auf. Das Zubringerbächlein, Ausfluss aus den namenlosen Seelein am Piz d’Emmat Dadoro, schlängelt sich lieblich durch Moos und Gras bis in den Leg Gravaselvas.

Wir steigen höher, total fasziniert von den herrlich farbigen Steinen und den bizarren Felsformationen. So kurz vor 2500m weisen die Markierungen über ein Geröllfeld bis hinauf zur Fuorcla. Bei einem besonders schönen Fels mit vielen Quarzadern, daneben eine Hütte, machen wir Pause, allerdings nicht lange, denn die Regenfront kommt zügig näher. Der Wind von der Fuorcla herunter hält sie noch auf, aber auf dem Julier regnet es bereits, also nur noch hinauf und nicht zurück.

Das Bänklein auf der Fuorcla Grevasalvas P 2687 können wir nicht nutzen, denn wir wollen noch vor dem Regen das Geröllfeld auf der Engadinerseite passieren. Ich brauche dazu etwas mehr Zeit, aber es ist Genuss pur. Auf 2570 Metern beginnt der schöne Bergweg hinunter zur Alp Plaun Grand. Inzwischen ist auch der Piz Lagrev von Wolken umhüllt. Der Wind lässt etwas nach und kaum haben wir den Wegweiser P 2283 erreicht, beginnt es zu schütten. Eigentlich wollten wir dem Lej Nair Richtung Piz Grevasalvas noch einen Besuch abstatten, aber der fällt buchstäblich ins Wasser.

Die kleinen Rindlein auf der Alp stecken ihre Köpfe fast in unsere Rucksäcke, als wir die Regenschütze herausfischen. Gerade bis zu den Himbeerstauden oberhalb von Motta regnet es, dann ist nur noch ein feines Nieseln da. Wir geniessen die aromatischen Himbeeren, zusammen mit einigen Italienern und steigen weiter ab zum kleinen Dörfchen Grevasalvas, ein Bijou mit alten Häusern, steinplattengedeckten Häuslein und Ställen, riesigen Treppenstufen aus Serpentin und leuchtendem Blumenschmuck. Erst auf dem Strässchen, dann über etliche Abkürzungen steigen wir hinunter nach Plaun da Lej am aufgewühlten Silsersee. In einer Viertelstunde würde der Viertel nach vier Bus fahren. Wir gönnen uns aber erst  im Hotel Restaurant Murtaröl Brombeerkuchen und Kaffee, diesen zu einem unschlagbaren Preis wie vor 20 Jahren.

Auf der Bahnfahrt Richtung Thusis kommen wir in den Genuss eines einzigartigen Naturphänomens. Ein Regenbogen spannt sich über das Landwasserviadukt, fotografieren ist leider nicht möglich wegen der Regentropfen an den Zugfenstern.

Die angegebenen Zeiten sind inkl. Rast und Fotopausen

Tourengänger: Krokus


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