Piz Surlej, 3.188m, Bike&Hike


Publiziert von Andi75 , 17. August 2018 um 14:12.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:16 August 2018
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Mountainbike Schwierigkeit: L - Leicht fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Bernina-Gruppe   Corvatsch-Sella-Gruppe 
Zeitbedarf: 9 Tage
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m

16.08.2018 Piz Surlej, 3.188m, Oberengadin, Bike&Hike

750 Hm Bike
750 Hm Hike
 
Der Piz Surlej ist ein schöner Aussichtsberg oberhalb von Surlej, einem Teilort von Silvaplana. 2006 bin ich von der Mittelstation der Corvatsch Seilbahn hinuntergelaufen und dachte, dass sich der gute Fahrweg als Bike&Hike Tour eignen würde. Nun war es endlich soweit für die Umsetzung.
Man könnte auch von der Mittelstation Murtel auf den Piz Surlej steigen, als Bike&Hike Tour ist das Erlebnis aber viel kompletter. 
 
Start am untersten kostenlosen Parkplatz am Ortseingang von Surlej, 1.809m (etwas höher wäre das kostenpflichtige Parkhaus der Gondelbahn). Dann mit dem MTB an der Alp Surlej und der Margun Surlej vorbei zur Margun Vegl. Der ansonsten sehr gute Fahrweg ist nach der Margun Surlej allerdings sehr steil mit Schiebepassagen.
Zur Margun Surlej geht es ca. 90 Hm bergab, was auf dem Rückweg in der Gegensteigung nochmals in die Beine ging. Von der Margun Vegl ging ich zunächst weglos dem Sessellift entlang Richtung Bergstation Giand Alva (nur Winterbetrieb). Auf 2.460m trifft man auf den Weg, welcher von der Fuorcla Surlej kommt. Für ca. 200 Meter kann man dem Weg folgen, dann wieder weglos schräg aufwärts über Wiesen und später die Skipiste in einem nördlichen Bogen nach Giand Alva, 2.647m.
 
Kurz vor der Liftstation beginnen die Trittspuren Richtung Piz Surlej. Unten ist der Weg gut ausgetreten, im oberen Bereich verliert er sich ab und zu im Blockwerk und man orientiert sich an gelegentlichen Steinmännern. Nach dem Grasbalkon auf 2.730m kommt eine erste Steilstufe, die einfach von rechts über eine natürliche Rampe überwunden wird. Nun wieder mäßig steil auf Schutt und Geröll bis zur Steilstufe auf ca. 3.000m. Gleich zu Beginn die möglicherweise schwierigste Passage. An einem Felsriegel hat man drei Möglichkeiten: Links "moosige Stufen", mittig die "große Stufe", rechts eine "nasse Platte". Im Aufstieg ging ich mittig, im Abstieg wäre ich hier an meine klettertechnischen Grenzen gekommen. Es zeigte sich aber von oben, dass die "nasse Platte" im Abstieg deutlich einfacher ist und am Rand gute Griffmöglichkeiten hatte. Somit geht die übliche Bewertung der Tour mit T4- völlig in Ordnung. Nach dem Felsriegel kommen weitere Stufen, die mit etwas Kraxelei überwunden werden. Manche Trittspuren führen dabei in unangenehmes Gelände, die einfachste Variante bleibt aber immer im 1. Schwierigkeitsgrad. Teilweise waren die Felsen feucht/eisig und es bedurfte vermehrter Vorsicht. Nach der Steilstufe folgt Blockwerk bis zum breiten Gipfel mit großem Steinmann.
 
Die Aussicht zwischen Gletscherwelten und den sanften Seenlandschaften ist herausragend, trotzdem wird der Piz Surlej - wie viele "kleine" 3.000er in Graubünden - wenig bestiegen. Im näheren Umfeld war an dem Tag im August sonst niemand unterwegs. Das Wetter war zwar nicht komplett sonnig, die wesentlichen Gipfel waren aber zwischendurch alle mal zu sehen.

Der Abstieg erfolgte wie der Aufstieg.

Tourengänger: Andi75


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