Zenbächenhorn und Aletschgletscher


Publiziert von Zaza , 12. August 2018 um 21:17.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:11 August 2018
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 8:30
Aufstieg: 1900 m
Abstieg: 2000 m
Kartennummer:1269

Die beschriebene Tour ist sehr empfehlenswert, denn sie führt in einen unberührten Teil der Aletschregion. Abgesehen vom Aletschhorn werden die meisten Gipfel hier ziemlich selten besucht, so dass man unterwegs eher auf Schafe als auf andere Wanderer oder Berggänger treffen wird. Das ändert sich freilich in der Gegend von Bel-, Rieder- oder Bettmeralp...aber deren Seilbahnen ist es ja zu verdanken, dass solche Tagestouren überhaupt möglich sind!

Ausgangspunkt ist heute die Belalp und ich folge zunächst dem Weg zur Oberaletschhütte bis Lochegga. Nun führt ein guter Pfad zur Driest-Hütte, die nur für die Schäfer der Burgergemeinde Naters zugänglich ist. Ein schräger Aufstieg auf Trittspuren bringt mich zu P. 2433 (Steinmann mit Stange) und weiter oben (ca. 2600 m) lässt sich der Bach, der den Zenbächengletscher entwässert, recht gut queren. Nun geht es dem Grat des Zenbächenhorns entlang aufwärts, zuerst auf magerem Gras und später auf Schutt. Schliesslich lässt sich der Grat auf etwa 3300 m gut gewinnen und hier öffnet sich auch der Blick ins Mittelaletsch und zum Aletschhorn. Auf dem Weg zum Zenbächenhorn sind nun noch ein paar kleinere Türme im Weg. Den ersten kann ich rechts umgehen, der zweite lässt sich gut überqueren. Der dritte ist dann gleich der Gipfelklotz, der etwas links der Gratkante gut zu erklimmen ist (II, brüchig). Der nicht vorhandene Steinmann zeugt von bescheidenen Begehungsfrequenzen...

Zurück beim Gletscherbach auf etwa 2600 m gehe ich nach links abwärts, wo sich ein Durchschlupf findet, der dem Fuss von P. 2408 entlang in die Hänge oberhalb Ze Bächu führt (auf älteren Karten war hier noch ein kurzer Wegabschnitt eingetragen). Danach direkt abwärts zur zerfallenen Schäferhütte von Ze Bächu. Von hier könnte man auf einem Weglein zurück nach Driest, aber die Überquerung des Gletscherbaches wäre hier und heute kaum möglich. 

Macht nichts, denn der Plan ist eh ein anderer, nämlich der Weiterweg zur Bettmeralp. Dazu gehe ich bei P. 2104 vorbei und durch ein schuttiges Tälchen auf den Aletschgletscher. Zunächst geht es dem Ufer entlang etwas aufwärts, um dann ein Feld mit rötlichem Schutt etwa in der Mitte anzupeilen. Von hier in gerader Linie auf die andere Seite, wobei heute keine Steigeisen notwendig sind. Der Aufstieg durch die glatten Gletscherschliffe muss etwas gesucht werden - grob geht es durch eine Art Tälchen aufwärts zu P. 2304 (auf der LK gut zu erkennen). Hier bin ich dann auf dem bestens ausgebauten Wanderweg, dem ich zur Bettmeralp folge (da die Bergbahn Bettmergrat für heute den Betrieb schon eingestellt hat). 

Hinweise: 
-) Der blaue Wegweiser auf Belalp lässt vermuten, dass man von Driest her den Aletschgletscher weiter unten Richtung Riederalp queren könne. Das war früher üblich, scheint aber heute gar nicht mehr ratsam zu sein, weil der ganze Hang auf der Riederalp-Seite sehr ins Rutschen geraten ist. 
-) Wenn man in der Zone von Ze Bächu den Aletschgletscher queren möchte, ist das rötliche Schuttfeld in der Gletschermitte derzeit ein guter Orientierungspunkt. Auf der Bettmeralp-Seite zeigt ein Steinmann die Stelle an, bei der man unterhalb von P. 2304 zum Abstieg durch die Gletscherschliffe ansetzt. 
-) Je nach Fahrplan kann man auch die Station Moosfluh anvisieren (Bahn nach Riederalp)
-) Gipfelsammler könnten auch noch das Vordere Zenbächenhorn und das Rothorn anvisieren, über den Südgrat gemäss SAC-Führer nicht allzu schwierig.


Tourengänger: Zaza


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