Durch das Lasnitzental und über den Westgrat auf den Lasörling (3098 m)


Publiziert von Murgl , 12. August 2018 um 20:01.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Venedigergruppe
Tour Datum:11 August 2018
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 6:45
Aufstieg: 1770 m
Abstieg: 1770 m
Strecke:Hinterbichl - Lasnitzenhütte - Niedere Höhe - Lasörling und auf dem selben Weg zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Postbus oder PKW zum Parkplatz am Ortseingang von Hinterbichl
Kartennummer:Kompass Nr. 46

Es kommt nur ausnahmsweise vor, dass ich einen Gipfel nicht auf der leichtesten Aufstiegsroute besteige. Eine der Ausnahmen ist der Lasörling, höchster Gipfel der nach ihm benannten Gruppe, die zwischen dem Virgen- und dem Defereggental verläuft. Der kürzeste Aufstieg aus dem Virgental führt über den Westgrat, der einige Kletterpassagen bereithält. Leichter geht es durch das Mullitztal und von der Lasörlinghütte aus, aber ohne Übernachtung auf der Hütte ist diese sehr weite Route kaum an einem Tag zu schaffen.
Start in Hinterbichl (1329 m) bei einem Parkplatz am Dorfeingang, kurz vor der Iselbrücke. Über die Brücke und anschließend wenige Minuten talauswärts, bis rechts ein Steig zur Lasnitzenhütte abzweigt. Auf diesem zügig hinauf. Auf ca. 1650 m wird die Fahrstraße erreicht, die ins Lasnitzental hineinführt; nach insgesamt 75 Minuten ist die Lasnitzenhütte (1895 m) erreicht. Die Fahrstraße ist bald zu Ende und mündet in einen Steig, auf dem es weiter ins Tal hinein geht. Die Abzweigungen zur Neuen Reichenberger Hütte und später zum Muhs-Panoramaweg werden rechts bzw. links liegen gelassen. Auf ca. 2250 m Höhe zweigt Steig 82 Richtung Lasörling links ab. Zunächst gemächlich durch felsdurchsetztes grasiges Gelände aufsteigend. Leider wollen sich die tiefstehenden Wolken nicht so recht verziehen und wir steigen so in den Nebel hinein. Das Gelände wird allmählich steiler und schuttiger und ab ca. 2700 m zunehmend felsig. Der Steig ist durchweg gut markiert und die Route dadurch auch im Nebel leicht zu finden. Einige Passagen sind seilversichert, was das Steigen erleichtert, aber vom Gelände her kaum nötig ist – vorerst. (Jedenfalls danke den unbekannten Helfern, die die Drahtseile angebracht haben.) Auf ca. 2920 m Höhe wird schließlich bei der „Niederen Höhe“ der Lasörling-Westgrat erreicht.
Ab jetzt muss man einige Passagen durch stabilen Fels klettern und hier sind die Seilversicherungen mehr als nützlich, denn einige Stellen sind steil und etwas ausgesetzt und es ist auch der Einsatz der Arme zum Hochklettern gefragt, besonders bei einem engen Mini-Kamin. Da die Markierungen auf diesem Stück sehr spärlich sind, geben die Seilversicherungen nebenbei noch Orientierung für die Routenführung. Nach 80 Höhenmetern ist der Grat geschafft und man erreicht den Steig, der von der Lasörlinghütte heraufführt. Auf diesem noch ca. 100 Höhenmeter über den Südgrat durch schuttig-felsiges Gelände problemlos zum Gipfel, den wir nach 3:45 Std. von Hinterbichl erreichen.
Leider wurde es nichts mit einer schönen Aussicht. Die umliegenden Gipfel blieben wolkenverhangen und an Fernsicht war gar nicht zu denken. beim Abstieg wurde der Blick frei auf einige vergletscherte Gipfel des Venediger-Hauptkamms. Dennoch war’s eine erlebnisreiche Gipfeltour.
 

Tourengänger: Murgl


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