Rheinwaldhorn über WSW Grat


Publiziert von jiker , 8. August 2018 um 12:25.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum: 6 August 2018
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   CH-TI   Gruppo Rheinwaldhorn 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Biasca - Olivone - Lago di Luzzone, dann per MTB bis Cap. Adula SAC, dann ca. 300hm Aufstieg zur Cap. Adula UTOE
Unterkunftmöglichkeiten:Cap Adula UTOE Cap Adula SAC (+ca. 300hm)

Von der sehr nett geführten Capanna Adula UTOE ging es erst (um ca. 5:30) den Weg entlang bis zum Paso di Laghetto (ca. 30-45 min.).

Dort beginnen unmittelbar die blauen Punkte und Steinmänner, rechts am See vorbei den WSW Grat entlang, dann etwas links vom Grat in der Flanke (überwiegend Gehgelände, geröll, kleine Blöcke) hoch bis es gegen 2.900 hm in auf die andere Seite wechselt (mit Stahlseil auf Fels, I-II oder alternativ ohne Seil auf loosem Untergrund I). Dann rechts vom Grat ziemlich ausgesetzt überwiegend Gehgelände, teils I, mit Drahtseil gesichert. Dann wieder auf die linke Seite rüber (immer noch Stahlseil) und Schließlich ein Aufschwung auf den Grat. Die Stelle ist nach meinem Empfinden technisch II. Grad, in einer kleinen Rinne mit vielen großen Griffen/Tritten, vielleicht 6-9 m lang. Mit Kette gesichert. Allergdings muss man aufpassen, mir hatte sich ein ca. 30cm großer Felsbrocken unter den Fingern gelöst, da ist noch mehr looses Material drin. Dort wird der Grat breites Gehgelände mit Blöcken und geht auf den Gletscher zu. Insgesamt ca. 2/3 Gehgelände, 1/3 I. Grad, plus die beiden Kletterstellen, ab Passo die Laghetto ca. 1:30. Am Gletscher enden die Punkte/Steinmänner.

Dann im Bogen über den Gletscher (keine Spalten, aber man hat Wasser gehört), Ausstieg links vom deutlich sichtbaren Turm (ziemlich heikel, weil looser steiler Untergrund im Ausstieg), als ich da war (Hitzeperiode) war sehr unangenehmer weicher, steiler Schnee mit Blankeisstellen. Alternativ habe ich später im Abstieg zwei Bergsteiger gesehen die den Grat weiter gegangen sind und den Tum rechts umstiegen haben. Von dort weiter in Kraxelei und Gehen zum Gipfel.

Oben angekommen gegen 8:20, allein, Ruhe, eine 1A Sicht, und angenehmer Sonnenschein. Nach einer Stunde Gipfelrast motivierte mich die Quellbewölkerung zum Abstieg, gleiche Route, problemlos auch in den Kletterstellen.

Zur Hütte kommt man super mit dem MTB (vom Stausee aus) bis kurz vor der SAC Hütte und dann 300hm Aufstieg zur UTOE Hütte das spart selbst im Aufsieg Zeit und ist im Abstieg sehr angenehm.

Tourengänger: jiker



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