Die Rot-, Schwarz- und Weisshörner


Publiziert von CampoTencia Pro , 25. August 2018 um 17:10. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Lenzerheide
Tour Datum:22 August 2018
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Aufstieg: 150 m
Abstieg: 1150 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Postauto nach Lenzerheide/Lai, Rothornbahn, dann mit Gondel- und Luftseilbahn auf das Parpaner Rothorn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit dem Arosa-Bähnli ab Arosa nach Chur hinunter
Kartennummer:3309 T Arosa-Davos

Von der Seilbahnstation Parpaner Rothorn 2861m führt ein bequem zu gehender Weg die knapp 40 Hm hinauf zum Parpaner Rothorn Ostgipfel 2899m. Für die Interessierten liefern verschiedene Tafeln Informationen zu Geologie und Tektonik. Auf dem Gipfel bietet sich die Aussicht auf eine grosse Auswahl an Hörnen: im Osten das Aroser Rothorn, gegen Norden das Parpaner Weisshorn und dahinter das Parpaner Schwarzhorn sowie das Aroser Weisshorn. Und natürlich der Westgipfel des Parpaner Rothorn. Fehlt eigentlich nur noch ein Gelb- oder Grünhorn, dann wäre die Farbpalette komplett.
 
Wir queren den Hang unter der Station mehr oder weniger weglos, bis wir auf den Wanderweg gelangen. Dieser führt erst etwas abwärts, um dann in Gratnähe einige Tiefblicke zur Lenzerheide zu gewähren. Biker nehmen eine Abkürzung, um dann vor dem grün bewachsenen Hügel P.2762 wieder auf den fortan gemeinsamen Weg durch die Galerie einzumünden. Die Galerien leiten uns geschützt vor Steinschlag durch die felsige Ostseite bis kurz vor das Gredigs Fürggli. Schon von weitem fällt ein markanter Felssporn auf: in schmalen, fast senkrechten Schichten wechseln weisses, rotes und grünes Gestein einander ab. Ein eindrückliches Beispiel von Gesteinsschiebungen.
 
Beim Gredigs Fürggli würde unser Weg rechts abbiegen. Zuerst möchten wir aber auf der Westseite des Parpaner Weisshorn weiter gehen und die Gegend erkunden. Faltungen in einem steilen Abbruch lassen die Fantasie spielen. Eine Tafel informiert über einen Felssturz in prähistorischer Zeit.
 
Zurück beim Gredigs Fürggli beginnen wir den Abstieg in das Tal der Plessur. Damit Biker und Wanderer einander nicht in die Quere kommen, werden auf einer Tafel die Wanderer gebeten, den neu angelegten Wanderweg zu benutzen. Toll, so sind Konflikte schon mal ausgeschlossen. Dieser neue Weg, der auf SchweizMobil noch nicht als Wanderweg verzeichnet ist, führt zwischen Parpaner Weisshorn und Älplihorn in einigen Kehren ins Gredigs Älpli hinunter und ist sehr schön und abwechslungsreich angelegt. Das Totseeli kommt dadurch mehr in Reichweite. Steinige und grasige Strecken wechseln einander ab. Einmal treffen wir auf drei einsame Edelweisse, ein ander Mal lassen wir uns wie so oft von schönen Steinen aufhalten und wir können uns nicht entscheiden, welches der schönste ist und heim gebracht werden will. Wir überqueren ein Bächlein. Das muss die junge Plessur sein, die hier entspringt und über Arosa ins Schanfigg fliesst und schliesslich bei Chur in den Rhein mündet. Ob das stimmt, lässt die schön gefleckten Schafe kalt. Sie stillen ungestört ihren Durst aus dem frischen Wasser der Plessur. Wir nähern uns immer mehr dem Älplisee, wo wir schliesslich auf einem Bänklein unsere späte Mittagsrast geniessen. Der See bietet nicht den vielgepriesenen Anblick des sonst klaren Bergsees, in dem sich Tschirpen und Älplihorn spiegeln: heute ist er milchig-trüb und fast leer.
 
Durch die Chlus im Älpliriegel führt der Weg steil hinunter in die Aroser Alp. Die Plessur sucht sich ihren Weg zwischen Steinen und Moos durch das Gelände. Auf einem Alpsträsschen gelangen wir zum Schwellisee. Ein einsamer Fischer sucht sein Glück. Mit dem Aroser Bus fahren wir von der Station des Hörnli Express hinunter zum Bahnhof und stillen unseren Durst, bis das rote Aroser Bähnli losfährt.
 

Tourengänger: CampoTencia, Krokus


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